US-Erzeugerpreise steigen im März moderater als erwartet

US-Erzeugerpreise steigen im März moderater als erwartet

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Die US-Erzeugerpreise sind im März 2026 deutlich weniger stark gestiegen als von Analysten erwartet. Dieser moderate Anstieg, der trotz des Einflusses des Iran-Krieges auf die Energiepreise erfolgte, könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Inflationsdruck nachlässt. Die Daten bieten der Federal Reserve möglicherweise Spielraum für ihre geldpolitischen Entscheidungen.

Erwartungen übertroffen: Großhandelspreise steigen moderater als prognostiziert

Der Erzeugerpreisindex (PPI) für die Endnachfrage, ein Maß für die Kosten in der Produktionskette, erhöhte sich im März saisonbereinigt um 0,5 % gegenüber dem Vormonat. Dies lag deutlich unter der Konsensschätzung von Dow Jones, die einen Anstieg von 1,1 % prognostiziert hatte, wie aus einem Bericht des Bureau of Labor Statistics vom Dienstag, dem 14. April 2026, hervorgeht. Wall Street hatte sich auf einen "Hormuz-Schock" bei den Großhandelspreisen im März vorbereitet, doch die Daten zeigten, dass dieser noch nicht eingetreten ist.

Ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie stieg der Kern-PPI im März lediglich um 0,1 %, während hier ein Anstieg von 0,5 % erwartet worden war. Auf Jahresbasis beschleunigte sich der Gesamt-PPI um 4 %, was den größten 12-Monats-Anstieg seit Februar 2023 darstellt. Der Kern-PPI verzeichnete einen jährlichen Anstieg von 3,8 %.

Energiekosten als Haupttreiber der Preisentwicklung

Wie erwartet waren die Energiekosten der Hauptverursacher des Indexanstiegs. Der Benzinindex stieg um 15,7 % und machte laut BLS etwa die Hälfte des PPI-Anstiegs aus. Die Dieselpreise schossen um 42 % in die Höhe, während Kerosin um 30,7 % zulegte.

Infolgedessen stiegen die Warenpreise um 1,6 %, was jedoch durch stagnierende Dienstleistungskosten ausgeglichen wurde. Die Kosten für die Portfolioverwaltung, die die Erzeugerpreise bereits Anfang des Jahres in die Höhe getrieben hatten, stiegen im März um 1 % und auf Jahresbasis um 10,8 %.

Iran-Krieg und die Inflationsaussichten

Der Anstieg der Erzeugerpreise war geringer als der Anstieg der Verbraucherpreise im selben Monat, die um 0,9 % zulegten. Die Kernverbraucherpreise stiegen ebenfalls nur um 0,2 %. Obwohl einige Inflationsindikatoren für März auf einen erneuten Preisdruck hindeuteten, werden die Entscheidungsträger der Federal Reserve diese Werte wahrscheinlich ignorieren, wenn das zugrunde liegende Bild harmlos erscheint und, ebenso wichtig, der Waffenstillstand im Iran hält.

Seit der Ankündigung der Einstellung der Kämpfe haben sich die Energiepreise etwas entspannt. Der Preis für leichtes, süßes Rohöl in den USA ist in der vergangenen Woche um fast 15 % gesunken, liegt aber im Jahresverlauf immer noch fast 70 % höher. Fed-Beamte haben sich zwar vorsichtig über die Auswirkungen des Krieges geäußert, gehen aber generell davon aus, dass die Inflation im Laufe des Jahres weiter nachlassen und sich dem 2 %-Ziel der Zentralbank nähern wird.

Dennoch erwarten die Märkte, dass die Fed das ganze Jahr über an ihrer restriktiven Haltung festhalten wird, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bis Dezember bei weniger als 1 zu 3 liegt.

PPI als Frühindikator für die Verbraucherpreise

Der Erzeugerpreisindex misst die Großhandelsinflation auf der Ebene der Geschäftsbeziehungen und wird als Frühindikator für die Verbraucherpreise angesehen, da sich diese tendenziell mit einer Verzögerung niederschlagen. Die Daten beeinflussen auch den Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), ein Inflationsmaß, das von der Federal Reserve genau beobachtet wird. Der moderatere Anstieg der Erzeugerpreise im März könnte somit ein weiteres Zeichen dafür sein, dass der Inflationsdruck nachlässt.