US-Innenminister fordert IEA zur Freigabe von Ölreserven wegen Iran-Krieg auf

US-Innenminister fordert IEA zur Freigabe von Ölreserven wegen Iran-Krieg auf

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Angesichts der massiven Lieferengpässe, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurden, hat US-Innenminister Doug Burgum am Mittwoch, den 11. März 2026, die Internationale Energieagentur (IEA) aufgefordert, ihre Ölreserven freizugeben. Diese Maßnahme soll den Druck auf die globalen Ölpreise mindern, die infolge der Konflikte stark gestiegen sind.

Hintergrund der Forderung

Burgum betonte in einem Interview mit Fox News, dass die aktuelle Situation kein globales Energieproblem darstelle, sondern ein temporäres Transitproblem. "Das sind genau die Momente, für die diese Reserven gedacht sind", erklärte er. Die militärische und diplomatische Lösung des Transitproblems sei in Arbeit, und eine Freigabe der Reserven sei der perfekte Zeitpunkt, um den globalen Preisdruck zu mindern.

Der Iran-Krieg, der durch US-israelische Angriffe auf den obersten Führer des Iran ausgelöst wurde, hat den Nahen Osten in einen Konflikt gestürzt. Die daraus resultierenden Raketen- und Drohnenangriffe des Iran sowie Drohungen haben die Straße von Hormus, eine entscheidende Schifffahrtsroute, nahezu stillgelegt.

IEA-Vorschlag und globale Reserven

Laut Berichten des Wall Street Journal, die sich auf Quellen berufen, hat die IEA vorgeschlagen, 400 Millionen Barrel Öl freizugeben. Dies wäre die größte Freigabe in der Geschichte der Organisation und würde die bisher größte Freigabe nach Russlands Invasion in der Ukraine mehr als verdoppeln. Die IEA hielt am Dienstag eine Notfallsitzung ab, um eine solche Freigabe zu diskutieren, hat jedoch noch keine öffentliche Empfehlung bekannt gegeben.

Die 32 Mitgliedsländer der IEA, zu denen fortgeschrittene Volkswirtschaften in Europa, Nordamerika und Nordostasien gehören, halten insgesamt etwa 1,2 Milliarden Barrel Öl in Reserve.

Die Rolle der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist eine schmale Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die für den globalen Ölexport von entscheidender Bedeutung ist. Vor dem Krieg passierten etwa 20 Prozent des weltweiten Erdölverbrauchs diese Meerenge. Aktuell sind die meisten Tanker aufgrund der Angst vor Angriffen durch die Islamische Republik nicht bereit, die Passage zu nutzen, was zu der massiven Versorgungsstörung führt.

Internationale Reaktionen

Neben der Diskussion innerhalb der IEA hat auch Japan auf die Situation reagiert. Japans Premierminister Takaichi Sanae kündigte am Mittwoch an, dass Tokio plane, bereits am Montag eigenständig Öl aus seinen Reserven freizugeben. Dies berichtete der japanische Sender NHK.

Ausblick und Begründung

Burgum äußerte sich zuversichtlich, dass es zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten in der Region "viele Optionen" gebe, um sicherzustellen, dass die Energieversorgung der Weltwirtschaft gewährleistet bleibt. Die Freigabe von Reserven sei eine temporäre Maßnahme, um eine temporäre Störung zu überbrücken, bis militärische und diplomatische Lösungen greifen.

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