
US-Finanzminister Bessent warnt Tankstellen vor Preisabsprachen
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US-Finanzminister Scott Bessent hat Tankstellenbetreiber eindringlich gewarnt, die Benzinpreise nicht unter dem Vorwand globaler Ölversorgungsprobleme künstlich hochzuhalten. Er betonte, dass das Finanzministerium die Preisgestaltung genau beobachten werde, um sicherzustellen, dass Preissenkungen ebenso schnell an die Verbraucher weitergegeben werden wie Preiserhöhungen. Präsident Donald Trump werde dabei ein wachsames Auge auf mögliche "schlechte Akteure" haben.
Bessent warnt Tankstellen vor Preisabsprachen
US-Finanzminister Scott Bessent richtete am Mittwoch auf dem CNBC Invest in America Forum eine klare Warnung an Tankstellen, die die Preise für Verbraucher unter dem Deckmantel globaler Ölversorgungsprobleme erhöht hatten. Bessent erklärte, dass das US-Finanzministerium die Einzelhandelspreise für Benzin genau im Auge behalten werde, um die Tankstellen "ehrlich zu halten". Er forderte, dass Preissenkungen ebenso konsequent umgesetzt werden müssten wie Preiserhöhungen.
Auf die Frage, ob dies eine Warnung sei, antwortete Bessent dem CNBC-Forum-Moderator: "Was gestiegen ist, muss jetzt wieder fallen." Er fügte mit einer kalkulierten Pause hinzu: "Ich bin sicher, dass jeder ein guter Akteur sein wird." Präsident Donald Trump werde jeden "schlechten Akteur" öffentlich benennen, so Bessent.
US-Ölproduktion und globale Versorgungslage
Präsident Trump und Finanzminister Bessent haben seit Wochen darauf hingewiesen, dass die USA ein Nettoexporteur von Öl sind und über reichlich eigene Vorräte verfügen. Nur ein Bruchteil des US-Öls stamme aus dem Nahen Osten. Die Annahme, dass globale Ölversorgungsprobleme, wie eine mögliche Drosselung des Ölflusses durch die Straße von Hormus infolge eines Konflikts mit Iran, die amerikanischen Benzinpreise maßgeblich beeinflussen würden, sei daher unbegründet.
Laut Trump und Bessent waren lokale Tankstellen, die Preise aus Angst vor zukünftigen Versorgungsengpässen anderswo auf der Welt erhöhten, nicht nur spekulativ, sondern erwarteten auch etwas, das nie eintreten würde. Solche Akteure wurden von Bessent als potenzielle "schlechte Akteure" bezeichnet.
Regionale Preisunterschiede und politische Debatte
Die Debatte um die Benzinpreise wird auch auf regionaler Ebene geführt. Die U.S. Oil & Gas Association (USOGA) wies kürzlich Behauptungen von Demokraten im Bundesstaat Kalifornien zurück, die hohe Benzinpreise auf den Konflikt mit Iran zurückführten. Harmeet Dhillon, stellvertretende Generalstaatsanwältin, kritisierte beispielsweise Rep. Ro Khanna (D-Kalifornien) auf X und betonte, dass die Benzinpreise an der Westküste Kaliforniens fast doppelt so hoch seien wie in Washington, D.C.
Tim Stewart, Präsident der USOGA, schrieb auf X in direkter Antwort an Khanna, dass hohe Benzinpreise in dessen Bezirk nicht "Trumps Krieg" seien, sondern "Sacrementos Werk". Dies unterstreicht die Ansicht, dass lokale Benzinpreise spekulativ sind und nicht direkt eine Funktion von Angriffen auf Iran oder einer Drosselung der Ölflüsse aus dem Nahen Osten.
Ausblick auf die Benzinpreisentwicklung
Finanzminister Bessent äußerte sich optimistisch bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Benzinpreise. "Ich denke, die Benzinpreise werden ziemlich schnell zu sinken beginnen", sagte er. Er verwies auf "große Rückgänge in den letzten zwei Wochen" als Indikator für eine bevorstehende Entspannung an den Zapfsäulen. Das US-Finanzministerium werde die Entwicklung der Einzelhandels-Benzinpreise für Verbraucher weiterhin genau beobachten.