Trump schlägt US-Zahlungen für Venezuelas Öl-Infrastruktur vor

Trump schlägt US-Zahlungen für Venezuelas Öl-Infrastruktur vor

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US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass die Vereinigten Staaten amerikanische Ölkonzerne für die Ausweitung ihrer Aktivitäten in Venezuela entschädigen könnten. Diese Äußerungen folgen auf die angebliche Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau und könnten weitreichende Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte haben.

Trumps Vorschlag zur Ölförderung in Venezuela

In einem Interview mit NBC News am Montag erklärte Präsident Trump, dass die USA amerikanische Ölunternehmen für die Reparatur oder den Ausbau der maroden Ölinfrastruktur Venezuelas entschädigen könnten. "Ein enormer Geldbetrag wird ausgegeben werden müssen, und die Ölgesellschaften werden ihn ausgeben, und dann werden sie von uns oder durch Einnahmen entschädigt", so Trump. Er lehnte es ab, eine Schätzung der Kosten für diese Maßnahmen abzugeben.

Trump betonte, dass ein Venezuela als Ölproduzent gut für die Vereinigten Staaten sei, da es den Ölpreis niedrig halte. Niedrigere Ölpreise könnten für amerikanische Verbraucher günstigere Benzinpreise bedeuten. Er fügte hinzu, es sei noch "zu früh", um zu sagen, ob er bereits mit Führungskräften von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips, den drei größten amerikanischen Ölproduzenten, gesprochen habe.

Venezuelas riesige Ölreserven und marode Infrastruktur

Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven, die auf etwa ein Fünftel der weltweiten Gesamtmenge geschätzt werden – rund 300 Milliarden Barrel. Dies entspricht etwa 20 % der globalen Gesamtmenge und ist fast viermal so viel wie die US-Reserven. Trotz dieser enormen Vorkommen macht die aktuelle Ölproduktion des Landes aufgrund von Sanktionen, Korruption und einer von Trump als "schlecht kaputt" bezeichneten Infrastruktur weniger als 1 % der täglichen globalen Ölproduktion aus.

Trump äußerte am Samstag, dass die Absetzung Maduros diese riesigen Reserven zugänglich machen würde. Er sagte in einer öffentlichen Ansprache: "Sie pumpten fast nichts im Vergleich zu dem, was sie hätten pumpen können." Experten gehen davon aus, dass ein solcher Schritt den globalen Energiemarkt neu gestalten und China und Russland benachteiligen könnte.

Historische US-Beteiligung und Nationalisierung

Präsident Trump erinnerte daran, dass die USA einst maßgeblich am Aufbau der venezolanischen Ölindustrie beteiligt waren. "Wir haben Venezuelas Ölindustrie mit amerikanischem Talent, Tatendrang und Können aufgebaut, und das sozialistische Regime hat sie uns gestohlen", sagte Trump auf einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago. Er warf der venezolanischen Regierung vor, amerikanische Energieanlagen und Eigentum im Wert von Milliarden von Dollar beschlagnahmt und verkauft zu haben.

Unter der Nationalisierungskampagne von Maduros Vorgänger Hugo Chávez wurden westliche Ölunternehmen systematisch aus Venezuela gedrängt. Trump betonte, dass US-Energieunternehmen eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau des Ölsektors des Landes spielen könnten: "Wir werden unsere sehr großen US-Ölgesellschaften dorthin schicken, Milliarden von Dollar ausgeben, die stark beschädigte Ölinfrastruktur reparieren und anfangen, Geld für das Land zu verdienen."

Chevron als Ausnahme und aktuelle Lage

Chevron ist das einzige verbleibende US-Ölunternehmen, das in Venezuela tätig ist. Das Unternehmen verhandelte, um als Minderheitspartner in Joint Ventures unter Führung des staatlichen Ölkonzerns Petróleos de Venezuela, S.A. (PDVSA) zu bleiben. Chevron ist seit etwa einem Jahrhundert in Venezuela aktiv, doch seine Fähigkeit zur Ölproduktion und zum Export wurde in den letzten Jahren durch US-Sanktionen und befristete Lizenzen des US-Finanzministeriums stark eingeschränkt.

Ein Sprecher von Chevron erklärte gegenüber Fox News Digital: "Chevron konzentriert sich weiterhin auf die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sowie die Integrität unserer Vermögenswerte." Das Unternehmen lehnte es ab, sich zur breiteren Sicherheitslage zu äußern, und sagte lediglich: "Wir operieren weiterhin in voller Übereinstimmung mit allen relevanten Gesetzen und Vorschriften."

Wirtschaftliche und geopolitische Implikationen

Die Pläne der US-Regierung, in Venezuelas Ölsektor zu investieren, könnten weitreichende wirtschaftliche und geopolitische Folgen haben. Einerseits könnte die Wiederbelebung der venezolanischen Ölproduktion zu einem Anstieg des globalen Angebots führen und somit die Ölpreise stabilisieren oder senken, was für die USA vorteilhaft wäre. Andererseits könnte dies auch die Anreize für die "sehr großen US-Ölgesellschaften" verringern, die Trump möglicherweise subventionieren will.

Die Situation in Venezuela, einem Land, das etwa doppelt so groß ist wie Kalifornien, zeigt Parallelen zu anderen ölreichen Nationen wie Iran und Libyen, wo politische Instabilität, Sanktionen und eine verfallende Infrastruktur die Produktion trotz riesiger Ressourcen behindern. Die Entwicklung in Venezuela wird daher genau beobachtet werden, da sie das Potenzial hat, die globalen Energiemärkte nachhaltig zu beeinflussen.

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