US-Ausschuss warnt Banken vor verdächtigen chinesischen IPOs an der Wall Street

US-Ausschuss warnt Banken vor verdächtigen chinesischen IPOs an der Wall Street

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Ein US-Kongressausschuss hat kleine Investmentbanken ins Visier genommen, die verdächtige Börsengänge (IPOs) kleiner chinesischer Unternehmen begleiten. Diese Aktion ist Teil einer breiteren Strategie, um die Wall Street von mutmaßlichen "Pump-and-Dump"-Schemata zu befreien und den Schutz amerikanischer Anleger zu stärken. Die Zahl neuer chinesischer IPOs in den USA ist bereits deutlich zurückgegangen.

US-Ausschuss nimmt Investmentbanken ins Visier

Der House Select Committee on the Strategic Competition Between the United States and the Chinese Communist Party, gegründet im Jahr 2023, hat Briefe an drei kleine Investmentbanken gesendet. Ziel ist es, deren potenzielle Rolle bei der Zeichnung von IPOs kleiner chinesischer Unternehmen zu untersuchen, die Anzeichen von Aktienmanipulation aufweisen. Diese Maßnahme wird als "Hühnchen töten, um Affen zu erschrecken" beschrieben, ein altes chinesisches Sprichwort, das die Absicht verdeutlicht, durch ein Exempel andere abzuschrecken.

Das Phänomen der "Pump-and-Dump"-IPOs

Bei den fragwürdigen Angeboten handelt es sich typischerweise um chinesische Unternehmen, die bescheidene Beträge, oft 20 Millionen US-Dollar oder weniger, durch den Verkauf von Aktien zu extrem überhöhten Bewertungen aufnehmen. Nach ihrem Börsendebüt steigen die Aktienkurse kurzzeitig an, bevor sie rapide abstürzen und Kleinanleger mit erheblichen Verlusten zurücklassen. Ein Bloomberg-Bericht, den der Ausschuss zitierte, beziffert den Verlust an amerikanischem Vermögen durch solche Schemata seit 2023 auf 16 Milliarden US-Dollar. Etwa ein Viertel der kleineren chinesischen Börsennotierungen zeige Anzeichen solchen Betrugs.

Konkrete Vorwürfe gegen Banken

Der Ausschuss nannte konkrete Beispiele für verdächtige Muster bei den von den Investmentbanken begleiteten IPOs:

  • Boral: Von mehr als 30 chinesischen IPOs, die Boral seit 2020 begleitete, stürzten 10 schnell in "manipulierten Mustern" ab.
  • Dominari: Elf von 29 chinesischen IPOs, die Dominari seit 2020 zeichnete, folgten einem ähnlichen Muster.
  • Revere Securities: Bei 12 von 40 chinesischen Listings, die Revere Securities begleitete, war dies ebenfalls der Fall.

Es wird vermutet, dass viele dieser kleineren Investmentbanken nicht direkt an Betrug beteiligt sind, aber möglicherweise wissen, dass "etwas faul sein könnte" und dies ignorieren. Die jüngste Maßnahme des Kongressausschusses soll daher nicht nur die drei genannten Banken, sondern auch andere Underwriter ähnlicher Listings warnen.

Chinas eigene Bemühungen und die breitere US-Kampagne

Auch China ist sich dieses Phänomens bewusst und versucht, das Problem einzudämmen. Die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) hat vor einigen Jahren ein Regime eingeführt, das ihre Genehmigung für alle Unternehmen erfordert, die im Ausland notieren wollen. Obwohl Unternehmen wie Yimutian (NASDAQ:YMT) und Pomdoctor (NASDAQ:POM) die notwendigen Genehmigungen erhielten, gibt es Anzeichen dafür, dass die CSRC solche Anträge genauer prüft und verdächtige stoppt.

Die aktuelle Säuberungsaktion ist Teil einer umfassenderen US-Kampagne gegen alle chinesischen Börsennotierungen an der Wall Street. Diese Kampagne hat dazu geführt, dass die meisten großen chinesischen Unternehmen stattdessen in Hongkong, Shanghai und Shenzhen notieren. US-Politiker sind vor allem besorgt, dass amerikanische Gelder von chinesischen Unternehmen für verteidigungsbezogene Arbeiten verwendet werden könnten. Dies hat zu einem nahezu vollständigen Stopp großer neuer IPOs chinesischer Unternehmen in New York geführt, das einst ein bevorzugter Notierungsort war. Während Konsumgüterunternehmen wie Chagee keine Bedrohung für verteidigungsbezogene Arbeiten darstellen, gilt dies nicht unbedingt für viele Internetunternehmen, die zuvor nach New York strömten und heute führend in Bereichen wie KI und Cloud Computing sind.

Botschaft an die Finanzbranche

Der US-Kongressausschuss sendet eine klare Botschaft an die Investmentbanken: Sie müssen die von ihnen begleiteten IPOs besser prüfen und von verdächtigen Angeboten Abstand nehmen. Andernfalls müssen sie mit Konsequenzen rechnen. Dies unterstreicht die wachsende Feindseligkeit an der Wall Street gegenüber chinesischen Unternehmen und den verstärkten Fokus auf Anlegerschutz und nationale Sicherheitsinteressen.