US-Iran-Krieg: 25 Milliarden Dollar in zwei Monaten – Munitionsengpässe drohen

US-Iran-Krieg: 25 Milliarden Dollar in zwei Monaten – Munitionsengpässe drohen

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Das US-Verteidigungsministerium hat die Kosten für die ersten zwei Monate des Krieges gegen den Iran, bekannt als Operation Epic Fury, auf rund 25 Milliarden US-Dollar beziffert. Diese Summe wurde von einem hochrangigen Beamten des Pentagons während einer Anhörung im Kongress bekannt gegeben und umfasst hauptsächlich Munitionsausgaben sowie Betriebs- und Wartungskosten. Die Auswirkungen des Konflikts reichen jedoch weit über die direkten Militärausgaben hinaus und beeinflussen globale Energiemärkte.

Hohe Kosten für Operation Epic Fury

Seit dem Beginn der Operation Epic Fury Ende Februar belaufen sich die Ausgaben der USA für den Krieg gegen den Iran auf etwa 25 Milliarden US-Dollar. Dies teilte Jules Hurst, der amtierende Pentagon-Controller, am Mittwoch dem Kongress mit. Die Kosten umfassen den Einsatz von Munitionen, den Aufbau von Streitkräften im und um den Nahen Osten sowie beschädigte oder zerstörte Ausrüstung.

Hurst erklärte, dass der Großteil dieser Summe für Munitionen aufgewendet wurde, ein weiterer Teil für Operationen und Wartung (O&M) sowie den Ersatz von Ausrüstung. Das Pentagon plant, eine zusätzliche Haushaltsanfrage zu stellen, sobald eine vollständige Bewertung der Konfliktkosten vorliegt. Diese Schätzung deckt sich mit externen Expertenschätzungen des American Enterprise Institute, die die inkrementellen Kosten zu Beginn des Waffenstillstands zwischen 25 und 35 Milliarden US-Dollar ansiedelten.

Munitionsverbrauch im Fokus

Der hohe Munitionsverbrauch ist ein zentraler Kostenfaktor und wirft Bedenken hinsichtlich der militärischen Bereitschaft für zukünftige Konflikte auf. Die USA haben kritische Waffenbestände aufgebraucht, deren Wiederbeschaffung kostspielig ist und Jahre dauern kann. Dies schürt Sorgen über die Verteidigungsfähigkeit in potenziellen Auseinandersetzungen, beispielsweise mit China.

Experten des Center for Strategic and International Studies identifizierten sieben Schlüsselmunitionen, die in der Operation Epic Fury stark genutzt wurden:

  • 190 bis 290 THAAD-Abfangraketen
  • Ein großer Anteil an SM-3-Abfangraketen
  • 40 bis 70 Precision Strike Missiles aus einem begrenzten Arsenal
  • Mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper

Obwohl viele der Herstellerfirmen die Produktion hochfahren, um die Verteidigungsbestände aufzufüllen und zu vertiefen, hängen diese Erweiterungen von neuen Finanzmitteln des Kongresses und den Produktionszeitplänen ab.

Breite wirtschaftliche Auswirkungen

Über die direkten Militärausgaben von 25 Milliarden US-Dollar hinaus hat der Krieg weitreichende wirtschaftliche Folgen. Die anhaltende Schließung der Straße von Hormus hat die Preise für Rohöl und Erdgas in die Höhe getrieben. Diese Auswirkungen werden voraussichtlich weiterhin in verschiedenen Industrien und Sektoren spürbar sein.

Die Kosten dürften weiter steigen, da die USA iranische Häfen blockieren, die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran kaum Fortschritte zeigen und die USA weiterhin bereit sind, die Kampfhandlungen in der Region mit einem massiven Truppenaufbau wieder aufzunehmen.

Politische Debatte und Haushaltsanfragen

Die Kosten des Krieges waren Gegenstand einer Anhörung des Pentagon-Managements vor dem House Armed Services Committee auf dem Capitol Hill. Dort wurde auch der Haushaltsantrag für das Fiskaljahr 2027 in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar diskutiert. Rep. Adam Smith, ein Demokrat aus Washington, fragte nach Kostenschätzungen und zusätzlichen Haushaltsanfragen.

Der Krieg wurde am 28. Februar von den USA und Israel ohne Zustimmung des Kongresses begonnen. Demokraten im Repräsentantenhaus und Senat scheiterten mit mehreren Resolutionen, die Präsident Donald Trump gezwungen hätten, den Konflikt bis zu einer Genehmigung durch den Kongress zu stoppen. Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine, betonten die Notwendigkeit weiterer Drohnen, Raketenabwehrsysteme und Kriegsschiffe.

Demokraten äußerten Bedenken hinsichtlich der explodierenden Kriegskosten, des massiven Verbrauchs kritischer US-Munitionen und der Bombardierung einer Schule, bei der Kinder getötet wurden. Einige Abgeordnete hinterfragten auch Trumps Umgang mit Verbündeten und die Bereitschaft des Militärs, iranische Drohnenschwärme abzuwehren, von denen einige die US-Verteidigung durchdrangen und amerikanische Truppen töteten oder verwundeten. Republikaner wie Rep. Mike Rogers, Vorsitzender des Armed Services Committee, konzentrierten sich auf Trumps Forderung nach erhöhten Militärausgaben, angesichts steigender Verteidigungsausgaben Chinas, Russlands und des Irans.

Erwähnte Persönlichkeiten