US-Flughäfen: Lange Wartezeiten durch TSA-Personalmangel und Shutdown

US-Flughäfen: Lange Wartezeiten durch TSA-Personalmangel und Shutdown

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Eine partielle Regierungsschließung in den USA hat zu erheblichen Personalengpässen bei der Transportsicherheitsbehörde (TSA) geführt, was an mehreren Flughäfen zu stundenlangen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen verursachte. Reisende wurden am Sonntag, dem Beginn der geschäftigen Spring-Break-Reisezeit, mit massiven Verzögerungen konfrontiert, die die Flugbranche und Passagiere gleichermaßen beunruhigten.

Lange Wartezeiten an US-Flughäfen

Am Sonntag kam es an zahlreichen Flughäfen landesweit zu massiven Rückstaus an den Sicherheitskontrollen. Besonders betroffen war der William P. Hobby Airport (HOU) in Houston, eine wichtige Basis für Southwest Airlines, wo die TSA durchschnittliche Wartezeiten von fast drei Stunden meldete. Der Flughafen riet Passagieren, bis zu fünf Stunden vor ihrem Flug einzutreffen.

Auch am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport (ATL), dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt und einem Megahub für Delta Air Lines, sowie am Louis Armstrong New Orleans International Airport (MSY) wurden durchschnittliche Wartezeiten von einer Stunde verzeichnet. Beide Flughäfen empfahlen Reisenden, mindestens drei Stunden vor Abflug zu erscheinen. Weitere Flughäfen mit erhöhten Wartezeiten waren der George Bush Intercontinental Airport in Houston (51 Minuten) und der Charlotte Douglas International Airport (47 Minuten).

Ursache: Regierungsschließung und unbezahlte TSA-Mitarbeiter

Die aktuellen Störungen sind eine direkte Folge der partiellen Regierungsschließung, die das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS), zu dem die TSA gehört, betrifft und in ihre vierte Woche gegangen ist. TSA-Mitarbeiter gelten als unverzichtbare Bundesangestellte und sind verpflichtet, zur Arbeit zu erscheinen, erhalten jedoch keine regulären Gehaltsschecks.

Diese Situation führte zu einem Anstieg der Krankmeldungen und einem Mangel an Personal an den Sicherheitskontrollen. Bereits während der Regierungsschließung 2018-2019 stiegen die Ausfälle bei der TSA, was zur Schließung einiger Kontrollpunkte und längeren Warteschlangen führte. Die aktuelle Schließung betrifft jedoch ausschließlich Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums.

Auswirkungen auf Reisende und Fluggesellschaften

Die Personalengpässe bei der TSA haben weitreichende Folgen: Neben stundenlangen Wartezeiten kam es zu Flugverspätungen und zahlreichen Passagieren, die ihre Flüge verpassten. Am Flughafen Atlanta wurden die Sicherheitsverzögerungen zusätzlich durch wetterbedingte Störungen des Flugverkehrs verstärkt, was zur Annullierung von etwa 4 % der geplanten Abflüge am Sonntag führte.

Die Reise- und Luftfahrtbranche äußert scharfe Kritik an der politischen Blockade in Washington. Chris Sununu, CEO der Luftfahrt-Handelsgruppe Airlines for America, erklärte am Sonntagabend: "Da die TSA-Mitarbeiter diese Woche einen Gehaltsscheck von 0 Dollar erhalten, sehen wir aus erster Hand die erheblichen Belastungen, die die aktuelle DHS-Schließung im gesamten Luftfahrtsystem verursacht." Er betonte, dass die Schließung "sehr reale Konsequenzen" habe.

Lokale Maßnahmen und Ausblick

Die betroffenen Flughäfen versuchen, die Situation bestmöglich zu managen. Der Flughafen New Orleans teilte auf X mit, dass Flughafenmitarbeiter vor Ort seien, um die Warteschlangen zu organisieren und die Passagiere zu unterstützen. Die Flughäfen koordinieren sich weiterhin eng mit ihren Bundespartnern bei der TSA, um die Personalprobleme während der partiellen Schließung zu bewältigen.

Bislang waren größere Störungen der Flughafensicherheit infolge der Regierungsschließung ausgeblieben, doch dies scheint sich nun zu ändern. Die anhaltende Situation unterstreicht die weitreichenden Auswirkungen, die politische Blockaden auf kritische öffentliche Dienste und Infrastrukturen haben können.