
Trump verspricht Tarifdividende: Prognosemärkte bleiben skeptisch
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Präsident Donald Trump hat US-Bürgern eine "Tarifdividende" in Höhe von 2.000 US-Dollar bis Mitte 2026 versprochen. Trotz dieser Ankündigung zeigen sich die Prognosemärkte äußerst skeptisch, dass entsprechende politische Änderungen in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeiten für eine Einführung sind in den letzten Wochen deutlich gesunken.
Prognosemärkte zeigen Skepsis
Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump noch in diesem Jahr eine Tarifdividende einführt – sei es durch ein Bundesgesetz oder eine Exekutivanordnung – ist auf Polymarket auf 3 % gefallen. Eine Woche zuvor lag dieser Wert noch bei 14 %. Auf das Ergebnis wurden bereits über 1 Million US-Dollar gewettet.
Auch für Anfang nächsten Jahres sind die Erwartungen gering: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Dividende bis zum 31. März 2026 geschaffen wird, liegt bei lediglich 11 %. Auf Kalshi, einer staatlich lizenzierten Prognoseplattform, sehen Wettende nur eine 3%ige Chance, dass ein Gesetz für Tarifrückzahlungen noch in diesem Jahr verabschiedt wird. Polymarket, das auf Polygon (CRYPTO: POL) basiert und USDC (CRYPTO: USDC) Stablecoins für Wetten nutzt, ist im Gegensatz zu Kalshi derzeit nicht für US-Bürger verfügbar.
Trumps Versprechen und die Finanzierung
Die nachlassende Begeisterung der Märkte steht im Kontrast zu Trumps jüngster Ankündigung vom Montag, dass seine Regierung die Auszahlung der Schecks an die Amerikaner bis Mitte 2026 oder später beginnen werde. Bereits Anfang des Monats hatte Trump erklärt, dass jeder Amerikaner, ausgenommen "Hochverdiener", mindestens 2.000 US-Dollar erhalten würde, finanziert durch Zolleinnahmen.
US-Finanzminister Scott Bessent deutete jedoch an, dass die Dividenden möglicherweise auf andere Weise als per Scheck ausgezahlt werden könnten. Zudem betonte Bessent, dass der Vorschlag eine "Gesetzgebung" oder die Zustimmung des Kongresses erfordere, um die Ausschüttung einer solchen Dividende voranzutreiben. Experten äußerten zudem Bedenken, dass die Zolleinnahmen möglicherweise nicht ausreichen könnten, um den 2.000-US-Dollar-Dividendenplan zu decken.
Zollerträge im Fokus
Das US-Finanzministerium meldete für die ersten drei Quartale des Jahres Zolleinnahmen in Höhe von 195 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag übersteigt die Einnahmen des gesamten Geschäftsjahres 2024 um mehr als 250 %. Trotz dieser hohen Einnahmen bleibt die Frage, ob diese ausreichen, um die versprochene Tarifdividende in vollem Umfang zu finanzieren, ein zentraler Punkt der Diskussion.