US Navy in Hormus: Trumps Befehl und die Folgen für den Welthandel

US Navy in Hormus: Trumps Befehl und die Folgen für den Welthandel

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Die Straße von Hormus, eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten, steht erneut im Fokus militärischer Spannungen. US-Präsident Donald Trump hat die US Navy angewiesen, iranische Boote, die Minen legen, zu "schießen und zu töten", was die laufenden Minenräumoperationen in der strategisch wichtigen Meerenge eskaliert. Diese Entwicklung birgt erhebliche Risiken für den globalen Handel und die Energiesicherheit.

Trumps Anweisung und die Eskalation der Minenräumung

US-Präsident Donald Trump erteilte am Donnerstag den Befehl, jedes iranische Boot, das Minen in der Straße von Hormus legt, zu "schießen und zu töten". Dies schließt auch Irans kleine, schnelle Angriffsboote ein. Die Anweisung fügt den bereits Anfang des Monats begonnenen Minenräumoperationen der US Navy ein neues Kampfelement hinzu.

Trump betonte in einem Social-Media-Post: "Es darf kein Zögern geben." Er ordnete an, die Minenräumaktivitäten der Navy "auf ein dreifaches Niveau" zu steigern. Ein Verteidigungsbeamter, der anonym sprach, bestätigte, dass US-Streitkräfte aktiv Minen mit einer Mischung aus bemannten und unbemannten Fähigkeiten bekämpfen, um die sichere Durchfahrt von Schiffen zu gewährleisten.

Während der Operation Epic Fury wurden über 95% der iranischen Seeminen von US-Streitkräften zerstört. Es wird jedoch angenommen, dass Teheran während des Konflikts weitere Minen in oder nahe der Straße platziert hat.

Militärische Präsenz und Fähigkeiten der US Navy

Die US Navy verfügt über eine Reihe von Fähigkeiten, um kleine iranische Angriffsboote zu verfolgen und abzufangen. Dazu gehören fortschrittliche Schiffsradare, groß- und kleinkalibrige Geschütze sowie die Möglichkeit, bemannte Flugzeuge und Drohnen zu steuern, wie Bradley Martin, ein pensionierter Navy-Kapitän und Senior Policy Researcher bei der RAND Corporation, erklärte.

Die Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, die zu den ersten Schiffen der Minenräumoperation gehörten, sind mit Oberflächensuchradaren, Mk45-Deckgeschützen und Autokanonen ausgestattet. Die USS Spruance setzte ein solches Geschütz kürzlich ein, um ein iranisches Frachtschiff zu deaktivieren, das eine Blockade durchbrechen wollte.

Diese gut bewaffneten Marineschiffe führen auch Hubschrauber mit sich, die mit Maschinengewehren und Raketen bestückt werden können. Im späten Jahr 2023 versenkten US-Hubschrauber im Houthi-Konflikt mehrere Boote iranisch unterstützter Rebellen im Roten Meer – eine Taktik, die in der Straße von Hormus repliziert werden könnte.

Die Rolle der iranischen Schnellboote

Es ist unklar, ob der Iran seit dem am 7. April angekündigten Waffenstillstand zusätzliche Minen in der Meerenge gelegt hat. Jedoch waren iranische Schnellangriffsboote in den letzten zwei Wochen in der Region aktiv. Laut dem britischen Militär haben Kanonenboote der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) auf mehrere Schiffe gefeuert.

Die Straße von Hormus ist ein begrenzter Kampfbereich. Die Kombination der Fähigkeiten voll ausgestatteter Zerstörer ermöglicht es ihnen jedoch, traditionelle Schnellboot-Taktiken wie Schwärmen und Belästigung durch frühzeitige Erkennung und gestaffeltes Feuer zu begegnen. Sie sind auch gut für isolierte Gefechte gegen einzelne Schiffe geeignet, die Seeminen legen wollen.

Auswirkungen auf den Seeverkehr und die Blockade

Die laufende Minenräumoperation findet parallel zur US-Blockade des Seeverkehrs statt, der iranische Häfen anläuft oder verlässt. Das US Central Command (CENTCOM), das die amerikanischen Militäroperationen im Nahen Osten überwacht, teilte am Mittwoch mit, dass seit Inkrafttreten der Blockade am 13. April über 30 Schiffe angewiesen wurden, umzukehren oder in den Hafen zurückzukehren.

CENTCOM zufolge sind mehr als 17 Kriegsschiffe an der Durchsetzung der Blockade beteiligt, darunter ein Flugzeugträger, ein amphibisches Angriffsschiff und Zerstörer. Zudem sind über 100 Kampf-, Drehflügel- und Überwachungsflugzeuge im Einsatz.

Geopolitische Spannungen und der fragile Waffenstillstand

Die Führung der USA und des Iran hat widersprüchliche Aussagen darüber gemacht, wer die Kontrolle über die Straße von Hormus ausübt. Teheran erklärte, am Mittwoch zwei Frachtschiffe in der Wasserstraße beschlagnahmt zu haben. Am Donnerstag sagte Präsident Trump, die USA hätten "totale Kontrolle" darüber.

Es bleibt unklar, welche Auswirkungen mögliche Gefechte auf den kürzlich verlängerten, fragilen Waffenstillstand haben könnten. Die anhaltenden Spannungen in dieser kritischen Region haben weitreichende Implikationen für die globale Schifffahrt und die Stabilität der internationalen Energiemärkte.

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