
US-Flugchaos nach Weihnachten: Wintersturm legt Verkehr lahm
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Nach den Weihnachtsfeiertagen erleben große US-Flughäfen massive Flugverspätungen und -ausfälle. Schwere Winterstürme an der Ost- und Westküste führen zu einem landesweiten Reisechaos, das Tausende von Passagieren betrifft und die Heimreise erschwert.
Wintersturm legt US-Flugverkehr lahm
Ein turbulentes Jahr für den Flugverkehr in den USA findet einen stürmischen Abschluss. Schneestürme und Regenfälle, die bereits an Heiligabend und am Weihnachtstag mehrere Bundesstaaten an beiden Küsten trafen, ziehen nun in den Nordosten weiter, darunter New York, New Jersey und Pennsylvania. Dies führt zu erheblichen Schwierigkeiten für Reisende, die nach Hause zurückkehren möchten.
Laut der "Misery Map" von FlightAware, die Flugstörungen in Echtzeit verfolgt, wurden am Freitag um 18:45 Uhr ET über 1.000 Verspätungen und mehr als 350 Annullierungen an den größten US-Flughäfen registriert. Die aktuellen Wetterbedingungen sind die Hauptursache für dieses weitreichende Reisechaos.
Ostküste im Schneechaos
Die Ostküste bereitet sich auf erhebliche Schneefälle vor, nachdem der Sturm aus dem Mittleren Westen herangezogen ist. New York City erwartet die größten Schneemengen seit Januar 2022, als zuletzt mindestens 4 Zoll Schnee fielen. Ähnliche Wetterbedingungen werden für New Jersey und den Norden des Bundesstaates New York prognostiziert.
Die NYC Emergency Management gab bekannt, dass "Schnee am Freitagnachmittag erwartet wird und sich in der Freitagnacht zu stetigem, akkumulierendem Schnee verstärken wird." Der National Weather Service (NWS) prognostiziert 3 bis 7 Zoll Schnee, wobei lokal höhere Mengen möglich sind.
Die Auswirkungen auf den Flugverkehr sind gravierend:
- Der JFK International Airport verzeichnet 369 Annullierungen, davon 210 allein am Freitag, sowie 210 Verspätungen.
- Am Newark Liberty International Airport sind 244 Annullierungen zu beklagen, Tendenz steigend.
- Flüge von Flughäfen rund um New York City nach Chicago, Detroit und Denver sind laut der Misery Map am stärksten von Verspätungen und Annullierungen betroffen.
Westküste kämpft mit Regen und Wind
Auch die Westküste erholt sich langsam von einem außergewöhnlich nassen Weihnachtsfest. In den letzten zwei Tagen erhielten die meisten Bewohner Kaliforniens mindestens eine Wetterwarnung, da ein atmosphärischer Fluss, begleitet von starken Winden, Überschwemmungen und Schlammlawinen, den Golden State heimsuchte. Der NWS erklärte, dass dies die nasseste Weihnachtszeit in Los Angeles seit 54 Jahren ist.
Die Situation an den Flughäfen der Westküste:
- Der San Francisco International Airport (SFO) meldete am Freitagmorgen 153 Flugverspätungen aufgrund windiger Bedingungen. Bis zum Mittag zählte FlightAware insgesamt 381 verspätete Flüge von SFO.
- Eine kurzzeitige Schließung von Terminal 1 durch die Polizei wegen eines "verdächtigen Pakets" verschärfte die Lage zusätzlich, bevor es ohne Erklärung wieder geöffnet wurde.
- Der Los Angeles International Airport (LAX) verzeichnet insgesamt 283 Verspätungen und 41 Annullierungen.
- Flüge von LAX nach Seattle, Salt Lake City, Denver und zur Ostküste sind ebenfalls von Störungen betroffen.
Ein turbulentes Jahr für die Luftfahrt
Die aktuellen Störungen reihen sich ein in ein ohnehin schwieriges Jahr für den Flugverkehr. Bereits zuvor gab es mehrere Vorfälle, die das Vertrauen der Reisenden erschütterten. Dazu gehören hochkarätige Flugunfälle, wie der Absturz eines American Airlines Fluges in einen Black Hawk Helikopter.
Zudem führte die Entlassung Hunderter FAA-Mitarbeiter durch das White House DOGE Office zu einer neuen Flugangst bei einigen Amerikanern. Auch ein späterer Regierungsstillstand sorgte für Engpässe, da Fluglotsen ohne Bezahlung krankheitsbedingt ausfielen und einige Flughäfen dadurch teilweise lahmgelegt wurden.