
US-Inflation sinkt, Iran-Gespräche: Märkte suchen nach Orientierung
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Die jüngsten US-Verbraucherpreisdaten haben Anlegern, die zuvor durch Ängste im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) verunsichert waren, etwas Erleichterung verschafft. Gleichzeitig deuten Zeichen einer Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und Iran auf eine mögliche Deeskalation hin. Trotz dieser positiven Signale zeigten sich die US-Märkte am Freitag unentschlossen.
US-Inflation: Entspannung am Horizont?
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Januar auf Jahresbasis um 2,4 Prozent. Dies ist ein Rückgang gegenüber den 2,7 Prozent im Dezember und entspricht dem Niveau, das zuletzt im April 2025 nach der Einführung globaler Zölle durch Präsident Donald Trump verzeichnet wurde. Die Kerninflation, welche volatile Posten wie Energie und Lebensmittel ausschließt, lag bei 2,5 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April 2021.
Ökonomen hatten für beide Kennzahlen einen Anstieg von 2,5 Prozent erwartet. Phil Blancato, Chefmarktstratege bei Osaic, kommentierte die Daten: "Das sollte eine willkommene Nachricht für die Märkte und den voraussichtlichen neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh sein." Er fügte hinzu, dass dies zwar nur die Daten eines Monats seien, aber "wenn sich der Trend fortsetzt, sollte dies den Weg für niedrigere Zinsen und eine eingedämmte Inflation ebnen."
US-Märkte reagieren verhalten auf neue Daten
Trotz der potenziell positiven Inflationsnachrichten zeigten die US-Märkte am Freitag nur zögerliche Bewegungen in beide Richtungen. Die Unsicherheit über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Unternehmen scheint weiterhin zu dominieren. Alle wichtigen Indizes beendeten die Woche im Minus.
Entspannungssignale zwischen den USA und Iran
Eine weitere Quelle der Erleichterung für Anleger und die breitere Öffentlichkeit sind die Anzeichen einer Abkühlung der Spannungen zwischen den USA und Iran. Die beiden Länder werden am Dienstag in Genf ihre zweite Gesprächsrunde abhalten, wie der stellvertretende iranische Außenminister Majid Takht-Ravanchi der BBC mitteilte.
Takht-Ravanchi erklärte, Iran sei bereit, über eine Einschränkung seines Atomprogramms zu diskutieren. Im Gegenzug erwarte man leichtere Sanktionen und wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten.
Japans Wirtschaft: Wachstum unter Erwartungen
Abseits der US-Nachrichten expandierte Japans Wirtschaft in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 um 0,1 Prozent auf Quartalsbasis. Dies kehrt eine Kontraktion von 0,6 Prozent im dritten Quartal um. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Wachstum verfehlte jedoch die von einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen erwartete Expansion von 0,4 Prozent.