
Trump warnt UK und Kanada vor China-Geschäften: Starmer setzt auf diplomatischen Neustart
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Trump warnt UK und Kanada vor China-Geschäften: Starmer setzt auf diplomatischen Neustart
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US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien und Kanada vor Geschäften mit China gewarnt. Dies geschieht, während der britische Premierminister Keir Starmer bei einem viertägigen Besuch in China diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen neu ausrichtet und Investitionen sowie Handelserleichterungen vereinbart.
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Donald Trump warnt UK und Kanada vor China-Geschäften. Keir Starmer sucht diplomatischen Neustart mit Peking, vereinbart Handelserleichterungen und Investitionen.
Der US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien und Kanada eindringlich davor gewarnt, Geschäfte mit China zu machen. Diese Warnungen erfolgen, während der britische Premierminister Keir Starmer einen viertägigen Besuch in China abschließt, der auf eine Neuausrichtung der bilateralen Beziehungen abzielt. Starmer traf sich am 13. Oktober 2025 mit US-Präsident Donald Trump in Sharm el-Sheikh und am Donnerstag, den 30. Januar 2026, mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, um eine "ausgefeiltere" Beziehung zwischen den beiden Ländern zu fördern.
Trumps Warnung vor China-Geschäften
US-Präsident Donald Trump äußerte am Donnerstag, den 30. Januar 2026, Berichten zufolge Bedenken hinsichtlich der Annäherung Großbritanniens an China. Am Rande der Premiere des Films "Melania" im Kennedy Center wurde Trump zu Starmers Bemühungen befragt, Geschäftsbeziehungen mit China aufzubauen. Er erklärte, es sei "sehr gefährlich für sie, das zu tun".
Trump betonte seine Skepsis gegenüber westlichem Engagement mit Peking. Er fügte hinzu, dass es "noch gefährlicher" für Kanada sei, Geschäfte mit China zu machen, da Kanada "nicht gut dastehe" und China "nicht die Antwort" sei. Trump drohte Kanada zudem mit einem 100-prozentigen Zoll auf Exporte, sollte Ottawa ein Freihandelsabkommen mit China eingehen, obwohl Premierminister Mark Carney solche Pläne dementierte.
Starmers diplomatischer Neustart mit China
Nach Jahren angespannter Beziehungen streben China und Großbritannien eine langfristige strategische Partnerschaft an. Keir Starmers viertägiger Besuch in China ist die erste Reise eines britischen Premierministers seit acht Jahren und signalisiert einen Versuch, die bilateralen Beziehungen neu zu gestalten. Starmer traf sich mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu dreistündigen Gesprächen, in denen er sich für einen verbesserten Marktzugang, niedrigere Zölle und Investitionsabkommen einsetzte.
Starmer, dessen Mitte-Links-Regierung mit der Erzielung des versprochenen Wirtschaftswachstums zu kämpfen hat, hat die Verbesserung der Beziehungen zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu einer Priorität erklärt. Er betonte die finanziellen Vorteile einer verbesserten Beziehung zu China, das ein wichtiger Bestandteil globaler Lieferketten ist.
Wirtschaftliche Abkommen und Investitionen
Im Rahmen von Starmers Besuch wurden mehrere wichtige Vereinbarungen getroffen:
- China stimmte zu, die Importzölle auf britischen Whisky von 10 % auf 5 % zu halbieren.
- Britische Staatsangehörige, die China für weniger als 30 Tage besuchen, benötigen kein Visum mehr.
- Der britische Pharmakonzern AstraZeneca wird bis 2030 15 Milliarden US-Dollar (oder 100 Milliarden Yuan / 10,4 Milliarden Pfund) in China investieren, um die Arzneimittelherstellung sowie Forschung und Entwicklung auszubauen.
Starmer, der eine Delegation von fast 60 britischen Wirtschaftsführern und Organisationsvertretern mit auf die Reise nahm, bezeichnete die Abkommen über visafreies Reisen und die Senkung der Whiskyzölle als "wirklich wichtigen Zugang, symbolisch für das, was wir mit der Beziehung tun".
Kanadas ähnlicher Kurs und Trumps Drohungen
Der diplomatische Kurswechsel Großbritanniens scheint dem Kanadas zu ähneln. Kanada unterzeichnete Anfang Januar ein Handelsabkommen mit China, nachdem Premierminister Mark Carney das Land besucht hatte. Ottawa scheint seine Handels- und Investitionspartner angesichts anhaltender Reibereien mit Washington diversifizieren zu wollen.
Trump kommentierte Kanadas Annäherung an China mit den Worten: "Es ist noch gefährlicher für Kanada, Geschäfte mit China zu machen. Kanada geht es nicht gut... Man kann China nicht als Antwort betrachten." Er drohte, einen 100-prozentigen Zoll auf kanadische Waren zu erheben, falls Ottawa ein Handelsabkommen mit China abschließen sollte.
Starmers Haltung zwischen den Großmächten
Keir Starmer betonte, dass Großbritannien nicht zwischen Washington und Peking wählen müsse. Er erklärte gegenüber Bloomberg: "Ich werde oft eingeladen, einfach zwischen Ländern zu wählen. Das tue ich nicht." Er hob die engen Beziehungen zu den USA in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Geheimdienste und Handel hervor.
Gleichzeitig argumentierte Starmer, es sei nicht sinnvoll, "den Kopf in den Sand zu stecken und China zu ignorieren, wenn es die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist und Geschäftsmöglichkeiten bestehen". Er betonte, dass Großbritannien seine wirtschaftliche Präsenz in Asien ausbauen und gleichzeitig seine historische Allianz mit Washington bekräftigen wolle.