
Umfangreicher Rinderhackfleisch-Rückruf: E. coli-Gefahr in drei US-Staaten
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Bundesbehörden haben einen umfangreichen Rückruf von fast 23.000 Pfund rohem Rinderhackfleisch angeordnet, da eine potenzielle Kontamination mit E. coli O145 festgestellt wurde. Das von CS Beef Packers in Idaho produzierte Fleisch wurde an Gastronomiebetriebe in Kalifornien, Idaho und Oregon geliefert und birgt ein hohes Gesundheitsrisiko. Bislang wurden keine Krankheitsfälle gemeldet, doch die Behörden warnen eindringlich vor dem Verzehr.
Umfangreicher Rückruf wegen E. coli-Gefahr
Die US-Landwirtschaftsbehörde (USDA) hat einen Class-1-Rückruf für rund 22.912 Pfund (etwa 11 Tonnen) rohes Rinderhackfleisch bekannt gegeben. Dieser Rückruf, der am Mittwoch vom Food Safety and Inspection Service (FSIS) der USDA veröffentlicht wurde, warnt vor einem hohen Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Folgen oder sogar des Todes durch eine mögliche E. coli O145-Kontamination. Die betroffenen Produkte wurden am 14. Januar von CS Beef Packers LLC aus Kuna, Idaho, hergestellt.
Betroffene Produkte und Identifikation
Der Rückruf umfasst spezifische 10-Pfund-Zylinderpakete, sogenannte "Chubs", die für die Weiterverteilung an Gastronomiebetriebe bestimmt waren. Zu den betroffenen Artikeln gehören:
- "Beef, Course Ground, 73L" mit dem Case Code 18601.
- "Fire River Farms Classic Beef Fine Ground 73L" mit dem Case Code 19583.
- "Fire River Farms Classic Beef Fine Ground 81L" mit dem Case Code 19563.
Alle Produkte tragen ein "Use/Freeze By"-Datum vom 04. Februar 2026 und Zeitstempel zwischen 07:03 und 08:32 Uhr. Diese Angaben sind sowohl auf der Klarsichtverpackung des Fleisches als auch auf zwei Aufklebern an der Außenseite der Kartons zu finden. Zusätzlich ist die Betriebsnummer "EST. 630" im USDA-Inspektionszeichen auf den Kartons und der Verpackung aufgedruckt.
Vertrieb und Entdeckung der Kontamination
Das kontaminationsverdächtige Rinderhackfleisch wurde an Distributoren in Kalifornien, Idaho und Oregon versandt. Von dort aus war es für die weitere Verteilung an Gastronomiebetriebe wie Restaurants und Kantinen vorgesehen und nicht für den direkten Verkauf an Endverbraucher in Lebensmittelgeschäften. Die Problematik wurde während routinemäßiger Tests des FSIS bei einem nachgelagerten Kunden entdeckt, wobei die Proben das Vorhandensein von E. coli O145 zeigten. Bislang gibt es keine bestätigten Berichte über Krankheitsfälle im Zusammenhang mit dem zurückgerufenen Produkt.
Gesundheitsrisiken durch E. coli O145
Eine Infektion mit E. coli O145 kann typischerweise zwei bis acht Tage nach der Exposition Symptome hervorrufen, wobei der Durchschnitt bei drei bis vier Tagen liegt. Zu den häufigsten Anzeichen gehören schwere Magenkrämpfe, Durchfall, der oft blutig ist, und Erbrechen. In einigen Fällen kann auch Fieber auftreten. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen Stuhltest, und die Behandlung konzentriert sich auf eine intensive Rehydrierung und unterstützende Maßnahmen; die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb einer Woche.
In seltenen, aber ernsten Fällen können ältere Erwachsene, Kinder unter fünf Jahren und Personen mit geschwächtem Immunsystem eine potenziell lebensbedrohliche Nierenversagenkomplikation entwickeln, bekannt als hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS). Symptome von HUS umfassen leichtes Bluterguss, Blässe, verminderte Urinausscheidung, Fieber, Bauchschmerzen und extreme Müdigkeit. Etwa 5 bis 10 Prozent der mit E. coli Infizierten entwickeln HUS, das dauerhafte Schäden oder sogar den Tod verursachen kann.
Empfehlungen für Gastronomie und Verbraucher
Gastronomiebetriebe werden dringend aufgefordert, ihre Tiefkühltruhen zu überprüfen und keine der verdächtigen Produkte zu servieren. Diese Produkte sollten entsorgt oder an die Einkaufsstelle zurückgegeben werden. Obwohl das Produkt nicht für den direkten Einzelhandel bestimmt war, betonen die Behörden generell, dass Verbraucher Rinderhackfleisch immer auf eine Innentemperatur von 160 °F (etwa 71 °C) garen sollten, um schädliche Bakterien abzutöten. Wer Symptome einer E. coli-Infektion nach dem Verzehr von Rinderhackfleisch entwickelt hat, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen und den Arzt über die mögliche Exposition informieren.