Trumps "Board of Peace": 1 Milliarde Dollar für permanenten Sitz in Gaza-Gremium

Trumps "Board of Peace": 1 Milliarde Dollar für permanenten Sitz in Gaza-Gremium

Aktualisiert:
5 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Donald Trump hat ein neues internationales Gremium namens "Board of Peace" ins Leben gerufen, das die nächsten Schritte in Gaza überwachen und ambitioniert globale Konflikte lösen soll. Eine permanente Mitgliedschaft in diesem von Trump geführten Gremium ist an eine Zahlung von 1 Milliarde US-Dollar geknüpft, während eine dreijährige Amtszeit keine finanzielle Beteiligung erfordert. Die gesammelten Gelder sollen dem Wiederaufbau des vom Krieg gezeichneten Gazastreifens dienen.

Trumps "Board of Peace": Ein neues Gremium für globale Konflikte

Das "Board of Peace" wird als "internationale Organisation beschrieben, die Stabilität fördern, eine verlässliche und rechtmäßige Regierungsführung wiederherstellen und dauerhaften Frieden in von Konflikten betroffenen oder bedrohten Gebieten sichern will." Es soll die zweite, herausfordernde Phase des Waffenstillstands in Gaza überwachen, der am 10. Oktober in Kraft trat. Diese Phase umfasst die Einrichtung eines neuen palästinensischen Komitees in Gaza, den Einsatz einer internationalen Sicherheitstruppe, die Entwaffnung der Hamas und den Wiederaufbau des Gebiets.

In Einladungsschreiben an Staats- und Regierungschefs, die am Freitag verschickt wurden, erklärte Trump, das "Board of Peace" werde "einen mutigen neuen Ansatz zur Lösung globaler Konflikte verfolgen". Dies könnte es zu einem potenziellen Rivalen des UN-Sicherheitsrates machen, dessen Einfluss durch Kürzungen der Finanzmittel unter der Trump-Administration und anderer Geber geschmälert wurde. Die Einladungsschreiben wiesen darauf hin, dass der UN-Sicherheitsrat den 20-Punkte-Waffenstillstandsplan der USA für Gaza, der die Schaffung des Gremiums beinhaltet, gebilligt hatte.

Die Kosten der permanenten Mitgliedschaft: Eine Milliarde Dollar

Gemäß einem Entwurf der Charta, der an etwa 60 Länder verschickt wurde, ist eine Zahlung von 1 Milliarde US-Dollar in bar erforderlich, um eine Mitgliedschaft von mehr als drei Jahren zu sichern. Ohne diesen Beitrag beträgt die Amtszeit "nicht mehr als drei Jahre ab Inkrafttreten dieser Charta, vorbehaltlich der Verlängerung durch den Vorsitzenden". Der Vorsitzende des Gremiums ist Donald Trump, der auch über Einladungen entscheidet, die Tagesordnung genehmigt und einen Nachfolger für seine Rolle bestimmt.

Alle Entscheidungen des Gremiums, die mit Mehrheit getroffen werden, unterliegen der Genehmigung des Vorsitzenden. Die Charta sieht vor, dass das Gremium offiziell wird, sobald drei Mitgliedstaaten der Charta zustimmen. Die Treffen sollen mindestens einmal jährlich sowie zu weiteren vom Vorsitzenden als angemessen erachteten Zeiten und Orten stattfinden.

Internationale Resonanz und erste Zusagen

Mindestens acht weitere Länder haben Einladungen zum Beitritt erhalten, darunter Indien, Australien, Jordanien, Griechenland, Zypern und Pakistan. Kanada, die Türkei, Ägypten, Paraguay, Argentinien und Albanien hatten bereits zuvor Einladungen erhalten. Die genaue Anzahl der insgesamt eingeladenen Länder ist unklar.

Zwei Länder haben ihre Zusage bereits erteilt:

  • Ungarn: Premierminister Viktor Orbán, ein bekannter Unterstützer Trumps in Europa, hat die Einladung angenommen. Dies bestätigte Außenminister Péter Szijjártó.
  • Vietnam: Der Chef der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, hat ebenfalls zugesagt, wie aus einer Erklärung des Außenministeriums hervorgeht.

Kanadas Premierminister Mark Carney hat die Einladung ebenfalls angenommen, äußerte sich jedoch vorsichtig. Er betonte, dass seine Beamten noch nicht "alle Details der Struktur, der Funktionsweise, der Finanzierung usw." geprüft hätten. Carney erklärte, Kanada sei nicht um eine Milliarde Dollar gebeten worden und würde diese auch nicht zahlen. Australien hat ebenfalls eine Einladung erhalten und wird Gespräche mit den USA führen, um "richtig zu verstehen, was dies bedeutet und was damit verbunden ist", so der stellvertretende Premierminister Richard Marles. Die offizielle Liste der Mitglieder wird voraussichtlich in den kommenden Tagen, möglicherweise während des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, bekannt gegeben.

Das Exekutivkomitee und Israels Einwände

Das Weiße Haus kündigte letzte Woche ein Exekutivkomitee von Führungspersönlichkeiten an, das die Vision des "Board of Peace" umsetzen soll. Zu den Mitgliedern gehören US-Außenminister Rubio, Trumps Gesandter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, Weltbankpräsident Ajay Banga und Trumps stellvertretender nationaler Sicherheitsberater Robert Gabriel. Auch der israelische Geschäftsmann und Milliardär Yakir Gabay sowie Vertreter der Waffenstillstandsbeobachter Katar, Ägypten und der Türkei sind Teil des Komitees.

Israel äußerte am Samstag Einwände gegen das Komitee. Das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, das Komitee sei "nicht mit Israel koordiniert und widerspricht seiner Politik", ohne weitere Details zu nennen. Dies war eine seltene Kritik an seinem engen Verbündeten in Washington. Die Türkei, die ein angespanntes Verhältnis zu Israel, aber gute Beziehungen zur Hamas hat, könnte eine wichtige Rolle dabei spielen, die Gruppe zur Machtabgabe in Gaza und zur Entwaffnung zu bewegen.

Die humanitäre Lage in Gaza und kritische Stimmen

Die humanitäre Lage in Gaza bleibt prekär. Der Winter hat die Küste mit eisigem Regen heimgesucht, und starke Mittelmeerwinde haben Zelte umgeweht, in denen viele der fast zwei Millionen obdachlosen Palästinenser leben. Seit dem Waffenstillstand vor drei Monaten wurden laut lokalen Gesundheitsbehörden mehr als 450 Menschen bei israelischen Luftangriffen und Feuergefechten mit Hamas-Kämpfern getötet. UNICEF berichtete, dass seit dem Waffenstillstand im Oktober mindestens 100 Kinder in Gaza getötet wurden, wobei die tatsächliche Zahl höher liegen könnte.

Es gibt weder Frieden noch Wiederaufbau, und die Zivilbevölkerung ist weiterhin gefangen. Zudem gab es Verstöße, darunter anhaltende israelische Beschränkungen für Hilfslieferungen nach Gaza und die Arbeit von NGOs und UN-Organisationen. Kanadas Premierminister Carney betonte, dass "Kanada möchte, dass Geld maximale Wirkung hat" und forderte "ungehinderte humanitäre Hilfsströme in großem Umfang für die Menschen in Gaza" als "Voraussetzung für weitere Fortschritte". Andere Länder äußerten Bedenken, dass die Charta das "Board of Peace" als Gremium zur Lösung vieler Konflikte sieht, was die Vereinten Nationen potenziell in den Hintergrund drängen könnte.

Erwähnte Persönlichkeiten