US Army setzt auf Anduril: 20 Mrd. Dollar für KI-gestützte Drohnenabwehr und Software-Innovation

US Army setzt auf Anduril: 20 Mrd. Dollar für KI-gestützte Drohnenabwehr und Software-Innovation

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Die US Army hat einen umfassenden Vertrag mit Anduril Industries geschlossen, der eine Investition von 87 Millionen Dollar in die Vernetzung von Drohnenabwehrsystemen umfasst. Dieser Schritt soll es den Truppen ermöglichen, feindliche Drohnen besser zu erkennen, zu verfolgen und zu zerstören – eine Bedrohung, die auf und abseits des Schlachtfeldes stetig zunimmt. Im Zentrum dieser Initiative steht Andurils Lattice-Software, die als neues Kommando- und Kontrollsystem (C2) ausgewählt wurde.

US Army setzt auf Anduril für Drohnenabwehr

Die von der Army geführte Joint Interagency Task Force 401 (JIATF-401) hat Andurils Lattice-Software für ihr neues Kommando- und Kontrollsystem ausgewählt. Die JIATF-401, die im letzten Sommer (August) gegründet wurde, arbeitet daran, in Zusammenarbeit mit dem FBI und dem Department of Homeland Security (DHS) die Regeln für die Drohnenabwehr festzulegen. Eine Priorität der Task Force war die gemeinsame Nutzung zugelassener Systeme, insbesondere einer gemeinsamen Software, die von allen genutzt werden kann.

Die Task Force gab die Entscheidung am vergangenen Freitag bekannt und betonte, dass ein gemeinsames Rückgrat für die Drohnenabwehr notwendig sei, da unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) eine zunehmende Bedrohung darstellen. Brig. Gen. Matt Ross, Direktor der Task Force, erklärte: „Basierend auf unseren Tests und Bewertungen wurde klar, dass ein gemeinsames Kommando- und Kontrollsystem benötigt wird, um feindliche Drohnen effektiv abzuwehren. Diese Ergebnisse wurden bei meinem Besuch in der Ukraine bestätigt, wo ich aus erster Hand sah, wie Drohnen das moderne Schlachtfeld verändert haben.“

Lattice Software: Das Herzstück der Verteidigung

Andurils Lattice-Software soll es Personal aus dem gesamten Militär und Bundesagenten ermöglichen, Daten auszutauschen und einzusehen, ein klareres Bild der Bedrohungen zu erhalten und Reaktionen auf Drohnenangriffe besser zu koordinieren. Das System wird zahlreiche Sensoren zur Drohnenerkennung und Abfangsysteme zu deren Stoppung integrieren. Park Hughes, Andurils Managing Director für Luftverteidigung, betonte, dass sowohl ältere Waffensysteme als auch neue Assets an die Plattform angebunden werden können, was eine „verteilte Erkennung, Verfolgung, Klassifizierung und letztendlich Bekämpfung von UAS-Bedrohungen“ ermöglicht.

Lattice ist auch Teil des neuen Next Generation Command and Control (NGC2)-Systems der Army, das seit letztem Jahr getestet wird. NGC2 wird mit einem „Silicon Valley-Stil 'move fast, fail fast, fix fast'“-Ansatz entwickelt, den die Army und andere Dienste als notwendig erachten, um neue Systeme schnell einzuführen. Col. Tony Lindh, stellvertretender Direktor für Akquisitionen bei JIATF-401, kommentierte: „Diese Vereinbarung bietet ein gemeinsames Luftraumlagebild durch eine bewährte Kommando- und Kontrollplattform – Lattice – und ermöglicht es uns, ein kohärentes Verteidigungsökosystem aufzubauen.“

Der 20-Milliarden-Dollar-Rahmenvertrag: Ein "Bestellkatalog" für die Regierung

Die 87-Millionen-Dollar-Vereinbarung der Task Force ist Teil eines viel größeren Vertrags, den die Army ebenfalls am Freitag bekannt gab. Dieser Rahmenvertrag hat einen Wert von bis zu 20 Milliarden Dollar über die nächsten zehn Jahre und erlaubt es jeder Bundesbehörde, Andurils handelsübliche Systeme zu erwerben. Matthew Steckman, Chief Business Officer von Anduril, erklärte gegenüber Reportern, dass es sich hierbei um ein „Vertragsvehikel“ oder einen „Bestellkatalog“ handelt.

Steckman stellte klar: „Es ist kein Geld daran gebunden, dies ist lediglich ein Vertragsvehikel, aber es reduziert viel Reibung bei Dingen, die es einfach nicht haben sollten.“ Der Vertrag konsolidiert bestehende und zukünftige kommerzielle Lösungen, einschließlich der proprietären, offenen, KI-gestützten Lattice-Suite, integrierter Hardware, Daten, Computerinfrastruktur und technischer Supportleistungen. Anduril stellt eine Vielzahl von Produkten her, von Software über Drohnen bis hin zu tragbaren KI-Brillen, die die Regierung nun über diesen zentralen Vertrag beziehen kann. Die Army allein hatte bereits 120 bestehende Verträge mit Anduril, und der neue Deal soll die Geschäftsabwicklung zwischen dem Unternehmen und der Regierung optimieren.

Strategischer Wandel: Schnelle Beschaffung und Software-definierte Verteidigung

Die Army und andere Militärdienste ändern ihren Ansatz, um bürokratische Hürden bei der Erprobung, Finanzierung und Beschaffung von Waffen abzubauen. Dieser Wandel beinhaltet den Kauf kommerziell verfügbarer Systeme wie Software, Drohnen und Drohnenabwehrtechnologie von Anbietern wie Anduril. Offizielle Stellen betonen, dass der geänderte Ansatz darauf abzielt, Kosten zu senken, den Beschaffungsprozess zu beschleunigen und die von den Truppen benötigten Waffen schneller zu beschaffen.

Gabe Chiulli, Chief Technology Officer des Office of the Chief Information Officer des Verteidigungsministeriums, erklärte in einer Mitteilung: „Das moderne Schlachtfeld wird zunehmend durch Software definiert. Um unseren Vorteil zu wahren, müssen wir in der Lage sein, Softwarefähigkeiten schnell und effizient zu erwerben und einzusetzen.“ Brent Ingraham, Assistant Secretary of the Army for Acquisition, Logistics and Technology, fügte hinzu: „Durch die Konsolidierung Hunderter unterschiedlicher Verträge nutzen wir die Kaufkraft der Army auf Unternehmensebene, was das Potenzial hat, Milliarden an Steuergeldern einzusparen und Beschaffungsprozesse zu straffen.“ Diese Unternehmensverträge, die kommerzielle Produkte und Dienstleistungen im „À-la-carte“-Stil anbieten, sind ein Schlüsselelement dieser Modernisierungsstrategie.

Erwähnte Persönlichkeiten