US-Einwanderungsvisa gestoppt: 75 Länder wegen Sozialleistungen betroffen

US-Einwanderungsvisa gestoppt: 75 Länder wegen Sozialleistungen betroffen

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Das US-Außenministerium hat am Mittwoch angekündigt, die Ausstellung von Einwanderungsvisa für Bürger aus 75 Ländern auszusetzen. Als Begründung werden Bedenken genannt, dass diese Personen in Zukunft auf öffentliche Sozialleistungen angewiesen sein könnten. Die Maßnahme, die am 21. Januar in Kraft tritt, betrifft die permanente Einwanderung, jedoch keine Touristenvisa.

Umfangreiche Aussetzung von Einwanderungsvisa

Die Trump-Regierung hat eine umfassende Verschärfung der legalen Einwanderungspolitik eingeleitet. Das US-Außenministerium, das für die Visabearbeitung zuständig ist, wird die Ausstellung von Einwanderungsvisa für Staatsangehörige von 75 Ländern auf unbestimmte Zeit pausieren. Dies unterbricht die legalen Einwanderungskanäle für etwa 38 % aller Nationen weltweit.

Die Aussetzung betrifft Einwanderungsvisa, die von Personen im Ausland beantragt werden, welche von amerikanischen Verwandten oder Arbeitgebern für einen dauerhaften Umzug in die USA gesponsert wurden. Insbesondere ist die Bearbeitung von familienbasierten Green Cards für diese Länder betroffen. Jorge Loweree, Managing Director of Programs and Strategy beim American Immigration Council, bezeichnete dies als "direkten Angriff auf die familienbasierte Migration".

Die Begründung: Sorge vor "Public Charge"

Das US-Außenministerium erklärte in einem Post auf X, dass Einwanderer aus der Liste der Länder "Sozialleistungen vom amerikanischen Volk in inakzeptablem Maße in Anspruch nehmen". Die Behörde betonte, dass der Stopp so lange in Kraft bleiben werde, "bis die USA sicherstellen können, dass neue Einwanderer dem amerikanischen Volk keinen Wohlstand entziehen".

Eine umfassende Überprüfung "aller Richtlinien, Vorschriften und Leitlinien" wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass Einwanderer aus diesen "Hochrisikoländern" keine Sozialleistungen in den Vereinigten Staaten in Anspruch nehmen oder zu einer "öffentlichen Last" (public charge) werden. Ein langjähriges Bundesgesetz verbietet Einwanderern die Einreise oder den Erhalt einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, wenn sie als "öffentliche Last" eingestuft werden, wobei diese Beschränkung historisch in begrenzten Fällen angewendet wurde.

Die Liste der betroffenen Länder

Die vollständige Liste der 75 betroffenen Länder wurde auf der Website des US-Außenministeriums veröffentlicht und umfasst sowohl Verbündete als auch Gegner der USA sowie mehrere Top-Reiseziele für amerikanische Touristen. Die Länder sind nach Regionen unterteilt:

  • Amerika: Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Brasilien, Kolumbien, Kuba, Dominica, Grenada, Guatemala, Haiti, Jamaika, Nicaragua, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Uruguay.
  • Europa: Albanien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien.
  • Asien: Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan, Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Georgien, Iran, Irak, Jordanien, Kasachstan, Kuwait, Kirgisistan, Laos, Libanon, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Russland, Syrien, Thailand, Usbekistan, Jemen.
  • Afrika: Algerien, Kamerun, Kap Verde, Côte d'Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Ghana, Guinea, Liberia, Libyen, Marokko, Nigeria, Republik Kongo, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Sudan, Tansania, Gambia, Togo, Tunesien, Uganda.

Auswirkungen und Ausblick

Der Einwanderungsstopp tritt am 21. Januar in Kraft. Er wird so lange aktiv bleiben, "bis die USA sicherstellen können, dass neue Einwanderer dem amerikanischen Volk keinen Wohlstand entziehen", so das US-Außenministerium. Die Maßnahme hat direkte Auswirkungen auf Bewohner Südfloridas, von denen viele aus den betroffenen Ländern stammen und US-Bürger sind, die versuchen, Angehörige aus dem Ausland in die USA zu holen.

Laut einer Analyse des Miami Herald leben in Miami-Dade fast eine Million US-Bürger kubanischer, jamaikanischer, brasilianischer, kolumbianischer und haitianischer Abstammung. Diese Zahlen umfassen nicht die permanenten US-Einwohner aus diesen Ländern, die ebenfalls Green Cards für Verwandte im Ausland beantragen können. Die Behörde hat angekündigt, dass dies eine sich entwickelnde Geschichte ist und weitere Updates folgen werden.

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