US-Aktien: Dow Jones fällt, Inflation und Angst prägen das Marktsentiment

US-Aktien: Dow Jones fällt, Inflation und Angst prägen das Marktsentiment

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Die US-Aktienmärkte beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten, wobei der Dow Jones Industrial Average über 250 Punkte nachgab. Ein Absturz des Konsumentenstimmungsindex der University of Michigan auf ein Rekordtief im April und eine hohe monatliche Inflationsrate im März belasteten das Anlegersentiment. Gleichzeitig verharrte der CNN Money Fear and Greed Index in der "Angst"-Zone.

US-Aktienmärkte im Rückwärtsgang

Am Freitag schlossen die US-Aktienmärkte überwiegend schwächer. Der Dow Jones verzeichnete einen Rückgang von rund 269 Punkten und beendete den Handel bei 47.916,57 Punkten. Der S&P 500 fiel um 0,11 Prozent auf 6.816,89 Punkte. Lediglich der Nasdaq Composite konnte sich dem Abwärtstrend entziehen und stieg um 0,35 Prozent auf 22.902,89 Punkte.

Die meisten Sektoren des S&P 500 schlossen im negativen Bereich. Dabei verzeichneten Gesundheits-, Finanz- und Basiskonsumgüteraktien die größten Verluste. Informationstechnologie- und Materialaktien trotzten dem allgemeinen Markttrend und beendeten die Sitzung mit Gewinnen.

Belastende Faktoren: Konsumentenstimmung und Inflation

Zwei wesentliche makroökonomische Daten trugen zur negativen Stimmung bei. Der Konsumentenstimmungsindex der University of Michigan stürzte im April auf ein Rekordtief ab. Dies deutet auf eine erhebliche Eintrübung der Verbraucherperspektiven hin.

Zudem lag die monatliche Inflationsrate im März bei 0,9 Prozent, was den höchsten monatlichen Anstieg seit Juni 2022 darstellt. Diese Inflationsdaten verstärken die Sorgen vor anhaltendem Preisdruck und möglichen geldpolitischen Reaktionen.

Das CNN Business Fear & Greed Index signalisiert "Angst"

Der CNN Money Fear and Greed Index zeigte am Freitag einen leichten Anstieg des allgemeinen Angstniveaus und verblieb in der "Angst"-Zone. Mit einem aktuellen Wert von 37,7 lag der Index nur geringfügig unter dem vorherigen Wert von 37,8.

Der Fear & Greed Index misst die aktuelle Marktstimmung und basiert auf der Annahme, dass höhere Angst Druck auf die Aktienkurse ausübt, während höhere Gier den gegenteiligen Effekt hat. Er wird aus sieben gleich gewichteten Indikatoren berechnet und reicht von 0 (maximale Angst) bis 100 (maximale Gier).

Geopolitische Spannungen und ihre Auswirkungen

Auch geopolitische Entwicklungen trugen zur Unsicherheit bei. Berichten zufolge schwor der ehemalige Präsident Trump, den Schiffsverkehr mit Bezug zum Iran in und aus der Straße von Hormus zu blockieren, nachdem die Friedensgespräche in Islamabad am Wochenende ohne Einigung blieben.

Diese Drohungen spiegeln die anhaltenden Spannungen in der Region wider, die bereits in der vergangenen Handelswoche die Ölpreise beeinflussten und zu einer erhöhten Volatilität an den Märkten führten.

Eine Woche der Achterbahnfahrt: Zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Die vergangene, verkürzte Handelswoche war von erheblichen Schwankungen geprägt. Der März schloss als das schlechteste Quartal für den S&P 500 seit 2022 ab, mit einem Rückgang von rund 7 Prozent für den Index und roten Zahlen für alle Mitglieder der "Magnificent Seven".

Nach einer Korrektur in der Vorwoche startete der Montag mit Ölpreisen über 100 Dollar pro Barrel und fragiler Stimmung. Am Dienstag sorgten Berichte über die Bereitschaft des iranischen Präsidenten Pezeshkian, den Krieg zu beenden, für eine explosionsartige Erleichterungsrallye: Der S&P 500 stieg um 2,91 Prozent, der Dow legte 1.125 Punkte zu und der Nasdaq Composite schoss um 3,83 Prozent in die Höhe – die beste Einzelsitzung seit Mai.

Am Mittwoch wurde der Optimismus jedoch gedämpft. Starke Wirtschaftsdaten wie die ADP-Beschäftigungszahlen, die mit 62.000 über den Erwartungen lagen, und ein Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,6 Prozent wurden von Inflationsdruck überschattet. Eine Ansprache von Präsident Trump, in der er zwar Waffenstillstandsgespräche bestätigte, aber auch mit harten Maßnahmen gegen den Iran drohte, ließ die Ölpreise wieder auf rund 106 Dollar steigen.

Der Donnerstag begann mit Verlusten, die einen Großteil der Mittwochs-Gewinne wieder zunichtemachten, bevor die Märkte nach Berichten über eine Iran-Oman-Koordination zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus wieder nahe an die Gewinnschwelle zurückkehrten. Der S&P 500 schloss am Donnerstag bei 6.566 Punkten.

Lichtblick bei der Bewertung, aber Vorsicht bleibt geboten

Trotz der jüngsten Rückgänge gibt es einen Lichtblick bei der Bewertung. Morgan Stanley stellte fest, dass der S&P 500 auf Basis der zukünftigen Gewinne nun etwa 17 Prozent günstiger gehandelt wird als vor dem Krieg. Dies nähert sich Spannen, die historisch mit dem Ende von Korrekturen verbunden sind.

Diese Entwicklung setzt jedoch voraus, dass die Wirtschaft eine Rezession vermeidet und die Federal Reserve keine weiteren Zinserhöhungen vornimmt. Da es für beides keine Garantie gibt, bleibt Vorsicht eine "Handelsposition", wie Experten anmerken. Investoren wird geraten, vorsichtig zu bleiben, bis der Markt über den 200-Tage-Durchschnitt steigt.

Einzelne Aktien im Fokus

Abseits der breiten Marktindizes gab es auch bemerkenswerte Einzelbewegungen. Die Aktien von Organon & Co. (NASDAQ:OGN) sprangen am Freitag um 28 Prozent nach oben. Dies geschah, nachdem Berichte aufkamen, dass Sun Pharmaceutical ein verbindliches Angebot zur Übernahme des Unternehmens unterbreitet hat.