
Ukraine intensiviert Angriffe auf Russlands Militär- und Energieinfrastruktur
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Ukrainische Streitkräfte haben in einer Reihe koordinierter Angriffe wichtige russische Infrastrukturziele getroffen, darunter Ölterminals, Pipelines, Kampfflugzeuge und Schiffe. Diese Operationen erstreckten sich über russisches Territorium und die besetzte Krim und zielen darauf ab, die russische Kriegsführung zu stören und die militärische Stärke Russlands zu untergraben. Die Angriffe umfassen auch Aktionen von Spezialkräften im Kaspischen Meer gegen Patrouillenschiffe und Ölplattformen.
Umfassende Angriffe auf russische Infrastruktur
Ukrainische Streitkräfte haben am Montag eine Reihe von Angriffen auf russischem Boden durchgeführt, die ein Ölterminal, eine Pipeline, zwei geparkte Kampfflugzeuge und zwei Schiffe trafen. Diese Operationen sind Teil einer anhaltenden Kampagne, die darauf abzielt, die russischen Kriegsanstrengungen zu behindern und hinter der Frontlinie Unsicherheit zu säen. Die Angriffe sollen auch Präsident Wladimir Putins Versuch untergraben, Russland in den von den USA geführten Friedensbemühungen aus einer Position militärischer Stärke darzustellen.
Ein weiterer Vorfall am Montag war die Tötung eines hochrangigen russischen Generals durch eine Autobombe in Moskau, wobei Ermittler die Ukraine dahinter vermuten. Dies könnte ein weiteres Beispiel für Kiews Strategie sein, Überraschungsziele auszuwählen.
Ziele: Energie, Militär und Logistik
Die ukrainischen Streitkräfte trafen laut dem Generalstab der Ukraine am Montag das Ölterminal Tamanneftegaz, ein Munitionsdepot und eine Startrampe für Angriffs-Drohnen sowohl auf russischem als auch auf russisch besetztem ukrainischem Gebiet. In der südlichen Region Krasnodar wurden eine Pipeline, zwei Docks und zwei Schiffe beschädigt, was zu einem Großbrand führte. Die Art der verwendeten Waffen wurde nicht näher spezifiziert.
Eine ukrainische Rakete traf zudem eine temporäre Basis der russischen 92. Flussbootbrigade in Oleniwka auf der besetzten Krimhalbinsel. Ein separates Ziel war ein Munitionsdepot in einem russisch kontrollierten Teil der Region Donezk, um den russischen Vormarsch dort zu verlangsamen. Auch eine russische Startrampe für Angriffs-Drohnen wurde getroffen.
Ukrainische Partisanen setzten am Sonntagabend bei einer Operation auf einem Stützpunkt nahe Lipetsk, einer Stadt in Westrussland, zwei russische Kampfflugzeuge in Brand, wie der ukrainische Militärgeheimdienst mitteilte. Zudem wurde eine der größten Ölraffinerien Wladimir Putins in Jaroslawl in Brand gesetzt, die als wichtige Treibstoffquelle für Moskau sowie russische Militär- und Strafverfolgungsbehörden dient. Diese Raffinerie hat eine Kapazität von über 15 Millionen Tonnen Öl jährlich, und Augenzeugen berichteten von mehreren massiven Explosionen.
Operationen im Kaspischen Meer
Die ukrainischen Spezialoperationskräfte (SOF) haben bestätigt, dass sie in der Nacht des 19. Dezember erfolgreich ein russisches Patrouillenschiff und eine Offshore-Ölplattform im Kaspischen Meer angegriffen haben. Das russische Schiff, ein Patrouillenschiff der Klasse Projekt 22460 „Okhotnik“, wurde von mehreren Drohnen getroffen. Diese Schiffe sind für die maritime Grenzsicherung, Patrouillen und die Kontrolle von Seeaktivitäten konzipiert.
Zusätzlich trafen die SOF-Drohnen die Ölbohrplattform Filanovsky, die Teil eines großen Öl- und Gasfeldes des russischen Unternehmens Lukoil ist. Diese Plattform spielt eine Schlüsselrolle bei der Produktion und dem Export von Öl und Gas, was für Russlands Wirtschaft und Kriegsfinanzierung von entscheidender Bedeutung ist. Die anfänglichen Reserven der Plattform werden auf 129 Millionen Tonnen Öl und 30 Milliarden Kubikmeter Gas geschätzt. Das Ausmaß des Schadens und die zukünftige Betriebskapazität werden noch bewertet. Die SOF erklärten, dass sie weiterhin asymmetrische Maßnahmen ergreifen, um Russlands militärische Aggression zu stoppen.
Russische Gegenreaktionen und zivile Auswirkungen
Das russische Verteidigungsministerium gab an, in der Nacht 41 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben, drei davon über der Region Krasnodar. Währenddessen setzten die russischen Streitkräfte ihre Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor fort, um die Zivilbevölkerung im kalten Winter von Wärme und fließendem Wasser abzuschneiden. Die Ukraine bezeichnet diese Taktik als „Weaponizing Winter“.
In der Nacht wurden Energieinfrastrukturen in fünf Regionen angegriffen, so das ukrainische Energieministerium. Russland griff die Ukraine in der Nacht mit 86 Drohnen unterschiedlichen Typs an, von denen die ukrainischen Streitkräfte 58 stoppen konnten. Bei einem Vorfall in Twer wurde ein abgeschossener ukrainischer Drohne, die in ein Wohngebäude stürzte, sieben Personen, darunter ein Kind, verletzt.
Politische Dimension der Eskalation
Die jüngsten Angriffe erfolgen in einer Zeit, in der die militärischen Auseinandersetzungen an Intensität zunehmen. Die ukrainischen Truppen sind zahlenmäßig unterlegen und bemühen sich, die größere russische Armee nach fast vier Jahren Krieg zurückzuhalten.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu den Friedensbemühungen und machte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für das Scheitern seines Friedensplans verantwortlich. Trump erklärte: „Ich dachte, wir wären mit Russland einem Abkommen sehr nahe“, und fügte hinzu: „Ich dachte, wir wären mit der Ukraine einem Abkommen sehr nahe.“ Er merkte an: „Tatsächlich, abgesehen von Präsident Selenskyj, liebten seine Leute das Konzept des Abkommens.“