US-BIP: 4,3% "Fugazi" oder Inflationsgefahr? Die Ökonomen-Debatte

US-BIP: 4,3% "Fugazi" oder Inflationsgefahr? Die Ökonomen-Debatte

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Das US Bureau of Economic Analysis (BEA) meldete für das dritte Quartal einen robusten Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,3 %. Doch Ökonom David Rosenberg bezeichnet diese Schlagzeilenzahl als "Fugazi" und argumentiert, dass die wahre Wachstumsrate deutlich niedriger sei, während andere Analysten vor einer Überhitzung warnen.

Offizielle Zahlen: Robustes Wachstum auf den ersten Blick

Das US Bureau of Economic Analysis (BEA) veröffentlichte am Dienstag einen jährlichen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,3 % für das dritte Quartal. Dies stellt eine Beschleunigung gegenüber den 3,8 % im zweiten Quartal dar. Laut BEA waren die Haupttreiber dieses Wachstums die Konsumausgaben, Exporte und Staatsausgaben.

David Rosenberg: Das "Fugazi"-Argument

David Rosenberg, Präsident von Rosenberg Research, widerspricht der offiziellen Darstellung vehement. Er bezeichnet die Schlagzeilenzahl als "Fugazi" und argumentiert, dass eine zugrunde liegende wirtschaftliche Schwäche durch Staatsausgaben und aufgebrauchte Ersparnisse verschleiert werde. Rosenberg berechnet das "wahre" Wachstum auf magere 0,8 %.

Er äußerte auf X: "Wenn Sie dachten, die VPI-Daten seien manipuliert, dann war es auch der heutige BIP-Bericht." Rosenberg zufolge expandiert die Wirtschaft kaum, wenn man Staatsausgaben, verschobene Importdaten und einen "scharfen Rückgang" der persönlichen Sparquote herausrechnet. Ein "flaches Wachstum des persönlichen verfügbaren Einkommens" sei ein kritisches Warnsignal, das dem scheinbaren Konsumboom widerspreche.

Gordon Johnson: Warnung vor Überhitzung und Inflation

Eine andere Perspektive vertritt Gordon Johnson von GLJ Research, der einen "erschreckenden nominalen Boom" sieht. Er hebt hervor, dass das nominale BIP (Wachstum vor Inflationsbereinigung) um 8,2 % gestiegen ist, begleitet von einem BIP-Preisindex von 3,8 %. Dies sei "weit heißer als das Ziel der Fed".

Johnson hinterfragt: "Das nominale Wachstum in den USA liegt bei >8 %… doch die 10-Jahres-Renditen liegen bei NUR 4,17 %?" Er argumentiert, dass der aktuelle Lockerungszyklus der Federal Reserve "noch mehr Inflation fördert" in einer Wirtschaft, die sich überhitzt und nicht abkühlt.

Ein Blick hinter die Kulissen der BIP-Daten

Die offiziellen Daten des BEA enthalten Elemente, die beide bärischen Ansichten stützen. Es wurde bestätigt, dass die Importe, die vom BIP abgezogen werden, zurückgingen, was die Schlagzeilenzahl künstlich erhöhte. Gleichzeitig beschleunigte sich der Preisindex für Bruttoinlandskäufe auf 3,4 %, gegenüber 2,0 % im Vorquartal, was Johnsons Inflationsängsten Glaubwürdigkeit verleiht.

Marktperformance 2025: Resilienz trotz Debatte

Trotz einer Reihe von wirtschaftlichen Herausforderungen zeigte sich der Aktienmarkt im Jahr 2025 widerstandsfähig. Alle drei wichtigen US-Benchmark-Indizes verzeichneten im Jahresverlauf Zuwächse:

Der SPDR S&P 500 ETF Trust (NYSE:SPY) und der Invesco QQQ Trust ETF (NASDAQ:QQQ), die den S&P 500 und den Nasdaq 100 Index abbilden, schlossen am Dienstag höher. Der SPY stieg um 0,46 % auf 687,96 US-Dollar, während der QQQ um 0,47 % auf 622,11 US-Dollar zulegte, basierend auf Benzinga Pro Daten. Die Futures der Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 waren am Mittwoch niedriger.

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