US-Abgeordneter Seth Moulton verbietet Mitarbeitern Handel auf Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket

US-Abgeordneter Seth Moulton verbietet Mitarbeitern Handel auf Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket

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Der US-Abgeordnete Seth Moulton (D-Mass.) hat eine büroweite Richtlinie erlassen, die seinen Kongressmitarbeitern die Nutzung von Prediction-Market-Plattformen wie Kalshi und Polymarket untersagt. Diese Maßnahme, die als erste ihrer Art auf dem Capitol Hill gilt, zielt darauf ab, die Integrität der Regierungsarbeit zu wahren und potenziellen Insiderhandel zu unterbinden.

Moulton verbietet Mitarbeitern Nutzung von Prediction Markets

Die am Mittwoch, den 25. März 2026, bekannt gegebene Richtlinie verbietet allen Mitarbeitern von Congressman Moultons Büro, einschließlich Bezirks-, Gesetzgebungs-, Kommunikations- und Betriebsmitarbeitern, die Teilnahme an Prediction Markets. Sie dürfen keine Positionen auf politische, legislative, regulatorische oder geopolitische Ergebnisse handeln oder halten. Ebenso ist der Handel mit Informationen, die in offizieller Funktion erlangt wurden, untersagt.

Ein Sprecher Moultons bestätigte, dass diese Politik die erste ihrer Art auf dem Capitol Hill sei. Sie kommt inmitten einer Welle von Vorschlägen von Gesetzgebern, die Prediction Markets stärker regulieren wollen.

Die Begründung: Integrität und ethische Standards

Congressman Moulton äußerte sich klar zu den Gründen für das Verbot. Er erklärte: „Kongressmitarbeiter und die Abgeordneten, für die sie arbeiten, existieren, um den Wählern der Bezirke zu dienen, die sie vertreten, nicht um von den politischen Entscheidungen und Weltereignissen zu profitieren, auf die wir hier reagieren sollen.“ Er betonte weiter, dass sein Büro sich nicht an solchen Geschäften beteiligen werde, die „jedem Prinzip einer sauberen, ehrlichen Regierung, die für die Menschen arbeitet, zuwiderlaufen.“

Moulton forderte zudem alle gewählten amerikanischen Beamten auf, sich und ihre Teams an die höchsten ethischen Standards zu halten. Er sieht in der aktuellen Situation eine „perverse Anreizstruktur, die eine echte Bedrohung für die amerikanische Gesellschaft darstellt.“

Bedenken und Kritik an Prediction Markets

Prediction Markets ermöglichen es Nutzern, Wetten auf den Ausgang einer Vielzahl von Ereignissen zu platzieren – von Basketballspielen bis hin zu Oscar-Gewinnern. Diese Plattformen stehen jedoch zunehmend unter Beobachtung. Einige Bundesstaaten und Casinos argumentieren, dass Prediction Markets eine Gesetzeslücke für Glücksspiele bieten und staatlich reguliert werden sollten.

Gesetzgeber haben zudem Bedenken hinsichtlich des Potenzials für Insiderhandel auf diesen Märkten geäußert. Als Beispiele werden gut getimte Geschäfte im Zusammenhang mit Weltereignissen wie der Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und dem Krieg im Iran genannt. Moulton selbst ist Mitinitiator eines Gesetzes, das gewählten Amtsträgern den Abschluss von Prediction-Market-Wetten auf der Grundlage von Insiderinformationen verbieten würde.

Ein "Spielplatz für korrupte Insider"?

Moulton bezeichnete Prediction Markets als einen „Spielplatz für korrupte Insider, die Wetten auf Dinge wie Wahlergebnisse, Kriege und sogar den Tod von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens platzieren können.“ Diese scharfe Kritik unterstreicht seine Überzeugung, dass solche Plattformen die Integrität der politischen Prozesse gefährden. Das Verbot in seinem Büro ist ein direkter Schritt, um diese wahrgenommene Bedrohung einzudämmen und die ethischen Grundsätze seiner Arbeit zu stärken.

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