US reduziert Zölle auf italienische Pasta: Entspannung im Handelsstreit

US reduziert Zölle auf italienische Pasta: Entspannung im Handelsstreit

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Die Vereinigten Staaten haben vorgeschlagene Zölle, die der italienischen Pasta-Industrie einen schweren Schlag versetzen könnten, deutlich zurückgenommen. Nach einer Überprüfung der Vorwürfe, italienische Pasta werde zu unfairen Preisen in den USA verkauft, reduzierte die Trump-Administration die Abgaben für mehrere führende Produzenten erheblich. Diese Entscheidung entschärft einen potenziellen Handelskonflikt und sichert den Zugang zum wichtigen US-Markt für italienische Exporteure.

Deutliche Reduzierung der Zölle

Das US-Handelsministerium hat die ursprünglich vorgeschlagenen Zölle auf italienische Pasta-Hersteller drastisch gesenkt. Während zuvor Abgaben von bis zu 92 Prozent im Raum standen – zusätzlich zu einem bestehenden 15-prozentigen Zoll auf die meisten EU-Importe – wurden die Sätze für 13 Unternehmen nun auf bis zu 2,26 Prozent reduziert. Ein Beamter des US-Handelsministeriums erklärte gegenüber Reuters, dass die italienischen Pasta-Hersteller viele der in der vorläufigen Entscheidung geäußerten Bedenken ausgeräum hätten.

Das italienische Außenministerium begrüßte die Neuberechnung der Zölle als Anerkennung der "konstruktiven Kooperationsbereitschaft" der Unternehmen. Der US-Markt ist für italienische Pasta-Exporteure fast 800 Millionen US-Dollar wert, und die ursprünglich hohen Zölle hätten einige Unternehmen effektiv vom Markt ausschließen können.

Hintergrund der Zollstreitigkeiten

Die Trump-Administration hatte die Antidumping-Zölle vorgeschlagen, nachdem eine Untersuchung ergeben hatte, dass italienische Pasta-Produzenten ihre Produkte zu künstlich niedrigen Preisen verkauften und damit US-Hersteller unterboten. Zu den ursprünglich betroffenen Unternehmen gehörten namhafte Hersteller wie Barilla, La Molisana und Pastificio Lucio Garofalo. Die 13 untersuchten Pasta-Produzenten machen zusammen 16 Prozent der italienischen Pasta-Importe in die Vereinigten Staaten aus.

Experten warnten, dass die höheren Zölle zu drastisch steigenden Preisen für italienische Pasta in den USA geführt hätten. Zudem hätten einige italienische Produzenten den Versand an US-Einzelhändler möglicherweise eingestellt, was die Verfügbarkeit für US-Verbraucher eingeschränkt hätte.

Die neuen Tarifsätze im Detail

Nach der überarbeiteten Analyse wurden die Zollsätze für die betroffenen Unternehmen wie folgt festgelegt:

  • Für den Pasta-Hersteller La Molisana wurde der vorgeschlagene Zollsatz auf 2,26 Prozent gesenkt.
  • Der Produzent Garofalo sieht sich einem Zollsatz von 13,98 Prozent (nahezu 14 Prozent) gegenüber.
  • Die verbleibenden elf Pasta-Hersteller – Agritalia, Aldino, Antiche Tradizioni di Gragnano, Barilla, Gruppo Milo, Pastificio Artigiano Cav. Giuseppe Cocco, Pastificio Chiavenna, Pastificio Liguori, Pastificio Sgambaro, Pastificio Tamma und Rummo – müssen nun einen Zollsatz von 9,09 Prozent (9 Prozent) entrichten.

Diese Sätze kommen zusätzlich zu den bereits bestehenden 15 Prozent Zoll auf die meisten Importe aus der Europäischen Union.

Reaktionen und Ausblick

Das italienische Außenministerium betonte, dass die Neuberechnung der Zölle ein Zeichen dafür sei, dass die US-Behörden die "aufrichtige Kooperationsbereitschaft" der italienischen Unternehmen anerkennen. Margherita Mastromauro, Präsidentin des Pasta-Sektors der Unione Italiana Food, begrüßte die Entscheidung zur Senkung der Zölle und sah darin eine Bestätigung, dass die Vereinigten Staaten ein Land seien, das Italien und die italienische Wirtschaft aufmerksam verfolge.

Die endgültigen Zollsätze werden voraussichtlich am 12. März bekannt gegeben, wobei eine Verlängerung der Frist um bis zu 60 Tage möglich ist. Das US-Handelsministerium betonte sein Engagement für einen fairen und transparenten Prozess und wird weiterhin mit den interessierten Parteien zusammenarbeiten, um alle Informationen vor der endgültigen Entscheidung zu berücksichtigen. Die neuen Zölle auf Importe werden erst nach der vollständigen Analyse der Ergebnisse wirksam, was bedeutet, dass es bisher keine Zollerhöhungen gegeben hat.

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