Ukrainische Drohnen treffen russische Ölplattformen im Kaspischen Meer mehrfach

Ukrainische Drohnen treffen russische Ölplattformen im Kaspischen Meer mehrfach

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Innerhalb weniger Tage haben ukrainische Drohnen russische Ölförderanlagen im Kaspischen Meer mehrfach getroffen. Diese Angriffe, die von einer Quelle des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) bestätigt wurden, zielten auf kritische Infrastruktur ab und führten zu Produktionsausfällen, was eine neue Phase in Kiews Kampagne gegen Russlands Energiesektor markiert.

Eskalation im Kaspischen Meer

Die jüngsten Berichte sprechen von drei Angriffen auf russische Ölplattformen im Kaspischen Meer innerhalb einer Woche. Eine Quelle des SBU, die anonym bleiben wollte, bestätigte, dass die Ukraine russische Ölanlagen in dieser Region ins Visier genommen hat. Diese Entwicklung stellt eine geografische Ausweitung der ukrainischen Tiefschläge dar, die zuvor hauptsächlich auf Raffinerien und Häfen an Land konzentriert waren.

Details der Angriffe

Der erste Angriff erfolgte am 11. Dezember, als Drohnen die Filanovsky-Ölproduktionsplattform trafen. Dies war das erste Mal, dass Kiew russische Ölinfrastruktur im Kaspischen Meer beschädigte. Am darauffolgenden Tag, dem 12. Dezember, wurden die Filanovsky-Plattform erneut sowie die Korchagin-Plattform getroffen. Die SBU-Quelle berichtete, dass diese Angriffe Schäden an beiden Anlagen verursachten und den Betrieb zum Erliegen brachten.

Der jüngste Angriff ereignete sich am 15. Dezember, als Drohnen eine Plattform im Korchagin-Öl- und Gaskondensatfeld trafen. Dieser Schlag beschädigte kritische Ausrüstung und zwang zur Einstellung der Produktion. Die betroffenen Plattformen gehören Lukoil-Nizhnevolzhskneft, einer Tochtergesellschaft des russischen Energieriesen Lukoil. Weder Lukoil noch das russische Verteidigungsministerium oder die US-Botschaft Russlands reagierten umgehend auf Anfragen zur Stellungnahme.

Strategische Bedeutung der Ziele

Die angegriffenen Felder sind von erheblicher Bedeutung für Russlands Energieproduktion. Das Filanovsky-Feld gilt als eines der größten entdeckten Offshore-Vorkommen Russlands mit geschätzten Reserven von 129 Millionen Tonnen Öl und 30 Milliarden Kubikmetern Gas. Das Korchagin-Feld, das etwa 180 Kilometer vor der Küste der russischen Region Astrachan liegt, hatte 2023 eine Ölproduktion von rund 7,33 Millionen Barrel (etwa 20.000 Barrel pro Tag) und eine Kapazität von 1 Milliarde Kubikmeter Gas pro Jahr.

Die Angriffe wurden vom Alpha Special Operations Center des SBU mit Langstreckendrohnen durchgeführt. Die SBU-Quelle betonte: „Kein russisches Objekt, das für den Krieg arbeitet, ist sicher, unabhängig von seinem Standort.“

Auswirkungen auf Russlands Energieeinnahmen

Die ukrainische Kampagne gegen den russischen Energiesektor zielt darauf ab, Moskau die kritischen Einnahmen zu entziehen, die zur Finanzierung des Krieges in der Ukraine verwendet werden. Die SBU-Quelle erklärte, dass die Behörde aktiv daran arbeitet, den Fluss von Petrodollars in Russlands Budget zu reduzieren. Ukrainische Beamte bezeichnen diese Tiefschlagkampagne als "Langstrecken-Sanktionen".

Kiew hat seine internationalen Partner wiederholt aufgefordert, mehr zu tun, um Russland am Export von Öl und der Generierung von Einnahmen zur Finanzierung seiner Invasion zu hindern. Die Ausweitung der Angriffe auf maritime Ziele, einschließlich der Kaspischen See, signalisiert eine Intensivierung dieser Strategie.

Kontext der Angriffe

Die Angriffe im Kaspischen Meer sind Teil einer breiteren Kampagne, die in den letzten Wochen über landgestützte Ziele hinausging. Kurz vor den drei Schlägen im Kaspischen Meer setzte die Ukraine beispielsweise Seegestützte Drohnen ein, um drei Tanker anzugreifen, die angeblich zur russischen "Schattenflotte" gehören. Diese Flotte besteht aus Hunderten von Schiffen, die Moskau nutzt, um Öl zu transportieren und Sanktionen gegen seine Energieexporte zu umgehen. Die Kampagne gegen den russischen Energiesektor wird von Kiew als Erfolg in einem Krieg betrachtet, in dem Moskaus Streitkräfte langsame, aber kostspielige Geländegewinne erzielen.