US-Eigenheimmarkt: Über 75% der Häuser unerschwinglich für Haushalte

US-Eigenheimmarkt: Über 75% der Häuser unerschwinglich für Haushalte

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Der Traum vom Eigenheim rückt für viele US-Familien in weite Ferne. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass über 75 % der Immobilien im Land für den durchschnittlichen Haushalt unerschwinglich sind, da die Einkommen nicht mit den steigenden Hauspreisen mithalten können.

Die Realität der Erschwinglichkeit

Eine Studie von Bankrate, einem Unternehmen für persönliche Finanzen, enthüllt, dass mehr als 75 % der Eigenheime in den Vereinigten Staaten für den typischen Haushalt unerschwinglich sind. Bankrate definiert ein Eigenheim als erschwinglich, wenn die jährlichen Wohnkosten 30 % des Haushaltseinkommens nicht überschreiten.

Alex Gailey, Datenanalystin bei Bankrate, kommentiert: "Nur ein kleiner Teil des Immobilienmarktes ist für den typischen Haushalt erschwinglich." Sie fügt hinzu, dass sich Eigenheimbesitz dadurch "weniger wie ein üblicher Meilenstein der Mittelklasse und mehr wie ein Luxus anfühlt."

Ein Pfeiler des American Dream bröckelt

Experten betonen, dass die Möglichkeit, ein Eigenheim zu erwerben, traditionell als Säule des American Dream und entscheidend für den Vermögensaufbau gilt. Hohe Immobilienpreise, teilweise bedingt durch einen landesweiten Mangel an bezahlbarem Wohnraum, erschweren dies jedoch für viele Amerikaner.

Gailey erklärt: "Es bleiben dem durchschnittlichen amerikanischen Haushalt weitaus weniger erschwingliche Häuser, und wir haben nicht in dem Maße gebaut, wie wir sollten." Dies trägt maßgeblich zur aktuellen Situation bei und verschärft die Wohnungsnot.

Herausforderungen für Erstkäufer und der Bedarf an Wohnraum

Die Zahlen der National Association of Realtors belegen, dass im vergangenen Jahr nur 24 % der Immobilienverkäufe an Erstkäufer gingen. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber 50 % im Jahr 2010. Eine Analyse von Zillow, einem Online-Immobilienmarktplatz, vom Juli zeigt, dass die USA 4,7 Millionen Wohneinheiten benötigen, um die Nachfrage zu decken.

Im Jahr 2024 lag das inflationsbereinigte Medianeinkommen eines Haushalts in den USA bei fast 84.000 US-Dollar, basierend auf Daten des Census. Dies ist deutlich weniger als die 113.000 US-Dollar Jahreseinkommen, die laut Bankrate für den Kauf eines typischen Eigenheims von rund 435.000 US-Dollar erforderlich wären. In den teuersten Städten wie New York, San Francisco und Seattle müssen Haushalte mindestens 200.000 US-Dollar pro Jahr verdienen, um ein Eigenheim zum Medianpreis zu finanzieren.

Regionale Unterschiede und ein Blick in die Zukunft

In einigen Teilen des Südens und Westens, wo der Wohnungsbau in bestimmten Märkten zugenommen hat, gibt es laut Gailey "Lichtblicke". Sie verweist auf stärkere Steueranreize und lockerere Genehmigungsanforderungen als mögliche Maßnahmen zur Ankurbelung des Baus.

Gailey merkt an: "Diese Regionen haben bessere Aussichten als der Nordosten und der Mittlere Westen, wo der Bau hinterherhinkt und die Bestandsniveaus weit unter den Vorkrisennormen liegen." Für angehende Eigenheimkäufer könnte sich die Lage ab 2026 leicht entspannen. Realtor.com prognostiziert, dass die Hypothekenzinsen im nächsten Jahr auf durchschnittlich 6,3 % sinken könnten, ein leichter Rückgang gegenüber dem Durchschnitt von 6,6 % im Jahr 2025.