Uber-Bug führt zu niedrigeren Fahrerauszahlungen: Was Gig-Worker berichten

Uber-Bug führt zu niedrigeren Fahrerauszahlungen: Was Gig-Worker berichten

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Uber-Fahrer haben in den letzten Wochen berichtet, dass sie für dieselben Fahrten unterschiedliche, oft niedrigere Auszahlungsangebote erhalten haben. Das Unternehmen hat nun bestätigt, dass ein Softwarefehler für diese Preisdiskrepanzen verantwortlich ist, die sich insbesondere bei der Funktion "Trip Radar" zeigten.

Uber-Fahrer berichten von Preisdiskrepanzen

Die Funktion "Trip Radar", die Uber vor vier Jahren eingeführt hat, ermöglicht es mehreren Fahrern gleichzeitig, ein Fahrtangebot zu sehen und anzunehmen, oft während sie eine andere Fahrt beenden. Es ist üblich, dass Fahrer eine Fahrt annehmen, diese aber nicht erhalten, weil ein anderer Fahrer schneller war. In den letzten Monaten berichteten jedoch drei Fahrer gegenüber Business Insider, dass sie ein Folgeangebot für dieselbe Fahrt mit derselben Route, aber zu einem niedrigeren Preis erhielten.

Ein Fahrer postete auf X Screenshots eines solchen Vorfalls: Ein Uber-Angebot für eine Fahrt von knapp sechs Meilen sank von ursprünglich 12,53 US-Dollar auf 11,60 US-Dollar im zweiten Angebot. Ein weiteres Beispiel zeigte eine Auszahlung von 11,45 US-Dollar für eine 5,5-Meilen-Fahrt, die nach Annahme nicht mehr verfügbar war, nur um kurz darauf für 8,84 US-Dollar erneut angeboten zu werden. Ein Uber-Fahrer aus Massachusetts bestätigte, dass er solche doppelten Angebote im letzten Monat erhalten und einige davon angenommen hatte, wobei die Auszahlung stets niedriger war.

Uber bestätigt "Bug" und kündigt Korrekturen an

Am 7. Februar reagierte Sachin Kansal, Chief Product Officer von Uber, auf den Post des Fahrers auf X und bezeichnete die Erfahrung als "nicht fair oder akzeptabel". Er erklärte: "Es ist nicht beabsichtigt – wir haben einen Bug identifiziert, der einige Fahrpreisdiskrepanzen verursacht, z.B. wenn ein Fahrgast storniert und dann schnell dieselbe Fahrt erneut anfordert."

Ein Uber-Sprecher bestätigte die Details von Kansals Beitrag und fügte hinzu: "Wir haben bereits damit begonnen, Korrekturen einzuführen, die verhindern, dass fast identische Fahrten wie diese für denselben Fahrer neu bepreist werden." Das Unternehmen werde die Fahrpreisangebote weiterhin genau überwachen.

Auswirkungen auf Gig-Worker und die Bedeutung kleiner Beträge

Obwohl der Unterschied zwischen den Angeboten oft nur ein oder zwei Dollar beträgt, betonen Gig-Worker, dass sich diese Lücke summieren kann, insbesondere da viele in den letzten Jahren einen Rückgang ihrer Bezahlung erlebt haben. Sergio Avedian, Uber-Fahrer und Senior Contributor des Gig-Fahrer-Blogs "The Rideshare Guy", weist darauf hin, dass Fahrer bei "Trip Radar" oft nur 10 Sekunden Zeit haben, ein Angebot anzunehmen, was eine gründliche Prüfung erschwert.

Avedian sieht Kansals öffentliche Antwort als seltenes Zeichen dafür, dass Uber das Problem ernst nimmt, zumal der Nutzer in einem seiner Posts auch Regierungsbehörden markiert hatte. Er merkt an, dass selbst wenn der Bug nur einen kleinen Teil der Millionen täglichen Fahrten betrifft, sich die "Pennies" zu großen Summen addieren können.

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