
US-Militärschlag in Venezuela: Trump verkündet Maduros Gefangennahme
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Ein massiver Militärschlag der Vereinigten Staaten gegen Venezuela hat zur angeblichen Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro geführt, wie US-Präsident Donald Trump am Samstag bekannt gab. Während Caracas die Angriffe als "extrem ernste militärische Aggression" verurteilt und die Mobilisierung der Verteidigungskräfte angeordnet hat, bleiben die genauen Auswirkungen auf die geopolitische und wirtschaftliche Stabilität der Region ungewiss. Die Ereignisse markieren eine signifikante Eskalation der langjährigen Spannungen zwischen den beiden Nationen.
US-Präsident Trump verkündet Maduros Gefangennahme
US-Präsident Donald Trump erklärte am 2. Januar auf Truth Social, die Vereinigten Staaten hätten einen "groß angelegten Schlag" gegen Venezuela und dessen Anführer Nicolás Maduro erfolgreich ausgeführt. Trump schrieb, Maduro sei zusammen mit seiner Frau gefangen genommen und außer Landes geflogen worden. Ein US-Beamter bestätigte später, dass Elite-Spezialeinheiten Maduro gefasst hätten.
Eine Pressekonferenz zu den Ereignissen ist für 11 Uhr ET von Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida angekündigt. Diese direkte Intervention der USA in Lateinamerika ist die erste ihrer Art seit der Invasion Panamas im Jahr 1989, die zur Absetzung des Militärführers Manuel Noriega führte.
Militärschläge erschüttern Caracas und weitere Regionen
Die venezolanische Regierung bestätigte, dass die USA am frühen Samstagmorgen Angriffe auf Caracas und die Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira durchgeführt haben. Sie verurteilte die Angriffe als "extrem ernste militärische Aggression" und rief alle sozialen und politischen Kräfte auf, diese zurückzuweisen. Präsident Maduro rief den nationalen Notstand aus und mobilisierte die Verteidigungskräfte.
Zeugen berichteten von Explosionen, Flugzeugen und schwarzem Rauch, die ab etwa 2 Uhr morgens für rund 90 Minuten in Caracas zu sehen waren. Bilder zeigten Feuer am Militärkomplex Fuerte Tiuna nach einer Reihe von Explosionen. Bewohner äußerten Schock und Angst, während sie Videos von aufsteigendem Rauch und hellen orangefarbenen Blitzen am Himmel aufnahmen.
Ein Stromausfall betraf den südlichen Teil der Stadt, nahe einer großen Militärbasis. Die Federal Aviation Administration (FAA) verhängte aufgrund "laufender militärischer Aktivitäten" ein Flugverbot für US-Handelsflüge im venezolanischen Luftraum.
Hintergrund des Konflikts: Öl, Drogen und politische Spannungen
Die Angriffe erfolgen inmitten wachsender Spannungen zwischen Maduro und Trump. Trump hatte Maduro in den letzten Monaten wiederholt mit militärischen Maßnahmen gedroht, unter anderem wegen angeblicher Drogenhandelsnetzwerke in Venezuela. Caracas hingegen behauptet, das wahre Ziel Washingtons sei der Sturz der venezolanischen Regierung und die Beschlagnahmung der strategischen Ressourcen des Landes, insbesondere seines Öls und seiner Mineralien.
Die USA haben in der Region eine erhebliche militärische Präsenz aufgebaut, darunter einen Flugzeugträger, Kriegsschiffe und fortschrittliche Kampfflugzeuge in der Karibik. Zuvor hatte Trump eine "Blockade" venezolanischen Öls gefordert, Sanktionen gegen die Regierung Maduro ausgeweitet und mehr als zwei Dutzend Angriffe auf Schiffe durchgeführt, die angeblich am Drogenhandel im Pazifik und in der Karibik beteiligt waren.
Die CIA war zudem letzte Woche für einen Drohnenangriff auf ein Andockgebiet verantwortlich, das von venezolanischen Drogenkartellen genutzt worden sein soll. Dies war die erste bekannte direkte Operation auf venezolanischem Boden seit Beginn der US-Angriffe im September. Maduro, der Venezuela seit 2013 führt, wird von den USA, der venezolanischen Opposition und anderen Nationen vorgeworfen, eine Wahl im Jahr 2024 manipuliert zu haben, um an der Macht zu bleiben.
Internationale Reaktionen und offene Fragen
Das Pentagon verwies Fragen an das Weiße Haus, das sich zunächst nicht äußerte. Auch das US Southern Command, das die Militäroperationen in der Region überwacht, blieb ohne Kommentar. Die Situation bleibt dynamisch, und weitere Details werden erwartet.