
Trump vs. Murdoch: Verleumdungsklage wegen Epstein-Brief abgewiesen
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Ein Bundesgericht in Florida hat die 10-Milliarden-Dollar-Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen Medienmogul Rupert Murdoch und The Wall Street Journal abgewiesen. Die Klage bezog sich auf einen Artikel, der behauptete, Trump habe einen "unanständigen" 50. Geburtstag-Brief an den berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geschickt.
Klage gegen Murdoch und WSJ abgewiesen
Richter Darrin Gayles vom U.S. District Court in Miami wies die Zivilklage am Montag ab. Er gab Präsident Trump jedoch die Möglichkeit, eine neue, überarbeitete Klage in diesem Fall einzureichen. Die ursprüngliche Klage forderte einen Schadenersatz von 10 Milliarden Dollar.
Hintergrund der Entscheidung: Fehlende "tatsächliche Böswilligkeit"
Richter Gayles begründete die Abweisung damit, dass Trump "nicht plausibel dargelegt hat, dass die Beklagten den Artikel mit tatsächlicher Böswilligkeit veröffentlichten". Nach geltendem Präzedenzfall müssen Kläger, die wie Trump öffentliche Personen sind, nachweisen, dass ein Beklagter bei angeblich verleumderischen Äußerungen mit tatsächlicher Böswilligkeit handelte.
In seiner Entscheidung, die Trump die Möglichkeit zur Klageänderung einräumt, zitierte Gayles jedoch ein weiteres Präzedenzfall. Dieses besagt, dass ein Kläger die Möglichkeit haben sollte, seine Klage zu ändern, wenn sie wegen des Versäumnisses, Fakten darzulegen, die auf eine "tatsächliche Böswilligkeit" schließen lassen, abgewiesen wurde.
Der umstrittene Artikel des Wall Street Journal
The Wall Street Journal veröffentlichte am 17. Juli einen Artikel, der besagte, ein Brief mit Trumps Unterschrift sei in einem Album enthalten gewesen, das Epstein zu seinem 50. Geburtstag verschenkte. Der Artikel behauptete, Trump habe den Brief auf Wunsch von Epsteins enger Freundin Ghislaine Maxwell geschickt. Maxwell wurde zwei Jahrzehnte später wegen der Beschaffung minderjähriger Mädchen für sexuellen Missbrauch durch Epstein verurteilt.
Die Journal-Reporter Khadeeja Safdar und Joe Palazzolo beschrieben den Brief detailliert. Er soll "mehrere Zeilen getippten Text enthalten, umrahmt von der Umrisszeichnung einer nackten Frau, die handgezeichnet mit einem dicken Marker zu sein scheint." Weiter hieß es: "Ein Paar kleiner Bögen kennzeichnet die Brüste der Frau, und die Unterschrift des zukünftigen Präsidenten ist ein krakeliges 'Donald' unterhalb ihrer Taille, das Schamhaare imitiert." Der Brief schloss mit den Worten: "'Happy Birthday — and may every day be another wonderful secret.'"
Trumps vehementes Dementi
Präsident Trump bestritt wütend, den Brief geschrieben zu haben. Er erklärte: "Das bin nicht ich. Das ist eine Fälschung." Er fügte hinzu: "Ich habe in meinem Leben nie ein Bild geschrieben. Ich zeichne keine Bilder von Frauen." Trump hatte zuvor bestritten, den Brief im Jahr 2003 an seinen damaligen Freund Epstein geschickt zu haben.