US-Arbeitsmarkt: September-Bericht zeigt mehr Jobs trotz Regierungsstillstand

US-Arbeitsmarkt: September-Bericht zeigt mehr Jobs trotz Regierungsstillstand

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich im September 2025 widerstandsfähiger als erwartet. Ein lange erwarteter Bericht des Bureau of Labor Statistics (BLS) enthüllte einen Zuwachs von 119.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, während die Arbeitslosenquote leicht auf 4,4 Prozent stieg. Diese Zahlen liefern wichtige Einblicke nach einer beispiellosen Datenlücke durch den Regierungsstillstand.

US-Arbeitsmarkt im September: Mehr Stellen als erwartet

Der am Donnerstag, den 20. November 2025, veröffentlichte Bericht des Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigte, dass die US-Wirtschaft im September 119.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen hat. Dies übertraf die Dow Jones Konsensschätzung von 50.000 deutlich. Der Bericht war aufgrund eines 44-tägigen Regierungsstillstands, der die Datenerhebung und -veröffentlichung verhinderte, um sechs Wochen verspätet.

Die Arbeitslosenquote stieg im September leicht auf 4,4 Prozent an, den höchsten Stand seit Oktober 2021. Im August lag sie noch bei 4,3 Prozent. Eine breitere Messgröße, die auch Personen umfasst, die nicht aktiv auf Jobsuche sind oder aus wirtschaftlichen Gründen Teilzeit arbeiten, sank leicht auf 8 Prozent.

Details der Arbeitsmarktdaten

Die BLS-Daten zeigten auch Revisionen für die Vormonate. Die Zahl der im August verlorenen Arbeitsplätze wurde nach unten korrigiert auf 4.000, verglichen mit einem ursprünglichen Zuwachs von 22.000. Auch der Juli-Wert wurde von 79.000 auf 72.000 neue Stellen nach unten revidiert.

Die Jobgewinne im September stammten hauptsächlich aus bekannten Sektoren:

  • Gesundheitswesen: +43.000 Stellen
  • Bars und Restaurants: +37.000 Stellen
  • Soziale Dienste: +14.000 Stellen

Demgegenüber verzeichneten einige Bereiche Jobverluste:

  • Transport und Lagerhaltung: -25.000 Stellen
  • Bundesregierung: -3.000 Stellen (Teil eines Verlusts von 97.000 im Kalenderjahr)

Die Haushaltsbefragung, die zur Berechnung der Arbeitslosenquote dient, zeichnete ein noch positiveres Bild. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 251.000, während die Erwerbsbevölkerung um 470.000 auf einen neuen Rekordwert von 171,2 Millionen anwuchs. Die Partizipationsrate, die den Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung misst, die entweder arbeitet oder Arbeit sucht, stieg auf 62,4 Prozent, den höchsten Stand seit Mai.

Lohnentwicklung und weitere Indikatoren

Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im September um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, was unter der Prognose von 0,3 Prozent lag. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Stundenlöhne um 3,8 Prozent, leicht über der Erwartung von 3,7 Prozent.

Ein separater Bericht des Arbeitsministeriums zeigte, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 15. November bei 220.000 lagen. Dies war ein Rückgang um 8.000 gegenüber dem Vorzeitraum und lag unter der Konsensprognose von 227.000. Insgesamt zeigt der Bericht, dass der Arbeitsmarkt mit einem langsamen, aber stetigen Tempo in die Herbstmonate ging. Unternehmen zeigten sich aufgrund der ungewöhnlichen wirtschaftlichen Volatilität, die durch aggressive politische Maßnahmen im Weißen Haus von Präsident Donald Trump ausgelöst wurde, sowohl bei Neueinstellungen als auch bei Entlassungen zurückhaltend.

Auswirkungen auf die Geldpolitik der Fed

Die fehlenden umfassenden Indikatoren stellten eine Herausforderung für die Federal Reserve (Fed) dar. Die Fed hatte ihre Leitzinsen im September und Oktober gesenkt, steht aber vor einer schwierigeren Entscheidung bei ihrer Sitzung am 9. und 10. Dezember. Protokolle der Oktober-Sitzung zeigten, dass die Entscheidungsträger die Schwierigkeit betonten, die Geldpolitik ohne die üblichen Wirtschaftsdaten zu steuern, und eine deutliche Neigung bestand, auf eine Zinssenkung im Dezember zu verzichten. Der aktuelle September-Arbeitsmarktbericht ist der letzte, den die Fed-Politiker vor dieser wichtigen Sitzung erhalten.

Blick in die Zukunft: Datenlage bleibt herausfordernd

Das BLS bereitet sich darauf vor, in den kommenden Monaten weitere Daten zu veröffentlichen. Das Amt kündigte an, die Arbeitsmarktdaten für Oktober und November gleichzeitig am 9. Dezember zu veröffentlichen. Eine wichtige Einschränkung ist jedoch, dass die Oktober-Zahlen die übliche Berechnung der Arbeitslosenquote nicht enthalten werden. Dies liegt daran, dass die Haushaltsbefragung, die für diese Berechnung notwendig ist, aufgrund des Regierungsstillstands nicht vollständig durchgeführt werden konnte. Dies unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für politische Entscheidungsträger, die sich auf eine vollständige und zeitnahe Datenlage verlassen müssen.