US-Regierung debattiert Tencents Gaming-Beteiligungen wegen Datensicherheit

US-Regierung debattiert Tencents Gaming-Beteiligungen wegen Datensicherheit

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Die US-Regierung diskutiert Berichten zufolge, ob der chinesische Tech-Gigant Tencent Holdings seine Anteile an großen Videospielunternehmen behalten darf. Im Vorfeld eines Treffens zwischen Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im April prüft das Committee on Foreign Investment in the US (CFIUS) diese Investitionen wegen potenzieller Sicherheitsrisiken und des Zugangs zu US-Nutzerdaten.

US-Regierung prüft Tencent-Beteiligungen

Das CFIUS, ein vom Finanzministerium geleitetes Gremium, das eingehende Investitionen auf potenzielle Sicherheitsrisiken überprüft, hat Tencents Beteiligungen unter die Lupe genommen. Die Hauptsorge, wie die Financial Times berichtete, ist, ob Tencents Anteile an diesen Unternehmen dem Konzern Zugang zu den Daten von Millionen amerikanischer Nutzer verschaffen könnten.

Bislang gibt es keine endgültige Entscheidung der Regierung, da unter den verschiedenen im CFIUS vertretenen Behörden kein Konsens erzielt wurde. Eine Anfrage von Benzinga an das Weiße Haus bezüglich einer Stellungnahme blieb unbeantwortet.

Tencents umfangreiche Gaming-Investitionen

Tencent Holdings besitzt bedeutende Anteile an mehreren führenden Gaming-Unternehmen. Dazu gehören eine substanzielle Beteiligung von 28 % an Epic Games, dem Entwickler des beliebten Spiels Fortnite. Des Weiteren ist Tencent Eigentümer von Riot Games, dem Schöpfer von League of Legends, sowie von Supercell, der finnischen Mobile-Gaming-Gruppe, die hinter Clash of Clans steht.

Bipartisan Bedenken unter verschiedenen US-Regierungen

Die Bedenken hinsichtlich Tencents Investitionen sind nicht neu und wurden parteiübergreifend geäußert. Bereits während Trumps erster Amtszeit äußerte das CFIUS Bedenken bezüglich Tencents Anteilen an Epic Games und Riot Games sowie dem Kauf des finnischen Unternehmens Supercell, insbesondere aufgrund der großen US-Nutzerbasis dieser Unternehmen.

Auch unter der Regierung von Joe Biden wurde über den Umgang mit Tencents US-Gaming-Investitionen debattiert. Die damalige stellvertretende Generalstaatsanwältin Lisa Monaco drängte darauf, dass das CFIUS einen Verkauf der Anteile erzwingen sollte. Das Finanzministerium hingegen bevorzugte es, Tencent die Anteile unter strengen Datenschutzmaßnahmen behalten zu lassen. Chris McGuire, ein ehemaliger Beamter der Biden-Ära, äußerte gegenüber der FT, dass die Plattformen zur Informationsbeschaffung genutzt werden könnten. Im letzten Monat von Bidens Amtszeit setzte das Pentagon Tencent auf eine Liste von Unternehmen, die angeblich mit dem chinesischen Militär in Verbindung stehen – ein Vorwurf, den Tencent bestreitet.

Breitere Maßnahmen gegen chinesische Technologie

Die Prüfung von Tencents Gaming-Investitionen ist Teil einer breiteren Strategie der USA, um potenzielle Risiken durch chinesische Technologie zu minimieren. Diese Maßnahmen umfassen auch ein Verbot riskanter chinesischer Tech-Geräte, wie beispielsweise Überwachungskameras für den Heimgebrauch und Smartwatches.

Ziel dieser Verbote ist es, riskante Technologie vom US-Markt fernzuhalten. Einzelhändler haben zudem neue, von der FCC überwachte Prüfverfahren eingeführt, um zu verhindern, dass verbotene Produkte wieder in die Regale gelangen.

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