US-Regierung: Drohender Shutdown des Heimatschutzministeriums am 14. Februar

US-Regierung: Drohender Shutdown des Heimatschutzministeriums am 14. Februar

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Ein erneuter teilweiser Regierungsstillstand in den USA droht am 14. Februar, nachdem Senatsdemokraten Finanzierungsgesetze für das Heimatschutzministerium (DHS) blockiert haben. Die Blockade erfolgte aufgrund von Forderungen nach neuen Beschränkungen für Einwanderungsagenten, während ein Vorhersagemarkt eine 96%ige Wahrscheinlichkeit für den Shutdown prognostiziert.

Drohender Regierungsstillstand im Heimatschutzministerium

Tage nachdem ein teilweiser Regierungsstillstand durch die Unterzeichnung eines 1,2 Billionen US-Dollar schweren Finanzierungspakets durch Präsident Donald Trump beendet wurde, steht die US-Regierung erneut vor einem Shutdown. Das Heimatschutzministerium (DHS) ist von einem teilweisen Stillstand betroffen, nachdem Senatsdemokraten am Donnerstag zwei Finanzierungsgesetze blockierten. Die Gesetzgeber haben sich nun in eine einwöchige Pause begeben, was einen teilweisen Regierungsstillstand als "unvermeidlich" erscheinen lässt.

Demokraten fordern strengere Regeln für Einwanderungsbehörden

Die Blockade der Finanzierungsgesetze durch die Demokraten, mit Ausnahme von Senator John Fetterman (D-Pennsylvania), erfolgte, weil die Gesetzesentwürfe keine neuen Beschränkungen für Bundes-Einwanderungsagenten enthielten. Die Demokraten forderten eine lange Liste von Änderungen für das DHS, nachdem im letzten Monat Alex Pretti in Minneapolis von Bundes-Einwanderungsagenten getötet wurde. Zu den Forderungen gehören strengere Regeln für Haftbefehle und ein Verbot für Agenten, Gesichtsmasken zu tragen.

Präsident Donald Trump zeigte sich offen für einige dieser Vorschläge, doch die Demokraten lehnten einen Vorschlag des Weißen Hauses vom Mittwochabend ab. Senator Charles E. Schumer (D-New York) erklärte: „Die heutige starke Abstimmung war ein Warnschuss an die Republikaner. Die Demokraten werden keinen Blankoscheck für Chaos unterstützen.“ Senator Chris Murphy (D-Connecticut) fügte hinzu, dass das DHS das Gesetz nicht befolge und daher keine weitere Finanzierung erhalten dürfe.

Republikaner kritisieren Blockade

Republikaner warfen den Demokraten vor, unvernünftig zu sein und nicht genügend Zeit für Verhandlungen zu lassen. Senatsmehrheitsführer John Thune (R-South Dakota) betonte, dass die Gespräche fortgesetzt würden, warnte jedoch, dass die Demokraten ihrerseits Zugeständnisse machen müssten. „Die Demokraten werden niemals ihre vollständige Wunschliste bekommen“, so Thune am Donnerstag im Senat.

Der Senat wird voraussichtlich keine weiteren Abstimmungen vor dem Beginn des Shutdowns am Samstag um 00:01 Uhr Eastern Time abhalten. Viele Senatoren reisten bereits am Donnerstag zur Münchner Sicherheitskonferenz ab. Sowohl Schumer als auch Thune haben jedoch erklärt, dass sie bereit sind, die Senatoren früher zurückzuholen, falls eine Einigung erzielt wird. Auch das Repräsentantenhaus müsste einem Deal zustimmen, wobei die Republikaner dort eine hauchdünne Mehrheit besitzen.

Vorhersagemarkt signalisiert hohe Wahrscheinlichkeit

Daten von Kalshi, einer staatlich autorisierten Wettplattform, zeigen, dass über 6 Millionen US-Dollar auf den Vertrag „Government shutdown tomorrow?“ gesetzt wurden. Da ein Shutdown als nahezu bestätigt gilt, haben die Wettenden eine 96%ige Wahrscheinlichkeit für einen Stillstand am Samstag prognostiziert, ein Anstieg um 11,9%. Nur 4% der Wettenden gehen davon aus, dass ein Shutdown vermieden wird. Senator Fetterman, der als einziger Demokrat den Finanzierungsentwurf unterstützte, hatte den Shutdown bereits Anfang des Monats vorhergesagt.

Wirtschaftliche Folgen und historische Einordnung

Die USA erholen sich noch immer von einem historischen 43-tägigen Shutdown, dem längsten in der amerikanischen Geschichte. Dieser verursachte einen geschätzten Verlust von 7 bis 14 Milliarden US-Dollar im realen BIP und zwang fast 900.000 Bundesangestellte, ohne Bezahlung zu arbeiten oder beurlaubt zu werden. Ein Finanzierungsengpass würde den dritten vollständigen oder teilweisen Regierungsstillstand innerhalb von kaum drei Monaten auslösen.

Dieser bevorstehende Shutdown würde sich ausschließlich auf das DHS auswirken. Wichtig ist jedoch, dass U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) oder Customs and Border Protection (CBP) nicht betroffen wären. Republikaner hatten diesen Behörden im vergangenen Jahr bereits zusätzliche Finanzmittel in Höhe von mehreren zehn Milliarden US-Dollar zukommen lassen, die ihren Betrieb weiterhin ermöglichen.

Weitere politische Entwicklungen

Der drohende Shutdown ereignet sich nur wenige Tage, nachdem Präsident Trump eine Abstimmung im Repräsentantenhaus verloren hatte. Sechs republikanische Abgeordnete hatten sich am Mittwoch den Demokraten angeschlossen, um eine Resolution zur Aufhebung von Trumps Zöllen auf Kanada zu verabschieden.

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