
Trumps Iran-Ultimatum: Ölpreise explodieren, Fed-Vorsitz im Fokus
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US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Iran drastisch verschärft und ein Ultimatum für die Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus gesetzt. Die anhaltende Eskalation im sechsten Kriegsmonat treibt die Ölpreise auf über 114 US-Dollar pro Barrel und sorgt für Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten.
Eskalation im Persischen Golf: Trumps Ultimatum an Iran
In einem wütenden Social-Media-Post am Sonntag, dem 5. April 2026, drohte US-Präsident Donald Trump, iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sollte die Straße von Hormus nicht bis Dienstag, dem 7. April, um 20:00 Uhr Eastern Time, für den gesamten Schiffsverkehr geöffnet werden. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: „Tuesday will be Power Plant Day, and Bridge Day, all wrapped up in one, in Iran. There will be nothing like it!!! Open the Fuckin’ Strait, you crazy bastards, or you’ll be living in Hell — JUST WATCH! Praise be to Allah.“ Das Weiße Haus stellte gegenüber MS NOW klar, dass dies die neue Frist für Iran sei, um eine Einigung mit den USA zu erzielen.
Diese aggressive Äußerung erfolgte, nachdem Trump die ursprüngliche Frist für die Wiedereröffnung der Straße im letzten Monat um zehn Tage verlängert hatte. Zuvor hatte der Präsident widersprüchliche Signale gesendet, indem er einerseits andere Länder zur Hilfe aufrief, andererseits aber erklärte, die USA seien nicht für die Wiedereröffnung verantwortlich: „What happens in the strait, we’re not going to have anything to do with.“ Er forderte Verbündete, die auf Öllieferungen durch die Meerenge angewiesen sind, auf, „build up some delayed courage“ und „just TAKE IT“. Experten warnen, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur Kriegsverbrechen darstellen könnten. Trump sagte dem Wall Street Journal, Iran werde „every power plant and every other plant they have in the whole country“ verlieren, falls die Straße nicht bis Dienstagabend geöffnet werde. Für Montag, den 6. April, um 13:00 Uhr ET ist eine Pressekonferenz Trumps im Oval Office angesetzt.
Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus ist eine entscheidende Schifffahrtsroute für die weltweiten Öl- und Gaslieferungen. Iran hat die Meerenge seit Beginn der Angriffe vor etwa fünf Wochen effektiv geschlossen. Etwa 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung passieren jährlich die Straße von Hormus.
Die Internationale Energieagentur in Paris bezeichnete Irans Blockade als den „größten Energieschock in der Geschichte“. Diese Entwicklung hat die politischen Spannungen erhöht und den Druck auf Präsident Trump verstärkt, den von ihm begonnenen Konflikt zu beenden.
Wirtschaftliche Auswirkungen und globale Märkte
Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus hat die Ölpreise stark ansteigen lassen. Am Sonntag erreichte US-Rohöl einen Preis von über 114 US-Dollar pro Barrel. Auch die Benzinpreise in den USA sind betroffen und überschritten laut AAA-Daten erstmals seit 2022 die Marke von 4 US-Dollar pro Gallone, was einem Anstieg von etwa 25 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht.
Die Finanzmärkte reagierten ebenfalls auf die Eskalation. Die Aktienfutures fielen am Sonntag, nachdem sie in der Vorwoche noch Gewinne verzeichnet hatten, die auf Hoffnungen einer Deeskalation beruhten. Der Konflikt im Nahen Osten, der sich nun in der sechsten Woche befindet, trägt weiterhin zur Volatilität an den globalen Märkten bei.
Rettungsaktion und Irans Reaktion
Am Wochenende wurde ein vermisster US-Soldat, ein „highly respected Colonel“, nach dem Abschuss eines amerikanischen F-15E Strike Eagle Kampfjets über Iran gerettet. Trump bezeichnete die „high-risk mission deep inside Iran“ als „Easter Miracle“ und betonte, eine solche Rettung habe es in feindlichem Gebiet noch nie gegeben. Die waghalsige Operation am Samstagabend umfasste Hunderte von US-Soldaten und eine Täuschungskampagne der CIA.
Iran hat unterdessen keine Anzeichen eines Einlenkens gezeigt und seine Angriffe auf Wirtschafts- und Infrastrukturziele in benachbarten Golfstaaten fortgesetzt. Dazu gehören Drohnen- und Raketenangriffe auf petrochemische Anlagen in Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Revolutionsgarden meldeten zudem einen Treffer auf ein israelisch-verbundenes Schiff im Hafen von Jebel Ali in Dubai. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf verurteilte Trumps Drohungen und warf ihm vor, den Befehlen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu zu folgen. Qalibaf postete auf X: „Your reckless moves are dragging the United States into a living HELL for every single family, and our whole region is going to burn because you insist on following Netanyahu’s commands.“
Blick auf die US-Geldpolitik: Fed-Vorsitz im Fokus
Neben den Entwicklungen im Nahen Osten werden die Märkte auch die bevorstehenden Ereignisse rund um die Federal Reserve aufmerksam verfolgen. Der Senatsbankenausschuss wird am 16. April eine Anhörung zur Nominierung des von Trump unterstützten Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve abhalten.
Diese Nominierung schreitet voran, obwohl eine separate strafrechtliche Untersuchung gegen die Fed noch läuft. Dies könnte zu einem potenziellen Konflikt zwischen den beiden parallelen Prozessen führen, die von der Trump-Administration in Gang gesetzt wurden.