
US-Führungskräfte sehen Zölle als dauerhafte Realität der Handelspolitik
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US-Führungskräfte betrachten Zölle zunehmend als eine dauerhafte Realität für ihre Geschäftsplanung. Eine aktuelle Umfrage von PwC zeigt, dass die Mehrheit der Unternehmen nicht mehr mit einer baldigen Rücknahme dieser Handelsschranken rechnet, unabhängig von der politischen Führung im Weißen Haus.
Zölle als neue Normalität: Eine dauerhafte Planungsannahme
Eine aktuelle Umfrage von PwC unter US-Führungskräften enthüllt, dass 86 % der Befragten Zölle als eine "permanente Planungsannahme" betrachten. Diese Einschätzung, die im vergangenen Monat erhoben und am Montag veröffentlicht wurde, deutet darauf hin, dass die Unternehmen davon ausgehen, dass Zölle "über die aktuelle Administration hinaus" bestehen bleiben, wie Rohit Kumar, Co-Leiter des nationalen Steuerbüros bei PwC, feststellt.
Historischer Wandel in der Handelspolitik
Dies markiert einen deutlichen Wandel im Vergleich zu Trumps erster Amtszeit, als viele Unternehmen die Einführung von Zöllen noch stark ablehnten. Obwohl der damalige Präsidentschaftskandidat Joe Biden im Wahlkampf 2020 eine Rücknahme der Trump-Zölle in Aussicht stellte, behielt er nach seinem Amtsantritt viele davon bei und führte sogar eigene ein, beispielsweise auf chinesische Elektrofahrzeuge.
Diese Kontinuität sowie ein Rückgang der Unterstützung für Freihandelsabkommen im Vergleich zu vor 20 Jahren führen dazu, dass viele Unternehmenslenker weniger optimistisch hinsichtlich einer baldigen Zollrücknahme sind. Kumar betont: "Was auch immer am Ende des Tages übrig bleibt, wird wahrscheinlich bestehen bleiben, selbst wenn es einen politischen Machtwechsel im Weißen Haus gibt."
Auswirkungen und Anpassungsfähigkeit der US-Unternehmen
Die Zölle, die Trump in seiner zweiten Amtszeit eingeführt hat, betrafen eine Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen, von Kochgeschirr bei Costco bis hin zu kleinen Sendungen, die über UPS verschickt wurden. Trotz der Herausforderungen durch diese Handelsschranken zeigen sich die befragten Führungskräfte bemerkenswert widerstandsfähig und optimistisch.
Neun von zehn der von PwC befragten Manager gaben an, dass ihr Unternehmen "jetzt besser aufgestellt ist als vor zwei Jahren". Zudem sehen sich 64 % der Unternehmen in der Lage, proaktiv auf politische und geopolitische Veränderungen zu reagieren und sind hier "der Zeit voraus". Die PwC-Umfrage befragte 633 Führungskräfte, von C-Level-Managern bis zu Vorstandsmitgliedern, aus verschiedenen Branchen zu ihren Erwartungen bezüglich Politik, Risiken und Wachstumschancen.
Die Zusammenfassung der Umfrageergebnisse fasst zusammen: "US-Führungskräfte haben sich von der Reaktion auf Störungen zu einem operativen Handeln mit größerer Zuversicht und stabilerer Basis entwickelt."