US-Märkte: Volatilität, steigende Renditen und Liquiditätsengpässe im Fokus

US-Märkte: Volatilität, steigende Renditen und Liquiditätsengpässe im Fokus

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die US-Finanzmärkte stehen vor einer verkürzten, aber potenziell turbulenten Handelswoche. Nach einer Handelspause am Montag aufgrund eines Feiertags könnten die verbleibenden Tage von erhöhter Volatilität, Liquiditätsengpässen und einem signifikanten Anstieg der Anleiherenditen geprägt sein. Marktteilnehmer blicken gespannt auf wichtige Ereignisse, die die Dynamik der Finanzmärkte beeinflussen könnten.

US-Märkte vor Feiertagspause und erhöhter Volatilität

Die US-Märkte bleiben am Montag geschlossen, was den Anlegern eine kurze Verschnaufpause verschafft. Bereits am Sonntag um 8:30 Uhr ET zeigten die Weekend US Tech CFDs einen Rückgang von etwa 75 Basispunkten, was darauf hindeutet, dass die Futures bei Wiederaufnahme des Handels am Sonntagabend um 18:00 Uhr ET voraussichtlich in ähnlichem Umfang fallen werden.

Der Dienstag könnte sich als besonders ereignisreich erweisen. Eine potenzielle Urteilsverkündung des Obersten Gerichtshofs (Supreme Court) um 10:00 Uhr ET könnte die implizite Volatilität in die Höhe treiben. Zudem steht an diesem Tag eine T-Bill-Abrechnung in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar an, die die Liquiditätsbedingungen am Markt zusätzlich verschärfen könnte.

Liquidität und Fed-Fazilitäten im Fokus

Die bevorstehende T-Bill-Abrechnung am Dienstag wird voraussichtlich zu einer Verknappung der Liquidität führen. Sollten die Overnight-Finanzierungssätze in dieser Woche zu steigen beginnen, würde dies den Druck auf die Nutzung der Standing Repo Facility der Federal Reserve erhöhen.

Ein kritischer Schwellenwert für den Overnight-Satz liegt dabei bei über 3,75 %. Ein Überschreiten dieses Niveaus könnte auf eine zunehmende Anspannung im Geldmarkt hindeuten und die Notwendigkeit einer Intervention der Fed signalisieren.

Index-Ausblick: Negative Gamma und Unterstützungsniveaus

Die aktuelle Marktkonstellation für einen wichtigen Index erscheint nach Einschätzung von Experten sehr schwach. Es wird erwartet, dass der Index bei Wiederaufnahme des Handels am Dienstag in einem negativen Gamma-Zustand sein wird, was eine weitere Ausweitung der Volatilität begünstigen könnte.

Das Rising-Wedge-Muster bleibt fest bestehen. Ein Bruch unter die Unterstützung bei 6.900 Punkten würde die Wahrscheinlichkeit eines tieferen Rückgangs deutlich erhöhen.

Anleiherenditen im Aufwind: Die 10-jährige Rendite bricht aus

Am Freitag kam es zu einem signifikanten Ausbruch der 10-jährigen Rendite. Ein Großteil dieser Bewegung wird mit dem vierteljährlichen Refinanzierungsfragebogen in Verbindung gebracht, der am Freitagnachmittag an die Primärhändler versandt wurde.

Die stärkste Versteilerung der Zinskurve war im "Bauch" der Kurve zu beobachten. Dies wäre plausibel, falls das US-Finanzministerium (Treasury) erwägt, die 7-jährige Anleihe von einer monatlichen Neuemission auf eine vierteljährliche Neuemission mit zwei Wiedereröffnungen umzustellen.

Spekulationen um zukünftige Staatsanleihen-Emissionen

Es wird spekuliert, dass das Treasury den Markt auf eine mögliche Änderung der Emissionsgrößen oder Laufzeiten in naher Zukunft vorbereiten könnte. Diese Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass die Renditen im mittleren Bereich der Zinskurve am stärksten gestiegen sind, was zu dieser Überlegung passt.

Wäre die Bewegung primär durch die Annahme getrieben worden, dass Kevin Hassett nicht länger als Kandidat für den Fed-Vorsitz in Frage kommt, wäre ein stärkerer Anstieg der Renditen am kurzen Ende der Kurve zu erwarten gewesen. Unabhängig vom genauen Grund ist der Ausbruch der 10-jährigen Rendite bedeutsam und könnte einen weiteren Anstieg einleiten. Die Bestätigung dieser Entwicklung am Dienstag wird entscheidend sein.