
US-Arbeitsmarkt im März: Überraschend starkes Jobwachstum beflügelt Konjunktur
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Der US-Arbeitsmarkt hat im März eine unerwartet starke Erholung gezeigt, nachdem der Februar noch von Jobverlusten geprägt war. Mit einem deutlichen Zuwachs an Arbeitsplätzen übertraf der Bericht die Prognosen der meisten Ökonomen erheblich und deutet auf eine robuste Konjunktur hin.
US-Arbeitsmarkt überrascht im März
Im März wurden in den USA insgesamt 178.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, wie das Bureau of Labor Statistics mitteilte. Diese Zahl beinhaltet einen Abbau von 8.000 Stellen im Regierungssektor, was bedeutet, dass der Privatsektor allein 186.000 neue Jobs generierte. Die Erwartungen der meisten Ökonomen wurden damit um das Dreifache übertroffen.
Dieser Zuwachs markiert eine deutliche Erholung, nachdem das Land im Februar noch 133.000 Arbeitsplätze verloren hatte. Der März-Bericht signalisiert somit einen positiven Trend auf dem US-Arbeitsmarkt.
Arbeitslosenquote sinkt, Beteiligung leicht rückläufig
Die Arbeitslosenquote in den USA sank im März von 4,4 Prozent im Februar auf 4,3 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Erwachsenen in der Erwerbsbevölkerung auf 61,9 Prozent, den niedrigsten Stand seit November 2021.
Revisionen der Vormonate und Lohnentwicklung
Die Zahlen für die beiden Vormonate wurden revidiert: Der Januar-Bericht wurde um 34.000 Jobs von 126.000 auf 160.000 nach oben korrigiert. Der Februar-Bericht hingegen wurde um 41.000 Jobs von einem Verlust von 92.000 auf 133.000 nach unten korrigiert. Zusammengenommen lag die Beschäftigung im Januar und Februar damit 7.000 Jobs niedriger als zuvor berichtet.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent. Dies gibt den Verbrauchern eine ausreichende Kaufkraft, um die anhaltende Inflation zu überwinden, wie Jeffrey Roach, Chefökonom bei LPL Financial, kommentierte.
Trumps Einschätzung und politische Implikationen
Der ehemalige Präsident Donald Trump lobte den März-Arbeitsbericht. Er schrieb am Freitag: "Ein sehr frohes und gesegnetes Karfreitag an alle, besonders an die 186.000 Amerikaner, die allein im Monat März Arbeitsplätze im Privatsektor gewonnen haben!" Trump fügte hinzu: "Meine Wirtschaftspolitik hat einen enorm mächtigen Motor des Wirtschaftswachstums geschaffen, und nichts kann ihn verlangsamen."
Er betonte zudem, dass "Fabrikbau-Arbeitsplätze infolge der raschen Rückverlagerung und der steigenden Investitionen, die ZÖLLE generiert haben, in die Höhe schnellen, während das Handelsdefizit in einem Jahr um 52% geschrumpft ist!"
Sektorspezifische Entwicklungen und zukünftige Risiken
Der Gesundheitssektor führte die Jobzuwächse im März an, mit 76.400 neuen Arbeitsplätzen. Dies ist auf das Ende eines Streiks bei Kaiser Permanente im Februar zurückzuführen, wodurch die Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurückkehrten.
Es ist unklar, wie sich der Krieg im Iran auf die zukünftigen Arbeitsplatzzahlen auswirken wird. Thomas Simons, Chefökonom für die USA bei der Investmentfirma Jefferies, merkte an, dass "die Daten größtenteils rückblickend sind und wahrscheinlich keine Auswirkungen des jüngsten Anstiegs der Energiepreise oder anderer Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran berücksichtigen."
Expertenstimmen zu Inflation und Zinsausblick
Jeffrey Roach von LPL Financial prognostiziert, dass dieses Jahr wahrscheinlich ein Jahr sich wandelnder Arbeitsmarktdynamiken sein wird, da künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt umwälzt, insbesondere für gering qualifizierte Rollen. Er sieht weiterhin gesunde Jobchancen für erfahrene Arbeitskräfte.
Die jüngsten Arbeitsmarktdaten haben die Markterwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen auf absehbare Zeit unverändert lassen wird, kaum beeinflusst. Dies gibt der Zentralbank mehr Zeit, auf eine weitere Verlangsamung der Inflation zu warten, bevor sie Maßnahmen ergreift, so Roach.