Trump-Steuerreform: Höhere Erstattungen 2026 erwartet?

Trump-Steuerreform: Höhere Erstattungen 2026 erwartet?

Aktualisiert:
5 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

US-Präsident Donald Trump hat für das Steuerjahr 2026 "beispiellose" Steuererstattungen angekündigt, die er auf sein "One Big Beautiful Bill" zurückführt. Erste Daten des IRS zeigen tatsächlich höhere durchschnittliche Rückzahlungen, doch Experten mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation der frühen Zahlen. Die Steuerreform umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, die Steuerlast für Millionen von Amerikanern zu senken.

Trumps Ankündigungen und die "One Big Beautiful Bill"

US-Präsident Donald Trump erklärte am 17. Februar auf Truth Social, dass die Steuererstattungen in diesem Jahr "wesentlich höher als je zuvor" seien. Er schätzte, dass in einigen Fällen über 20% an die Steuerzahler zurückgegeben würden, und schrieb dies den legislativen Errungenschaften seiner Regierung zu. Trump ermutigte die Amerikaner, die Vorteile der Gesetzgebung zu erkennen, die er als "THE GREAT BIG BEAUTIFUL BILL" bezeichnete.

Diese Gesetzgebung beinhalte unter anderem keine Steuern auf Trinkgelder, keine Steuern auf Sozialversicherungsleistungen für Senioren, keine Steuern auf Überstunden und Zinsabzüge für Autokredite. Das Weiße Haus unterstützte diese Botschaft am 18. Februar auf X (ehemals Twitter) und betonte, dass Präsident Trump die "GRÖSSTEN Steuersenkungen in der amerikanischen Geschichte" unterzeichnet habe.

Erste IRS-Daten und Expertenmeinungen

Am 13. Februar gab Finanzminister und amtierender IRS-Kommissar Scott Bessent in der CNBC-Sendung "Squawk Box" bekannt, dass die durchschnittliche Steuererstattung in dieser Saison bisher um 22% höher sei. Es blieb jedoch unklar, wie viele Tage der Erklärungen diese Zahl umfasste oder welchen Vergleichszeitraum er verwendete. Später am selben Tag veröffentlichte IRS-Statistiken zeigten, dass die durchschnittliche Erstattung zum Stichtag 6. Februar bei 2.290 US-Dollar lag, was einem Anstieg von etwa 11% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Finanzministerium hat auf Anfragen von CNBC bezüglich dieser Diskrepanz nicht reagiert.

Andrew Lautz, Direktor für Steuerpolitik beim Bipartisan Policy Center, einem gemeinnützigen Think Tank, betonte gegenüber CNBC, dass die Steuersaison, die am 26. Januar begann, noch sehr früh sei. Die erste Charge der IRS-Daten umfasste Erklärungen bis zum 6. Februar. Typischerweise steige die durchschnittliche Erstattungshöhe Ende Februar, sobald Zahlungen den Earned Income Tax Credit oder Additional Child Tax Credit umfassen. Lautz merkte an, dass es "viel zu früh ist, um zu sagen, ob irgendwelche Datenpunkte dauerhafte Trends sind."

Erwartungen an zukünftige Erstattungen

Bank of America Securities prognostizierte in einer Notiz vom 18. Februar, dass die durchschnittliche Erstattung im Vergleich zu 2025 steigen könnte, sobald der IRS weitere Einreichungsdaten veröffentlicht. Das Unternehmen erwartet durch Trumps Steuergesetzänderungen einen "Stimulus von etwa 1.000 US-Dollar pro Haushalt im Durchschnitt" für die Steuersaison 2026. Etwa die Hälfte dieser Änderung könnte auf die höhere Obergrenze für den Bundesabzug für staatliche und lokale Steuern (SALT) und den Abzug "keine Steuer auf Überstunden" zurückzuführen sein, so die Analysten.

Diese Erstattungsschätzung stimmt mit einer Recherche der Investmentbank Piper Sandler vom Oktober überein, die prognostizierte, dass Trumps "rückwirkende Steuersenkungen durchschnittlich etwa 1.000 US-Dollar pro Steuererklärung betragen könnten, obwohl es für einige Steuerzahler wesentlich mehr sein wird." Im Jahr 2025 betrug die durchschnittliche Steuererstattung bis zum 17. Oktober 3.052 US-Dollar, laut IRS-Daten. Die individuellen Erstattungen können jedoch je nach den Lohnsteuerabzügen von 2025 und den spezifischen neuen Bestimmungen, die den jeweiligen Steuerzahler betreffen, erheblich variieren.

Die wichtigsten Steuerentlastungsmaßnahmen im Überblick

Die "One Big Beautiful Bill" enthält mehrere Bestimmungen, die sich auf die Steuererklärungen 2026 auswirken und als direkte Vorteile für Steuerzahler, insbesondere Senioren und Arbeitnehmer, angesehen werden:

  • Keine Steuer auf Trinkgelder: Arbeitnehmer und Selbstständige in Berufen mit Trinkgeldern, wie Kellner, Barkeeper oder Gig-Economy-Arbeitnehmer, können bis zu 25.000 US-Dollar an qualifizierten Trinkgeldern von ihren Bundeseinkommensteuern für die Steuerjahre 2025 bis 2028 abziehen. Der Abzug wird für ein modifiziertes bereinigtes Bruttoeinkommen über 150.000 US-Dollar (300.000 US-Dollar für gemeinsame Veranlagung) schrittweise reduziert.
  • Keine Steuer auf Überstunden: Die Gesetzgebung erlaubt es Individuen, qualifizierte Überstundenvergütungen, die ihren regulären Satz übersteigen – im Allgemeinen den "halben" Anteil von "Zeit-und-einhalb" – bis zu 12.500 US-Dollar je nach Einkommensniveau abzuziehen.
  • Keine Steuer auf Sozialversicherungsleistungen: Eine Maßnahme, die insbesondere Senioren zugutekommt.
  • Zinsabzüge für Autokredite: Bis zu 10.000 US-Dollar Zinsen für bestimmte Autokredite können abgezogen werden. Das Fahrzeug muss dabei in den Vereinigten Staaten endmontiert worden sein.
  • Erweiterter Kinderfreibetrag: Der Child Tax Credit wurde von 2.000 US-Dollar auf 2.200 US-Dollar pro qualifiziertem Kind erhöht und wird jährlich an die Inflation angepasst. Diese Änderung trat sofort in Kraft und läuft nicht aus.
  • Höhere Standardabzüge: Eine allgemeine Entlastung für viele Steuerzahler.
  • Höhere Obergrenze für SALT-Abzüge: Eine höhere Grenze für den Abzug von staatlichen und lokalen Steuern.
  • Neuer Bonusabzug für Senioren: Steuerzahler ab 65 Jahren können einen neuen Bonusabzug von 6.000 US-Dollar geltend machen. Der volle Betrag steht Alleinstehenden mit einem modifizierten bereinigten Bruttoeinkommen unter 75.000 US-Dollar und Ehepaaren unter 150.000 US-Dollar zur Verfügung.

Wichtige Hinweise für Steuerzahler

Die Frist für die Einreichung der Steuererklärung ist der 15. April. Für diejenigen, die elektronisch einreichen und die direkte Einzahlung wählen, treffen die meisten Erstattungen innerhalb von 21 Tagen ein. Steuerzahler werden ermutigt, die offiziellen IRS-Richtlinien zu überprüfen, um die Auswirkungen der neuen Bestimmungen auf ihre individuelle Steuersituation vollständig zu verstehen.

Erwähnte Persönlichkeiten