Ubers Robotaxi-Offensive: Milliarden-Investitionen in Japan und Asien

Ubers Robotaxi-Offensive: Milliarden-Investitionen in Japan und Asien

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Uber-CEO Dara Khosrowshahi sieht in Robotaxis eine "Billionen-Dollar-Chance" und forciert die globale Expansion autonomer Fahrdienste, insbesondere in Asien. Japan, mit seinem großen Taximarkt und einer alternden Bevölkerung, wird dabei als Schlüsselmarkt identifiziert. Das Unternehmen plant, bis Ende 2026 in über zehn Märkten autonome Fahrdienste anzubieten.

Asien im Fokus der autonomen Mobilität

Der globale Vorstoß hin zu fahrerlosen Fahrten beschleunigt sich, da Unternehmen neue Märkte erschließen wollen, in denen autonome Flotten skaliert werden können. Diese Entwicklung ist von hohen Investitionen, uneinheitlichen Vorschriften und steigenden Produktionskosten geprägt. Dennoch rückt Asien ins Zentrum von Ubers Expansionsstrategie, wobei CEO Dara Khosrowshahi die Region als treibende Kraft für die nächste Phase des autonomen Wachstums hervorhebt. Er prognostiziert eine "Billionen-Dollar-plus"-Chance für Robotaxis, angetrieben durch dichte urbane Zentren, eine wachsende Nachfrage nach effizienter Mobilität und progressive regulatorische Rahmenbedingungen.

Japan: Ein Markt mit "großem Potenzial"

Japan wird von Uber-CEO Khosrowshahi als Markt mit "großem Potenzial" für Robotaxis bezeichnet. Er beschreibt Japan als "den größten Taximarkt der Welt". Die alternde Bevölkerung des Landes schafft eine langfristige Herausforderung im Transportwesen, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo Mobilitätsoptionen begrenzt sind. Traditionelle Taxidienste in Japan stehen zudem unter Druck durch Arbeitskräftemangel und demografische Veränderungen.

Uber plant, in den nächsten fünf Jahren über 2 Milliarden US-Dollar in Japan zu investieren, um Ride-Hailing- und Lieferdienste zu verbessern und fortschrittliche KI-Technologien zu integrieren. Obwohl Uber in Japan historisch hinter lokalen Wettbewerbern wie JapanTaxi zurücklag, soll dieser Kapitaleinsatz die Dynamik verändern. Jüngste Integrationen, wie die Verknüpfung von Uber Eats mit dem Rakuten-Ökosystem, stärken Ubers Position und ebnen den Weg für zukünftige Robotaxi-Integrationen, etwa für die letzte Meile bei Lieferungen.

Strategische Partnerschaften statt Eigenentwicklung

Ubers Strategie im autonomen Sektor konzentriert sich auf Partnerschaften mit Unternehmen, die autonome Fahrsysteme entwickeln, anstatt eigene Fahrzeuge zu bauen. Khosrowshahi betonte, dass Uber weltweit mit über 20 autonomen und Mobilitätspartnern zusammenarbeitet. Dazu gehören Baidu Inc., WeRide und Pony.ai in China sowie Waymo in den USA. Diese Kooperationen ermöglichen es Uber, verschiedene selbstfahrende Plattformen in seinen Marktplatz zu integrieren, sobald Städte die kommerzielle Nutzung erlauben.

Der CEO geht davon aus, dass der autonome Sektor nicht von einem einzigen Unternehmen dominiert werden wird, da mehrere Firmen gleichzeitig ähnliche Technologien vorantreiben. Ubers Ansatz besteht darin, mehrere Systeme zu unterstützen und eng mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, was als entscheidend für die Erweiterung autonomer Flotten angesehen wird. Analysten schätzen, dass die Baukosten für ein autonomes Fahrzeug etwa 150.000 US-Dollar betragen können.

Hohe Investitionen und globale Expansion

Uber hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2026 in mehr als zehn Märkten Robotaxi-Dienste anzubieten. Neben Japan werden auch Hongkong und Australien als wichtige Zielmärkte genannt, sobald die regulatorischen Bedingungen dies zulassen. Starke Infrastruktur und große Nutzerbasen sind dabei entscheidende Faktoren für die Skalierung autonomer Dienste.

Bereits jetzt zeigen Ubers bestehende Robotaxi-Märkte in Austin und Atlanta, die mit Waymo betrieben werden, ein schnelleres Wachstum als andere US-Märkte. Auch außerhalb Japans schreitet die Expansion voran: In Abu Dhabi hat Uber im November 2025 vollständig autonome Robotaxis eingeführt, was den vierten Markt für solche Angebote darstellt. Morgan Stanley prognostizierte im August, dass Level-4-Robotaxis bis 2030 etwa 8 % der Ride-Hailing-Flotte in China ausmachen könnten, während McKinsey den Markt für geteilte autonome Mobilität bis 2030 auf 1 Billion US-Dollar schätzt, sofern Robotaxis erfolgreich skaliert werden.

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