
Ukrainische Bodenroboter starten unjambare Faseroptik-Drohnen für mehr Sicherheit
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Ein ukrainisches Rüstungsunternehmen hat eine innovative Lösung entwickelt, um Drohneneinsätze an der Front sicherer zu gestalten. Ratel Robotics hat seine Bodenroboter so modifiziert, dass sie faseroptische Drohnen starten können, wodurch menschliche Bediener aus der Gefahrenzone gehalten werden. Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in der Evolution unbemannter Militärtechnologie.
Innovation an der Front: Bodenroboter als Drohnen-Startrampen
Ratel Robotics hat eines seiner Bodenrobotermodelle, den Ratel H, angepasst, um faseroptische Drohnen zu transportieren und zu starten. Ein kürzlich veröffentlichtes Video zeigt den Ratel H mit einer geschützten Box, die sich öffnet und eine kleine Drohne freigibt, die über ein Glasfaserkabel verbunden ist. Das unbemannte Bodenfahrzeug fungiert dabei als mobile Startplattform.
Laut CEO Taras Ostapchuk wird der Bodenroboter zu einer Art "Basisstation" für bis zu vier Drohnen. Diese Innovation ermöglicht es, Drohnen näher an der Frontlinie in die Luft zu bringen, ohne die Bediener der Gefahr auszusetzen. Die Bediener können sich an einem sicheren Ort aufhalten und den Roboter sowie die Drohnen fernsteuern.
Ziel ist es, "alles so sicher wie möglich für alle Personen zu gestalten, die diese Mission ausführen", so Ostapchuk. Der Bodenroboter kann die Bediener an einem sicheren Ort absetzen und dann eigenständig weiter zur Front fahren, um die Drohnen zu starten.
Faseroptik-Drohnen: Unempfindlich gegen elektronische Kriegsführung
Faseroptik-Drohnen sind im aktuellen Konflikt von zentraler Bedeutung, da sie Signale über ein dünnes Kabel statt über Funkverbindungen empfangen. Dies macht sie unempfindlich gegenüber elektronischer Kriegsführung (EW), die andere Drohnen stören kann. Ihre Reichweite ist jedoch begrenzt, und das Kabel kann durchtrennt oder verhakt werden.
Es ist derzeit unklar, wie viele Systeme von Ratel Robotics für diese spezielle Mission angepasst wurden oder ob sie bereits im Einsatz sind. Das Konzept von Drohnenträgern ist nicht gänzlich neu; so setzen russische Streitkräfte beispielsweise mittelgroße Kampfdrohnen ein, um kleinere Drohnen wie von einem "Flugzeugträger" aus in den Kampf zu fliegen.
Wachsende Rolle unbemannter Bodensysteme
Obwohl Bodenroboter bisher nur einen kleinen Anteil der Drohneneinsätze in der Ukraine ausmachen, nimmt ihre Verbreitung stetig zu. Der neue ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov gab bekannt, dass die ukrainischen Streitkräfte im Januar über 7.000 Kampf- und Logistikmissionen mit Bodenrobotersystemen durchgeführt haben. Er betonte zudem, dass Produktion und Upgrades beschleunigt werden.
Die ukrainische Flotte von Bodenrobotern wird für eine Vielzahl von Missionen eingesetzt. Dazu gehören der Transport von Munition und Ausrüstung, die Evakuierung verwundeter Soldaten, das Verlegen und Räumen von Minen, das Beschießen russischer Stellungen sowie das Explodieren in der Nähe von Zielen.
Ratel H: Ein vielseitiges System
Der Ratel H, das von Ratel Robotics angepasste Modell, kann über 880 Pfund (ca. 400 kg) tragen und eine Strecke von mehr als 37 Meilen (ca. 60 km) zurücklegen. Das Unternehmen beschreibt den Roboter als vielseitig einsetzbar, fähig zum Transport von Fracht und zur Evakuierung verwundeter Soldaten. Darüber hinaus kann der Ratel H mit Waffen und Systemen zur elektronischen Kriegsführung ausgestattet werden.
Westliches Interesse und technologische Entwicklung
Der Westen beobachtet den Konflikt in der Ukraine genau, um Lehren für eine mögliche Auseinandersetzung mit Russland zu ziehen. Bodenroboter stehen dabei unter besonderer Beobachtung. Westliche Militärs verfügen zwar über ähnliche Systeme, jedoch nicht in diesem Umfang oder über so viele verschiedene Rollen hinweg. Ukrainische Unternehmen treiben die Technologie in diesem Bereich maßgeblich voran.