Trump über US-Wirtschaft, Inflation und scharfe Kritik an Fed-Chef Powell

Trump über US-Wirtschaft, Inflation und scharfe Kritik an Fed-Chef Powell

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In einem Interview mit CBS News äußerte sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump umfassend zur aktuellen Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten, seiner Kritik an der Federal Reserve und deren Vorsitzendem Jerome Powell sowie den Auswirkungen von Robotik auf den Arbeitsmarkt. Er betonte die Stärke der US-Wirtschaft und prognostizierte eine baldige Verbesserung des Konsumklimas, trotz gegenteiliger Umfrageergebnisse.

Trumps Wirtschaftsbewertung und Inflationsaussichten

Donald Trump hob im Gespräch mit Tony Dokoupil von "CBS Evening News" die Stärke der US-Wirtschaft hervor. Er sprach von der "stärksten Wirtschaft, vielleicht in der Geschichte unseres Landes", und verwies auf die Expansion von Automobilwerken sowie 24-Stunden-Produktionslinien bei Ford, Stellantis und GM. Der ehemalige Präsident betonte zudem, es gebe "keine Inflation", und bezog sich dabei auf den Consumer Price Index (CPI)-Bericht vom Dienstag. Dieser zeigte, dass die Preise im Dezember mit einer jährlichen Rate von 2,7 % stiegen, was den Prognosen von Ökonomen entsprach und gegenüber November unverändert blieb. Trump ergänzte, die Wachstums- und Arbeitsplatzzahlen seien "phänomenal".

Öffentliche Wahrnehmung der Wirtschaft

Trotz Trumps positiver Einschätzung der Wirtschaftslage deuten Umfragen auf eine andere Stimmung in der Bevölkerung hin. Eine CBS News/YouGov-Umfrage vom letzten Monat ergab, dass 63 % der Erwachsenen mit dem Umgang des Präsidenten mit der Wirtschaft unzufrieden waren und 50 % angaben, dass seine Politik ihre finanzielle Situation verschlechtert habe. Während die Gesamtinflation deutlich unter dem Niveau von 2022 liegt und sich dem 2 %-Ziel der Federal Reserve nähert, gibt es weiterhin Preisschmerzen: Die Preise für Rinderhackfleisch stiegen im letzten Jahr um 15,5 % und die Kaffeepreise um 19,8 %. Trump bezeichnete die Inflationszahlen dennoch als "insgesamt sehr gut. Gut für uns, gut für unser Land." Auf die Frage, warum die Amerikaner dies nicht so empfänden, antwortete er, "sie tun es vielleicht nicht, aber sie werden es jetzt tun." Er führte die anfänglichen Schwierigkeiten auf ein "Chaos" zurück, das er geerbt habe, und bezeichnete die USA nun als das "heißeste Land der Welt".

Scharfe Kritik an Jerome Powell und der Federal Reserve

Donald Trump griff den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, scharf an, nur zwei Tage nachdem Powell bekannt gegeben hatte, dass die Fed Vorladungen vom Justizministerium erhalten hatte. Powell deutete an, dies sei ein Akt politischer Einschüchterung gewesen, der sich auf ein kostspieliges Renovierungsprojekt im Fed-Hauptquartier konzentrierte. Trump, der Powell lange dafür kritisiert hatte, die Zinsen nicht schneller zu senken, nannte ihn einen "miserablen Fed-Vorsitzenden". Er machte den ehemaligen Präsidenten Joe Biden für Powells Wiederernennung verantwortlich, obwohl Trump ihn ursprünglich für die Rolle ausgewählt hatte. Bezüglich des Renovierungsprojekt warf Trump Powell vor, "entweder korrupt oder inkompetent" zu sein. CBS News berichtete jedoch, dass es keine Beweise für Korruption seitens Powell im Zusammenhang mit der Bürosanierung der Fed gibt. Auf die Frage nach dem Anschein politischer Vergeltung entgegnete Trump: "Ich kann nichts dafür, wie es aussieht," und verwies erneut auf seine Wirtschaftsbilanz.

Robotik und die Zukunft des US-Arbeitsmarktes

Der ehemalige Präsident äußerte sich auch zur Transformation der Automobilindustrie durch fortschrittliche Robotik. Er prognostizierte, dass Roboter "ein großer Faktor in der Zukunft" sein werden und dazu beitragen könnten, Engpässe bei Fachkräften zu beheben. Auf die Frage nach dem Risiko von Arbeitsplatzverlusten entgegnete Trump, dass "ein Facharbeiter, eine Person mit Talent, Bildung in dem, was sie tun... eine Menge Geld verdienen wird." Er fügte hinzu: "Ich denke, dass die Robotik großartig sein wird, weil dieses Land nicht genug Menschen haben wird, wenn wir sie nicht haben."

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