US-Druck auf Venezuela: Zweites Schiff in internationalen Gewässern beschlagnahmt

US-Druck auf Venezuela: Zweites Schiff in internationalen Gewässern beschlagnahmt

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Die Vereinigten Staaten haben am Samstag ein zweites Schiff in internationalen Gewässern vor der Küste Venezuelas beschlagnahmt. Dies bestätigten zwei US-Beamte gegenüber CBS News, nur wenige Tage nachdem Präsident Trump eine "totale und vollständige Blockade" aller sanktionierten Öltanker angekündigt hatte, die Venezuela anlaufen oder verlassen. Die Aktion ist Teil einer umfassenderen und anhaltenden Durchsetzungskampagne.

Eskalation der Spannungen vor Venezuela

Die Beschlagnahmung des zweiten Schiffes folgt auf die Festsetzung eines Öltankers durch das US-Militär in der vergangenen Woche, der am 10. Dezember die venezolanische Küste verlassen hatte. Diese Maßnahmen finden inmitten eines erheblichen militärischen Aufbaus der USA in Lateinamerika statt und signalisieren eine Intensivierung der Druckkampagne gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Es ist derzeit unklar, ob es sich bei dem zweiten beschlagnahmten Schiff ebenfalls um einen Öltanker handelt.

Details der Operationen

Die jüngste Operation am Samstag ähnelte dem Vorgehen bei der früheren Beschlagnahmung eines Öltankers in der Nähe Venezuelas. Die US-Küstenwache leitete die Operation, wobei ein spezialisiertes taktisches Team eine sogenannte "Right-of-Visit"-Durchsuchung durchführte. Ein US-Beamter beschrieb die Aktion als "consented boarding", bei dem der Tanker freiwillig anhielt und den US-Kräften das Betreten erlaubte. Mehrere Bundesbehörden, darunter die US-Marine, waren an der Operation beteiligt. Die US-Küstenwache lehnte eine Stellungnahme ab und verwies an das Weiße Haus.

Der zuvor beschlagnahmte 20 Jahre alte Öltanker war vor drei Jahren vom US-Finanzministerium sanktioniert worden. Ihm wurde eine angebliche Rolle in einem Ölschmuggelnetzwerk vorgeworfen, das zur Finanzierung des iranischen Militärs und seiner Stellvertreter in der Region beigetragen haben soll. Bewaffnetes Personal näherte sich dem Schiff in Hubschraubern und enterte es.

Venezuelas Reaktion und internationale Rechtsfragen

Die Regierung Maduro bezeichnete die Beschlagnahmung des ersten Schiffes als "Raub" und "Piraterie". In einer Erklärung nannte Venezuela die angekündigte Blockade eine "groteske Bedrohung" und eine Verletzung des Völkerrechts. Die Trump-Administration werde beschuldigt, "das Öl, Land und die Mineralien des Landes durch gigantische Kampagnen von Lügen und Manipulationen" an sich reißen zu wollen.

Hintergrund der US-Druckkampagne

Präsident Trump hatte am Dienstag eine "totale und vollständige Blockade" aller sanktionierten Öltanker gefordert, die Venezuela anlaufen oder verlassen. Er begründete diese Taktik unter anderem mit der Forderung, dass Venezuela Vermögenswerte zurückgeben solle, die es vor Jahren von US-Ölfirmen beschlagnahmt hatte. Trump betonte: "Wir werden niemanden durchlassen, der nicht durchgelassen werden sollte." Er fügte hinzu: "Sie erinnern sich, sie haben vor nicht allzu langer Zeit alle unsere Energierechte genommen. Sie haben unser gesamtes Öl genommen. Und wir wollen es zurück. Sie haben es genommen – sie haben es illegal genommen."

Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Strategie, um den Druck auf Präsident Maduro zu erhöhen. Einige sanktionierte Tanker leiten bereits von Venezuela ab, was auf eine erste Wirkung der US-Ankündigungen hindeutet. Die US-Regierung verbindet die Druckkampagne auch mit Anschuldigungen des Drogenhandels gegen die venezolanische Führung.

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