
Trumps Wirtschaftspolitik vor den Midterms: Unsicherheit trotz Milliardenzusagen
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Präsident Donald Trump hat sich unsicher gezeigt, ob seine Wirtschaftspolitik den Republikanern bei den Midterm-Wahlen 2026 zum Erfolg verhelfen wird. Trotz umfangreicher Investitionszusagen, die er seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gesichert hat, bleibt der Zeitpunkt der Wirkung unklar.
Trumps Skepsis vor den Midterms 2026
In einem Interview mit dem Wall Street Journal äußerte sich Präsident Trump zu den bevorstehenden Wahlen. Auf die Frage, ob die Republikaner die Kontrolle über das Repräsentantenhaus verlieren könnten, antwortete er: „Ich kann es Ihnen nicht sagen. Ich weiß nicht, wann all dieses Geld zum Tragen kommen wird.“ Prognosen zufolge könnte dies im zweiten Quartal der Fall sein.
Trump hatte zuvor von Investitionen in Höhe von bis zu 21 Billionen US-Dollar gesprochen, die in die USA fließen sollen. Aktuelle Zusagen erreichen diese Größenordnung jedoch nicht.
Massive Investitionszusagen und Lieferketten-Diversifizierung
Dennoch wurden unter Trumps Handelsabkommen bedeutende Investitionen zugesagt. Die Europäische Union hat 600 Milliarden US-Dollar versprochen, Japan 550 Milliarden US-Dollar und Südkorea 350 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich hat Saudi-Arabien 1 Billion US-Dollar zugesagt.
Unternehmen haben ebenfalls Pläne für Investitionen in Milliardenhöhe angekündigt, wobei ein Teil davon bereits während der Biden-Administration geplant war. Die Unternehmen betonen die Notwendigkeit, Lieferketten durch mehr heimische Produktion zu diversifizieren. Apple beispielsweise verspricht, dass seine 600 Milliarden US-Dollar Zusage zum Bau von US-Fabriken einen „Dominoeffekt“ auslösen und die Fertigung im ganzen Land ankurbeln wird.
Wirtschaftliche Impulse und die Herausforderung der Erschwinglichkeit
Die Wall Street erwartet, dass Trumps Steuersenkungen aus seinem "One Big Beautiful Bill Act" der Wirtschaft im nächsten Jahr einen erheblichen fiskalischen Impuls verleihen und das BIP-Wachstum potenziell beschleunigen könnten. Dies fällt in eine Zeit, in der Wähler bei den Off-Year-Wahlen im letzten Monat deutlich gemacht haben, dass die Erschwinglichkeit ihre oberste Priorität ist.
Obwohl die Inflation von ihrem Höchststand im Jahr 2022 abgekühlt ist, sind die Preise im Vergleich zum Vorkrisenniveau stark gestiegen. Verbraucher protestieren gegen höhere Versicherungs-, Strom- und Lebensmittelrechnungen. Selbst die meisten Trump-Wähler empfinden die Lebenshaltungskosten als schlecht.
Trumps Lösungsansätze und Tarifpolitik
Trump hat das Thema Erschwinglichkeit als demokratischen „Hoax“ abgetan und besteht darauf, dass die Preise gesunken sind. Er versprach dem Journal, die Preise zu senken: „Ich denke, wenn wir über die Wahl sprechen müssen, was in ein paar Monaten der Fall sein wird, sind unsere Preise in guter Verfassung.“
Er fügte hinzu: „Ich habe die größte Wirtschaft der Geschichte geschaffen. Aber es kann eine Weile dauern, bis die Leute all diese Dinge verstehen. All dieses Geld, das in unser Land strömt, baut gerade Dinge auf – Autofabriken, KI, vieles mehr. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sich das auf den Wähler auswirken wird, alles, was ich tun kann, ist meine Arbeit zu machen.“ Trump hat einige Ideen zur Entlastung der Wähler in Bezug auf die Erschwinglichkeit ins Spiel gebracht:
- Eine 50-jährige Hypothek zur Senkung der monatlichen Zahlungen.
- 2.000 US-Dollar „Dividenden“-Schecks.
- Druck auf die Federal Reserve zur Senkung der Zinsen, obwohl dies die Inflation verschärfen könnte.
- Rücknahme von Zöllen auf einige Lebensmittelimporte.
Im Interview mit dem Journal äußerte sich Trump nicht dazu, ob er Zölle auf andere Waren senken würde. Er warnte auch, dass seine Alternativen nicht so „wendig, nicht so schnell“ wären, falls der Oberste Gerichtshof seine globalen Zölle aufheben sollte. „Ich kann andere Dinge tun, aber es ist nicht so schnell. Es ist nicht so gut für die nationale Sicherheit“, so Trump.