US-Indien Handelsabkommen: Trump senkt Zölle und stärkt Beziehungen

US-Indien Handelsabkommen: Trump senkt Zölle und stärkt Beziehungen

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US-Präsident Donald Trump hat ein Handelsabkommen mit Indien angekündigt, das die US-Zölle auf indische Waren von 25% auf 18% senken soll. Dieser Schritt folgt kurz nach einem ähnlichen Abkommen zwischen der Europäischen Union und Indien und signalisiert Washingtons Bestreben, im globalen Handel nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das Abkommen soll die zuletzt angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern stabilisieren.

Neues Handelsabkommen zwischen USA und Indien vereinbart

US-Präsident Donald Trump gab am Montag, dem 2. Januar 2026, auf Truth Social bekannt, dass er ein Handelsabkommen mit Indien vereinbart habe. Dies geschah kurz nachdem die Europäische Union und Indien ebenfalls ein umfassendes Handelsabkommen geschlossen hatten. Analysten hatten zuvor prognostiziert, dass solche Deals, insbesondere der EU-Indien-Pakt, die USA unter Druck setzen könnten, ihr eigenes ins Stocken geratenes Abkommen mit Indien voranzutreiben.

Das Abkommen wurde von den asiatischen Märkten am Dienstag positiv aufgenommen. Terry Haines, Gründer der Analysefirma Pangaea Policy, kommentierte auf LinkedIn, dass der US-Indien-Deal eine "nachdrückliche Antwort" an jene sei, die dachten, die EU würde die USA im Handel überflügeln. Er bezeichnete es als "nächstes großes Trump natsec [Nationale Sicherheitsstrategie] x wirtschaftliches 'Interdependenz'-Handelsabkommen mit einem wichtigen US-Verbündeten/einem wichtigen blockfreien Land". Haines fügte hinzu, es sei ein starkes Signal, dass Trump "gleichzeitig geht und Kaugummi kaut", also geopolitische Ablenkungen nicht zulässt, um die wirtschaftliche Aufmerksamkeit der USA aufrechtzuerhalten und weiterhin wichtige Handelsabkommen abzuschließen.

Details des Abkommens: Zölle, Öl und US-Importe

Laut Trumps Ankündigung auf Truth Social werden die USA den Hauptzoll auf Indien von 25% auf 18% senken. Zudem soll ein zusätzlicher 25%-Zoll, der im vergangenen Sommer als Vergeltung für Indiens Käufe von russischem Öl verhängt wurde, aufgehoben werden. Premierminister Modi bestätigte auf X (ehemals Twitter) die Reduzierung der Zölle auf "Made in India"-Produkte auf 18% und dankte Präsident Trump für diese "wunderbare Ankündigung".

Trump behauptete weiter, Indien werde den Kauf von russischem Öl einstellen und stattdessen "über 500 MILLIARDEN DOLLAR an US-Energie, Technologie, Agrarprodukten, Kohle und vielen anderen Produkten" kaufen. Zudem soll Indien Handelsbarrieren mit den USA abbauen und "BUY AMERICAN" auf einem viel höheren Niveau betreiben. Modi erwähnte in seinen Posts jedoch weder russisches Öl noch Trumps Behauptung, Indien würde seine Zölle auf amerikanische Waren auf "null" reduzieren.

Experten wie Michael Kugelman vom Atlantic Council äußerten sich zur Ungewissheit über die genauen Details, da noch keine offizielle Erklärung vorliegt. Er betonte jedoch, dass die Senkung des US-Zolls von 50% (der im August verhängt wurde) auf 18% eine "große Errungenschaft" sei. Linscott merkte an, dass es sich wahrscheinlich um die erste Phase eines umfassenderen bilateralen Handelsabkommens handelt, dessen Details noch in einem rechtsverbindlichen Abkommen folgen könnten.

Auswirkungen auf die US-Indien-Beziehungen und Wirtschaft

Die Beziehungen zwischen den USA und Indien waren im vergangenen Jahr angespannt, insbesondere aufgrund der US-Zölle und Indiens Ölimporten aus Russland. Michael Kugelman sieht das Handelsabkommen als eine "vertrauensbildende Maßnahme", die den beiden Seiten helfen kann, ihre verschiedenen Probleme zu lösen. Linscott ergänzte, dass die Ankündigung die Spannungen an der Handelsfront entschärfen und die Beziehung stabilisieren könne.

Für Indien, das zu den größten Exportmärkten der USA gehört, ist die Senkung der Zölle von großer Bedeutung. Indien hatte zuvor versucht, die Auswirkungen der 50%-US-Zölle abzufedern, unter anderem durch verstärkte kommerzielle Zusammenarbeit mit China und ein Freihandelsabkommen mit der EU. Kugelman betonte, dass der Verlust der US-Märkte schwer zu kompensieren sei, was die Bedeutung dieses Abkommens unterstreiche.

Die vollständige Umsetzung des Deals könnte noch Wochen dauern, und erst dann werden sich die wirtschaftlichen Auswirkungen zeigen. Linscott erwartet, dass das Abkommen die Handelsbeziehung stabilisieren und ein beschleunigtes Wachstum ermöglichen wird. Premierminister Modi äußerte sich optimistisch: "Wenn zwei große Volkswirtschaften und die größten Demokratien der Welt zusammenarbeiten, kommt dies unseren Völkern zugute und erschließt immense Möglichkeiten für eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit."

Hintergrund der Spannungen und geopolitische Dimension

Die Beziehungen zwischen den USA und Indien hatten sich nach Trumps zweiter Amtszeit schnell verschlechtert, insbesondere nach Indiens Konflikt mit Pakistan im Mai und Trumps Entscheidung, Indien wegen seiner Rolle als führender Abnehmer russischen Öls zu kritisieren. Die USA hatten im August einen zusätzlichen 25%-Zoll auf Indien verhängt, da Indien weiterhin russisches Öl kaufte. Das Weiße Haus erklärte damals, Indiens anschließender Weiterverkauf dieses Öls auf dem freien Markt, oft mit erheblichem Gewinn, ermögliche es der Russischen Föderation, ihre Aggression zu finanzieren.

Trump erwähnte in seinen Posts auch breitere geopolitische Themen, einschließlich des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. Er behauptete, Modi habe zugestimmt, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen die Käufe aus den Vereinigten Staaten und möglicherweise Venezuela zu erhöhen. Das Abkommen kommt fast ein Jahr nach einem Treffen zwischen Modi und Trump im Oval Office, bei dem die Staats- und Regierungschefs versprachen, den Handel zu steigern.