Trumps Zölle, Dimons Ambitionen & Costcos Aufschwung: Die Wirtschaftswoche

Trumps Zölle, Dimons Ambitionen & Costcos Aufschwung: Die Wirtschaftswoche

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Die vergangene Woche hielt eine Reihe bedeutender wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen bereit. Von der potenziellen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Trumps Zöllen über Jamie Dimons politische Ambitionen bis hin zu geopolitischen Spannungen und starken Unternehmenszahlen – die Finanzwelt blickte auf diverse Schlagzeilen.

Gerichtliche Entscheidung zu Trumps Zöllen: Eine mögliche Wende

Der Oberste Gerichtshof der USA hat seine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle vertagt. Diese Verzögerung könnte laut JPMorgan-Analysten Amy Ho und Joyce Chang ein Zeichen für ein potenzielles positives Ergebnis für die Trump-Administration sein, obwohl Rechtsexperten zuvor eine andere Einschätzung hatten. Die Entscheidung betrifft unter anderem Unternehmen wie Costco Wholesale Corp. (NASDAQ:COST).

Jamie Dimon: Kein Fed-Chef, aber offen für das Finanzministerium

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase & Co. (NYSE:JPM), hat eine mögliche Rolle als Vorsitzender der Federal Reserve in naher Zukunft kategorisch ausgeschlossen. Er zeigte sich jedoch offen für das Amt des Finanzministers, sollte der Präsident ihn darum bitten.

Trumps Wirtschaftspolitik und die Fed: Ein Spannungsfeld

Kevin Hassett, Direktor des National Economic Council, verteidigte die Stärke der US-Wirtschaft unter Präsident Donald Trump. Er führte den Aufschwung auf Trumps Politik zurück, trotz der straffen Geldpolitik der Federal Reserve, die er als die "höchsten Zinssätze auf der Erde" bezeichnete.

Warnungen vor Hyperinflation durch politische Einmischung

Ökonom Justin Wolfers kritisierte die jüngsten Drohungen der Trump-Administration gegen die Federal Reserve, die eine "strafrechtliche Anklage" wegen eines Renovierungsprojekts der Fed-Zentrale umfassten. Wolfers warnte, dass solche autoritären Taktiken zu "Hyperinflation" führen könnten, und zog Vergleiche zu Ländern wie Argentinien, Russland und Venezuela.

Peter Thiel engagiert sich gegen kalifornische Vermögenssteuer

Der Risikokapitalgeber und Palantir (NASDAQ:PLTR)-Vorsitzende Peter Thiel hat 3 Millionen US-Dollar an ein Komitee gespendet, das sich gegen die vorgeschlagene Vermögenssteuer in Kalifornien wendet. Diese Initiative, die von einer staatlichen Gesundheitsgewerkschaft eingebracht wurde, zielt darauf ab, kalifornische Einwohner mit einem Vermögen von über 1 Milliarde US-Dollar mit 5 % ihrer Vermögenswerte zu besteuern, um Kürzungen im staatlichen Gesundheitssystem auszugleichen.

Geopolitische Entwicklungen: Venezuela und Grönland

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela spitzten sich zu:

  • Am 3. Januar 2026 nahmen US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores in Caracas fest. Sie wurden nach New York gebracht, um sich wegen Drogen-Terrorismus-Vorwürfen vor einem Bundesgericht zu verantworten. Maduro plädierte am 5. Januar auf nicht schuldig.
  • Die USA beschlagnahmten im letzten Monat mehrere Öltanker im Rahmen einer von Präsident Trump am 17. Dezember 2025 verhängten "Blockade aller sanktionierten Öltanker, die nach und aus Venezuela fahren".
  • Nach Maduros Festnahme kündigte Präsident Trump an, dass die Vereinigten Staaten die Öllreserven Venezuelas auf unbestimmte Zeit kontrollieren würden, um die Ölindustrie und Infrastruktur wiederaufzubauen und dem amerikanischen Volk zugutezukommen. Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Trump-Administration werde das zum Verkauf stehende Öl bald "entsanktionieren".

Präsident Trump erneuerte zudem seinen Aufruf zur Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten als "nationale Sicherheitspriorität". Das Weiße Haus erklärte, es würden "eine Reihe von Optionen zur Verfolgung dieses wichtigen außenpolitischen Ziels" diskutiert, wobei der Einsatz des US-Militärs "immer eine Option im Ermessen des Oberbefehlshabers" sei.

Costco Wholesale: Starke Verkaufszahlen und Aktienentwicklung

Die Aktie von Costco Wholesale (NASDAQ:COST) verzeichnete einen Anstieg, nachdem das Unternehmen starke Verkaufszahlen für Dezember bekannt gab. Die Aktien stiegen am Donnerstag um rund 5 % und erreichten damit Niveaus, die zuletzt vor etwa einem Monat gesehen wurden.

  • Die Gesamtumsätze stiegen im Dezember im Jahresvergleich um 8,5 %.
  • Die flächenbereinigten Umsätze (Same-Store Sales) erhöhten sich um 7 %.
  • Besonders gut entwickelten sich die Kategorien Bäckerei, Fleisch und Süßwaren im Lebensmittelbereich sowie Schmuck, Reifen und Kleingeräte.

Analysten von William Blair äußerten sich optimistisch und sehen in den Zahlen einen dringend benötigten Schub für die Aktie, die in den letzten sechs Monaten um etwa 10 % gefallen war. Die Aktie von Costco ist nun wieder auf dem Niveau der letzten 12 Monate. Die Erwartungen für das flächenbereinigte Umsatzwachstum lagen bei 3 % bis 5 %, was das Unternehmen übertraf.

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