
US-Finanzministerium verlängert Ausnahmeregelung für russisches Öl trotz Bessent-Dementi
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Das US-Finanzministerium hat die Aussetzung der Sanktionen gegen russische Öllieferungen verlängert, um Engpässe durch den Iran-Krieg zu mildern. Diese Entscheidung erfolgte nur wenige Tage, nachdem Finanzminister Scott Bessent eine solche Verlängerung noch ausgeschlossen hatte.
Verlängerung der Ausnahmeregelung für russisches Öl
Das US-Finanzministerium hat am Freitag die Aussetzung der Sanktionen gegen russische Öllieferungen verlängert. Ziel dieser Maßnahme ist es, Engpässe zu lindern, die durch den Iran-Krieg entstanden sind. Die Entscheidung steht im Kontrast zu einer früheren Äußerung von Finanzminister Scott Bessent.
Details der "General License"
Die sogenannte "General License" bedeutet, dass US-Sanktionen für 30 Tage nicht auf Lieferungen von russischem Öl angewendet werden, das ab Freitag auf Tanker verladen wurde. Diese Regelung erweitert eine ähnliche 30-Tage-Lizenz, die im März für russisches Öl ausgestellt wurde, das bis zum 11. März verladen worden war. Die Verlängerung unterstreicht, wie die Folgen des Iran-Krieges Moskaus Fähigkeit gestärkt haben, von seinen Energieexporten zu profitieren.
Diese Energieexporte waren seit der Invasion der Ukraine eigentlich eingeschränkt worden. Die aktuelle Entwicklung zeigt eine Verschiebung in der Prioritätensetzung, um die globalen Ölmärkte zu stabilisieren.
Bessents Kehrtwende
Finanzminister Scott Bessent hatte noch am Mittwoch im Weißen Haus eine Verlängerung der Lizenz ausgeschlossen. Er erklärte damals explizit: „Wir werden die General License für russisches Öl nicht erneuern, und wir werden die General License für iranisches Öl nicht erneuern.“ Die Regierung hat die Kehrtwende bisher nicht unmittelbar erklärt.