
US-Haushaltsstreit: ICE-Präsenz an Flughäfen bleibt trotz TSA-Zahlungen
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Obwohl Präsident Trump eine Anordnung zur Bezahlung der Mitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) unterzeichnet hat, werden weiterhin Beamte der Immigration and Customs Enforcement (ICE) an US-Flughäfen assistieren. Diese Maßnahme bleibt bestehen, bis die Flughäfen das Gefühl haben, zu 100 % wieder normal operieren zu können, während der Haushaltsstreit um das Department of Homeland Security (DHS) anhält.
ICE-Präsenz an Flughäfen bleibt bestehen
Tom Homan, der Grenzbeauftragte der Trump-Regierung, erklärte am Sonntag auf "Face the Nation with Margaret Brennan", dass die ICE-Präsenz an Flughäfen fortgesetzt werde. Dies sei notwendig, bis die Flughäfen wieder vollständig normale Abläufe gewährleisten könnten. Die Entscheidung hänge auch davon ab, wie viele TSA-Agenten nach der Auszahlung ihrer Gehälter an den Arbeitsplatz zurückkehren.
Homan betonte, dass die Sicherheit der Flughäfen angesichts einer erhöhten Bedrohungslage oberste Priorität habe. Er sagte: "Wenn weniger TSA-Agenten zurückkommen, bedeutet das, dass wir mehr ICE-Agenten dort behalten werden." ICE sei da, um die "Brüder und Schwestern bei der TSA" zu unterstützen, solange dies nötig sei.
Hintergrund: Der DHS-Haushaltsstreit
Das Department of Homeland Security (DHS) befindet sich seit über 40 Tagen im Shutdown, was zu einem politischen Stillstand im Kongress geführt hat. Präsident Trump hatte am Donnerstag angekündigt, Gelder umzuleiten, um die TSA-Agenten zu bezahlen, die seit Beginn des Shutdowns über einen Monat lang kein Gehalt erhalten hatten. Seit Beginn des Shutdowns haben jedoch fast 500 TSA-Agenten gekündigt, was zu langen Warteschlangen an Sicherheitskontrollen führte, wie beispielsweise am Baltimore-Washington International Marshall Airport.
Der Senat verabschiedete am Freitag einen Gesetzentwurf zur Finanzierung des DHS, der jedoch keine Mittel für ICE und andere Einwanderungsbehörden vorsah. Das Repräsentantenhaus lehnte diesen Entwurf ab und verabschiedete stattdessen eine eigene Version, die die Finanzierung des gesamten Ministeriums, einschließlich ICE, für 60 Tage verlängern würde. Diese gegensätzlichen Entwürfe lassen ein Ende des Shutdowns derzeit nicht absehen.
Finanzierung und unbezahlte Behörden
Während Teile des DHS vom Shutdown betroffen sind, sind ICE und Customs and Border Protection (CBP) weiterhin voll funktionsfähig. Sie erhielten Mittel aus Trumps "2025 One Big, Beautiful Bill". Auch das Personal des Secret Service wird während des Shutdowns bezahlt.
Andere Behörden innerhalb des DHS, die nicht finanziert wurden, sind FEMA, CISA und die U.S. Coast Guard. Obwohl die aktiven Mitglieder der Küstenwache derzeit mit diskretionären Mitteln bezahlt werden, bleiben viele Operationen und Mitarbeiter von der fehlenden Finanzierung betroffen.
Politische Pattsituation und Reformforderungen
Die Demokraten weigern sich, ein Budget für das DHS zu verabschieden, das keine Reformen der Einwanderungsbehörden beinhaltet. Der vom Senat verabschiedete Entwurf enthielt diese Reformen nicht, wurde aber von den Demokraten als Erfolg gefeiert, da er ICE nicht finanzieren und weitere Verhandlungen ermöglichen würde.
Tom Homan wies die Forderungen der Demokraten am Sonntag zurück und erklärte, dass "wir diese Änderungen bereits vorgenommen haben". Er argumentierte, dass die Demokraten Reformen, einschließlich der Bereitstellung von Körperkameras für ICE-Agenten, blockieren. Homan sagte: "Der Gesetzentwurf, den sie gerade blockieren, sieht 120 Millionen Dollar für den Kauf weiterer Kameras vor."
Kontroversen und Personalwechsel
Die Taktiken von ICE und CBP stehen seit Beginn der Trump-Regierung in der Kritik. Die Aufmerksamkeit verstärkte sich nach Vorfällen in Minneapolis im Januar, bei denen Einwanderungsbeamte zwei US-Bürger, Renee Good und Alex Pretti, in zwei separaten Vorfällen töteten. Homan übernahm nach den Schießereien die Kontrolle über die Operation in Minneapolis.
Im Zuge dieser Ereignisse trat die umstrittene DHS-Sekretärin Kristi Noem, eine interne Rivalin Homans, Anfang des Monats von ihrem Posten zurück. Fragen zu Anzeigenverträgen unter ihrer Aufsicht hatten zu ihrem Abgang geführt. Der ehemalige Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma wurde letzte Woche als ihr Nachfolger vereidigt.