
Uber CEO sieht Robotaxis als Billionen-Markt mit Asien als Wachstumsmotor
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Uber-CEO Dara Khosrowshahi schätzt den Markt für Robotaxis auf über eine Billion US-Dollar und erwartet, dass Asien die treibende Kraft hinter der Expansion autonomer Fahrdienste sein wird. Das Unternehmen bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg dieser Technologie vor und plant, bis Ende 2026 in über zehn Märkten präsent zu sein.
Robotaxis: Ein Marktpotenzial von über einer Billion US-Dollar
Dara Khosrowshahi äußerte in einem Bloomberg Television-Interview, dass Robotaxis eine "trillion-dollar-plus"-Chance darstellen. Diese Einschätzung unterstreicht das enorme Potenzial, das Uber in der autonomen Mobilität sieht. Bereits 2023 prognostizierte McKinsey, dass der Shared-Mobility-Markt bis 2030 ein Volumen von 1 Billion US-Dollar erreichen könnte, sofern Robotaxis und Roboshuttles erfolgreich skaliert werden.
Asien als Wachstumsmotor für autonome Fahrdienste
Khosrowshahi betont die Bedeutung der Asien-Pazifik-Region für Ubers Robotaxi-Strategie. Er erwartet, dass Uber bis Ende 2026 in über zehn Märkten mit autonomen Fahrzeugen aktiv sein wird, wobei ein Fokus auf Asien liegt. Aktuell bietet Uber bereits selbstfahrende Fahrzeuge in den USA und im Nahen Osten an.
Besonderes Potenzial sieht der Uber-CEO in Japan. Trotz regulatorischer Herausforderungen besteht dort aufgrund einer alternden Bevölkerung ein hoher Bedarf an Transportlösungen, sowohl in Großstädten als auch in ländlichen Gebieten. Auch Hongkong und Australien werden als wichtige potenzielle Märkte für Robotaxi-Dienste genannt.
Ubers Strategie und Partnerschaften
Uber setzt auf ein breites Netzwerk von Partnern, um den Zugang zu autonomer Technologie zu sichern. Das Unternehmen arbeitet nach Angaben von Khosrowshahi mit über 20 Partnern im Bereich autonomer Fahrzeuge zusammen. Dazu gehören namhafte Unternehmen wie Baidu, WeRide und Pony.ai aus China sowie Waymo in den USA.
Diese Kooperationen sollen sicherstellen, dass Uber Zugang zu autonomen Technologien in den "großen Städten und Märkten, die wirklich zählen", hat. Khosrowshahi ist der Ansicht, dass autonomes Fahren kein "Winner-take-all"-Geschäft sein wird, da viele Akteure das Ziel erreichen werden. Dabei betont er die Wichtigkeit, mit sicheren Partnern zusammenzuarbeiten und konstruktiv mit Regulierungsbehörden zu agieren.
Hype versus Realität: Herausforderungen auf dem Weg zur Profitabilität
Die Begeisterung für Robotaxis ist groß. Uber selbst sieht bereits positive Anzeichen: In Märkten wie Austin und Atlanta, wo Uber mit Waymo zusammenarbeitet, wachsen die Robotaxi-Dienste schneller als andere US-Märkte. Auch Tesla-CEO Elon Musk hat wiederholt die Bedeutung von Robotaxis für das Wachstum seines Unternehmens hervorgehoben, obwohl seine Prognosen bezüglich der Anzahl selbstfahrender Autos in der Vergangenheit nicht immer eintrafen.
Trotz des Optimismus bleiben die Herausforderungen erheblich. Analysten von HSBC warnten im Juli, dass der Robotaxi-Markt "weit überschätzt" worden sein könnte und es Jahre dauern könnte, bis Flotten tatsächlich profitabel werden. Die Kosten für autonome Fahrzeuge sind hoch; Schätzungen zufolge kostet ein Waymo-Fahrzeug etwa 150.000 US-Dollar in der Produktion. Diese hohen Kosten haben bereits einige Unternehmen, darunter Ford und General Motors, aus dem Robotaxi-Markt gedrängt. Selbst die fortschrittlichsten Akteure verbrennen weiterhin Kapital: Alphabets "Other Bets"-Sparte, zu der Waymo gehört, verzeichnete im dritten Quartal einen Verlust von 1,42 Milliarden US-Dollar.