Überhöhte Kfz-Steuer: Virginia-Fahrer warnt vor unrealistischen Fahrzeugbewertungen

Überhöhte Kfz-Steuer: Virginia-Fahrer warnt vor unrealistischen Fahrzeugbewertungen

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Wenn die jährliche Kfz-Steuerabrechnung ins Haus flattert und das eigene, in die Jahre gekommene Fahrzeug plötzlich an Wert gewonnen zu haben scheint, ist die Verwirrung oft groß. Stephen Martin, ein Fahrzeughalter aus Amherst County, Virginia, kennt dieses Gefühl nur zu gut. Er warnt andere US-Fahrer vor unrealistischen Fahrzeugbewertungen, die zu überhöhten Steuerforderungen führen.

Überhöhte Fahrzeugbewertungen: Ein Fall aus Virginia

Stephen Martin ist überzeugt, dass seine Fahrzeuge – ein 2022er Toyota Sienna und ein 2016er Ford F-250 – vom Landkreis Amherst County deutlich überbewertet werden. Die Bewertungen für die Kfz-Steuer liegen seiner Meinung nach weit über dem, was er auf dem aktuellen Gebrauchtwagenmarkt erzielen könnte. Er befürchtet, dass er mit diesem Problem nicht allein ist und viele andere Fahrzeughalter in Virginia ähnliche Erfahrungen machen.

Die Diskrepanz zwischen Steuer und Marktwert

Der Landkreis bewertete Martins 3,5 Jahre alten Toyota Sienna mit 42.200 US-Dollar. Dies ist nur wenige Tausend Dollar weniger, als er neu dafür bezahlt hatte. Ein Vergleich mit führenden Online-Bewertungsportalen wie Edmunds, TrueCar und Kelley Blue Book zeigte jedoch eine erhebliche Diskrepanz: Diese Plattformen schätzten den Wert des Minivans auf 30.000 bis 35.000 US-Dollar. Auch sein Ford F-250 wies eine ähnliche Abweichung auf.

Martin wies darauf hin, dass er bei seinen eigenen Online-Recherchen sogar den Zustand seiner Fahrzeuge als "perfekt" angegeben hatte, obwohl sie tatsächlich Dellen aufweisen. Dies untermauert seine Ansicht, dass das Bewertungssystem fehlerhaft ist. "Das ist Müll, hier stimmt etwas nicht. Etwas ist durcheinander", sagte Martin gegenüber ABC 13.

Warum die Zahlen nicht aufgehen: Wertverlust und Marktdaten

Die typische Wertentwicklung von Fahrzeugen spricht klar gegen die hohen Bewertungen. Laut BrokerLink verlieren Autos im ersten Jahr etwa 20 % ihres Wertes, im zweiten Jahr 15 % und im dritten Jahr weitere 12 %. Ein Fahrzeug, das neu 45.000 US-Dollar kostete, wäre demnach nach drei Jahren nur noch etwa 26.928 US-Dollar wert:

  • Jahr 1: 36.000 US-Dollar
  • Jahr 2: 30.600 US-Dollar
  • Jahr 3: 26.928 US-Dollar

Obwohl die Gebrauchtwagenpreise in den letzten Jahren gestiegen sind – iSeeCars stellte fest, dass ein typisches drei Jahre altes Gebrauchtfahrzeug heute bei etwa 32.635 US-Dollar liegt, rund 9.500 US-Dollar höher als 2019 – argumentiert Martin, dass sein Landkreis seine Fahrzeuge bewertet, als ob der Markt auf seinem absoluten Höhepunkt wäre. Der Wertverlust könnte heute sogar noch steiler ausfallen. Laut S&P Global Mobility liegt das Durchschnittsalter von Autos in den USA bei 12,8 Jahren, dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Alter, Kilometerstand, Zustand und Markttrends beeinflussen den Wiederverkaufswert, und für die meisten Fahrer sinken die Preise im Laufe der Zeit, anstatt sich dem ursprünglichen Kaufpreis anzunähern.

Auswirkungen für Fahrzeughalter

Die Situation von Stephen Martin verdeutlicht ein potenzielles Problem für viele Fahrzeughalter in Virginia. Wenn die lokalen Behörden Fahrzeuge über ihrem tatsächlichen Marktwert bewerten, führt dies zu ungerechtfertigt hohen Kfz-Steuerforderungen. Dies kann eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen, insbesondere in Zeiten, in denen die Lebenshaltungskosten ohnehin steigen. Fahrzeughalter sollten daher ihre Steuerbescheide genau prüfen und bei Zweifeln die Bewertungen mit unabhängigen Quellen abgleichen.

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