US-Angriffe auf Venezuela: Massive Flugausfälle und Luftraumsperrungen in der Karibik

US-Angriffe auf Venezuela: Massive Flugausfälle und Luftraumsperrungen in der Karibik

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Nach US-Militärschlägen gegen Venezuela sind weite Teile des karibischen Luftraums gesperrt worden, was zu erheblichen Störungen im Flugverkehr führt. Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter große US-Carrier und KLM, mussten Hunderte von Flügen streichen, wodurch Tausende von Passagieren betroffen sind. Die Situation hat auch internationale politische Reaktionen und Sicherheitswarnungen ausgelöst.

Weitreichende Flugausfälle in der Karibik

Die US-Angriffe auf Venezuela in der Nacht zum Samstag haben zu sofortigen und weitreichenden Konsequenzen für den Flugverkehr in der Karibik geführt. Die Federal Aviation Administration (FAA) wies kommerzielle Flugzeuge an, Teile des Luftraums in der Region zu meiden, was zur Annullierung Dutzender Flüge führte. Passagiere mussten an Flughäfen wie dem Rafael Hernandez International Airport in Aguadilla, Puerto Rico, auf dem Boden schlafen.

  • American Airlines erklärte, die Luftraumsperrungen im östlichen Karibikraum genau zu überwachen und Flugplananpassungen vorzunehmen, wobei die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern oberste Priorität habe.
  • Southwest Airlines und JetBlue Airways meldeten ebenfalls Stornierungen in der Karibik. JetBlue, mit einem großen Karibikgeschäft, strich etwa 215 Flüge aufgrund von Luftraumsperrungen im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten. Flüge in die Dominikanische Republik und nach Jamaika waren von den staatlichen Beschränkungen nicht betroffen.

Große US-Fluggesellschaften bedienen Venezuela seit Jahren nicht mehr direkt; American Airlines stellte als letzter großer US-Carrier 2019 die Flüge in das Land ein.

KLM und die Niederlande reagieren auf die Krise

Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM ist von den Luftraumsperrungen betroffen. KLM gab bekannt, Flüge nach Curaçao, Aruba und Sint Maarten nicht durchführen zu können, da der Luftraum in der Nähe von Curaçao gesperrt sei. Auch Flüge nach Georgetown, Guyana, und Bridgetown, Barbados, wurden gestrichen. Insgesamt waren etwa 1.200 Passagiere auf fünf Flügen betroffen. KLM versicherte, dass alle bereits aus der Karibik gestarteten Flugzeuge sicher nach Amsterdam zurückgebracht wurden.

Das niederländische Außenministerium forderte niederländische Staatsbürger in Venezuela auf, ihre Angehörigen zu informieren und sich bei Bedarf an Reisebüros oder die Botschaft in Caracas zu wenden, die geöffnet bleibt. Die Reisehinweise für Venezuela sind seit dem 18. Juni 2025 auf Rot gesetzt, mit der Empfehlung, das Land zu verlassen.

FAA verhängt Flugverbot über Venezuela

Die FAA hat eine dringende Warnung an Fluggesellschaften herausgegeben, die ihnen das Überfliegen Venezuelas untersagt. Dies geschah nach Berichten über nächtliche Angriffe des US-Militärs in Caracas, bei denen Präsident Trump die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau verkündete.

Die FAA erließ ein Notfall-NOTAM (Notice to Airmen), das US-amerikanischen kommerziellen Fluggesellschaften die Nutzung des gesamten Luftraums in der Maiquetia Flight Information Region (FIR) untersagt. Diese FIR, auch bekannt als SVZM, umfasst 1.204.815 Quadratkilometer und deckt ganz Venezuela sowie dessen Hoheitsgewässer ab. Das NOTAM trat um 6:00 Uhr UTC in Kraft und sollte zunächst bis Mitternacht EST am 4. Januar gelten.

Bereits Mitte November hatte die FAA ein NOTAM herausgegeben, das Fluggesellschaften riet, den venezolanischen Luftraum bis auf Weiteres zu meiden. Alle US-Fluggesellschaften hatten die Maiquetia FIR zu diesem Zeitpunkt bereits freiwillig gemieden. Präsident Trump hatte zudem über seine Plattform Truth Social erklärt, der Luftraum über Venezuela sei "in seiner Gesamtheit als geschlossen zu betrachten".

Politische Reaktionen und Sicherheitsbedenken

Die US-Angriffe und die darauffolgende Krise haben internationale Besorgnis ausgelöst. Präsident Donald Trump erklärte, die US-Angriffe hätten zur Gefangennahme und Entfernung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro geführt, obwohl die US-Regierung die Operation nicht offiziell bestätigt hat. Die venezolanischen Behörden riefen einen nationalen Notstand aus und bezeichneten Trumps Vorgehen als „militärische Aggression“.

Der niederländische Außenminister David van Weel (VVD) erklärte auf X, die Entwicklungen genau zu verfolgen und in Kontakt mit der Botschaft, dem Verteidigungsministerium und den karibischen Nationen zu stehen. Die Sicherheit niederländischer Bürger in Venezuela und des Königreichs habe oberste Priorität.

Der niederländische geschäftsführende Premierminister Dick Schoof versicherte den karibischen Inseln Aruba, Curaçao und Bonaire, die zwischen 35 und 80 Kilometer von der venezolanischen Küste entfernt liegen, die volle Unterstützung der Niederlande. Aruba und Curaçao sind autonome Länder innerhalb des Königreichs der Niederlande, während Bonaire den Status einer lokalen Behörde hat.

Politische Meinungen in den Niederlanden gingen auseinander:

  • PVV-Chef Geert Wilders äußerte Unterstützung für Trumps Vorgehen mit den Worten: „Bang, boom, Maduro gone.“
  • SP-Chef Jimmy Dijk kritisierte die Militäroperation als „illegale Aggression“, die internationale Instabilität verursache und Leben gefährde. Er forderte das niederländische Kabinett auf, den Angriff zu verurteilen.
  • PvdD-Abgeordnete Christine Teunissen bezeichnete den Angriff ebenfalls als „illegal“ und forderte eine starke Verurteilung durch das Kabinett sowie Aufmerksamkeit für den Schutz der Bewohner von Aruba, Bonaire und Curaçao.

Angesichts des Aufbaus von US-Militärkräften in der Nähe Venezuelas gab es Berichte über zwei potenziell katastrophale Beinahe-Kollisionen zwischen „unsichtbaren“ US-Luftwaffen-Tankflugzeugen und Passagierflugzeugen.