Trump unterzeichnet Exekutivverordnung gegen institutionelle Immobilienkäufer

Trump unterzeichnet Exekutivverordnung gegen institutionelle Immobilienkäufer

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US-Präsident Donald Trump hat eine Exekutivverordnung unterzeichnet, die darauf abzielt, institutionelle Käufer von der Wall Street vom Erwerb von Einfamilienhäusern abzuhalten. Diese Maßnahme soll die Erschwinglichkeit von Wohnraum für Erstkäufer und junge Familien verbessern und den "American Dream" des Eigenheims schützen. Die Ankündigung löste umgehend Reaktionen an den Finanzmärkten und in der Politik aus.

Trumps Vorstoß für bezahlbaren Wohnraum

Am Dienstag unterzeichnete Präsident Donald J. Trump eine Exekutivverordnung, um sicherzustellen, dass große institutionelle Investoren keine Einfamilienhäuser kaufen, die sonst von Familien erworben werden könnten. Laut einem Fact Sheet des Weißen Hauses soll die Maßnahme verhindern, dass große Investmentfirmen staatliche Wohnungsbauprogramme nutzen, um ihre Mietportfolios zu erweitern. Stattdessen sollen die Häuser Familien zugutekommen, die vom Markt verdrängt wurden.

Die Anordnung weist Bundesbehörden an, Programme daran zu hindern, "Verkäufe von Einfamilienhäusern an institutionelle Investoren zu genehmigen, zu versichern, zu garantieren, zu verbriefen oder zu erleichtern". Zudem fordert sie die Behörden auf, "First-Look-Politiken" zu fördern, die einzelnen Käufern vor großen Investoren bevorzugten Zugang zu zwangsversteigerten Immobilien ermöglichen. Trump wies das Finanzministerium an, die Regeln für den institutionellen Besitz von Häusern zu überprüfen, und bat das Justizministerium sowie die Federal Trade Commission (FTC), mögliche wettbewerbswidrige Praktiken großer Vermieter zu untersuchen. Wohnungsbaubeamte wurden zudem angewiesen, von Unternehmen und Institutionen, die an Bundeshilfsprogrammen teilnehmen, größere Offenlegung zu verlangen. Trump plant, weitere Ideen zur Wohnraum- und Erschwinglichkeit bei einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu präsentieren.

Der Einfluss institutioneller Investoren auf den Immobilienmarkt

Die Maßnahme Trumps erfolgt inmitten einer Reihe populistischer Ankündigungen, darunter Pläne zur Deckelung von Kreditkartenzinsen auf 10 % vor den Zwischenwahlen. Ein Bericht des Government Accountability Office (GAO) aus dem Jahr 2024 zeigte, dass institutionelle Investoren landesweit 450.000 Häuser besaßen, was 3 % aller verfügbaren Einfamilienmietobjekte ausmachte. Die fünf größten Investoren besaßen dabei 300.000 Häuser.

Experten zufolge reduziert der Kauf von Einfamilienhäusern durch große Unternehmen wie Private-Equity-Firmen und Real Estate Investment Trusts (REITs) die Anzahl der verfügbaren Häuser für potenzielle Käufer und treibt die Immobilienpreise in die Höhe. Der nationale Medianpreis für Einfamilienhäuser lag im dritten Quartal 2025 bei 426.800 US-Dollar, nachdem er im Sommer 435.300 US-Dollar erreicht hatte. Die 30-jährige Hypothekenrate liegt derzeit bei etwa 6,19 %. Blackstone, einer der größten Immobilieninvestoren in den USA, besitzt über 230.000 Wohneinheiten und hat in den letzten Jahren Milliarden für den Kauf von Unternehmen wie Tricon Residential, American Campus Communities und AIR Communities ausgegeben.

Marktreaktion und BlackRocks Klarstellung

Die Ankündigung Trumps führte umgehend zu Kursverlusten bei Immobilien- und Investmentgesellschaften. Die Aktien von Invitation Homes, dem größten Vermieter von Einfamilienhäusern in den USA, fielen um 7 %, während die Aktien von Blackstone, einem Investmentunternehmen, das Einfamilienhäuser besitzt und vermietet, um 4 % nachgaben. Auch andere große institutionelle Immobilieninvestoren wie Apollo Global Management und BlackRock verzeichneten Kursrückgänge.

BlackRock Inc. (NYSE:BLK) stellte jedoch klar, dass es keine Einfamilienhäuser besitzt. Christopher Berger, Director of Corporate Affairs bei BlackRock, erklärte in einem exklusiven Interview mit Benzinga: "Wir kaufen keine Einfamilienhäuser." Er fügte hinzu: "Wir haben andere Immobilienengagements, aber wir besitzen keine Einfamilienhäuser." Berger führte die Verwirrung auf ein Missverständnis des Geschäftsmodells von BlackRock zurück, insbesondere dessen Dominanz im Index-Investing. Mehr als 90 % der Aktieninvestitionen der Kunden erfolgen über Indexstrategien. BlackRock ist ein großer Investor in praktisch jedem Unternehmen und jeder Branche, da diese Investitionen Drittindizes folgen. Dies bedeute jedoch nicht, dass Kapital in spezifische Strategien wie Einfamilienhäuser gelenkt werde. BlackRock hat seit 2021 versucht, diese Missverständnisse zu korrigieren, und unterstützt das Ziel des Präsidenten, den Traum vom Eigenheim für mehr Amerikaner zu sichern. Die Aktien von BlackRock Inc. stiegen am Donnerstag um 1,2 %.

Politische Reaktionen und parteiübergreifende Debatte

Die Ankündigung Trumps stieß auf unterschiedliche politische Reaktionen. Der republikanische Senator Bernie Moreno, Mitglied des Senatsausschusses für Banken, Wohnungsbau und Stadtentwicklung, kündigte umgehend an, Gesetze zur Kodifizierung des Vorschlags einzubringen. Auch der republikanische Abgeordnete Riley Moore lobte die Ankündigung und betonte, dass große institutionelle Investoren junge Menschen vom Wohnungsmarkt verdrängen würden.

Demokraten wiesen auf Ähnlichkeiten zwischen Trumps Vorschlag und bereits von ihnen eingebrachten Gesetzen hin. Senatorin Elizabeth Warren, ranghöchstes Mitglied des Senatsausschusses für Wohnungsbau, erklärte: "Ich setze mich seit Jahren dafür ein, die Wall Street daran zu hindern, Amerikas Häuser aufzukaufen." Sie forderte Trump auf, seine eigene Partei im Repräsentantenhaus dazu zu bringen, einen überparteilichen Gesetzentwurf zur Senkung der Wohnkosten zu unterstützen, der den Senat einstimmig passiert hatte. Senatsminderheitsführer Chuck Schumer bemerkte, dass Senatsdemokraten dies bereits im letzten Jahr versucht hätten, aber von den Republikanern blockiert worden seien. Die Abgeordnete Debbie Wasserman Schultz kommentierte: "BREAKING: Trump unterstützt eine wichtige demokratische Politikposition."

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