US-Rentenreform: Obergrenze für hohe Sozialversicherungsleistungen vorgeschlagen

US-Rentenreform: Obergrenze für hohe Sozialversicherungsleistungen vorgeschlagen

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Einige der wohlhabendsten Paare in den USA beziehen jährlich über 100.000 US-Dollar an Sozialversicherungsleistungen. Ein neuer Vorschlag sieht vor, diese Auszahlungen zu deckeln, um das Rentenprogramm vor der drohenden Insolvenz im Jahr 2032 zu bewahren. Diese Maßnahme könnte einen erheblichen Teil der Finanzierungslücke schließen.

Hohe Leistungen für vermögende Paare

Laut einer Analyse des Committee for a Responsible Federal Budget (CRFB), einer überparteilichen Denkfabrik für Fiskal- und Haushaltsfragen, erhalten etwa eine Million individuelle Sozialversicherungsleistungsempfänger mindestens 50.000 US-Dollar pro Jahr. Für verheiratete Paare bedeutet dies oft mehr als 100.000 US-Dollar jährlich. Obwohl dies weniger als 2 % der rund 56 Millionen Menschen über 65 Jahren betrifft, die Sozialversicherungsleistungen erhalten, prognostiziert das CRFB, dass dieser Anteil aufgrund jährlicher Lebenshaltungskostenanpassungen und einer wachsenden Zahl von Rentnern zunehmen wird.

Ein Paar, das über 100.000 US-Dollar an jährlichen Sozialversicherungsleistungen erhält, hat in der Regel über mindestens 35 Jahre das steuerpflichtige Höchsteinkommen – aktuell 184.500 US-Dollar – verdient und seine Leistungen zum regulären Renteneintrittsalter von 67 Jahren beantragt. Ein solches Paar, das dieses Jahr 67 wird und seine Leistungen beantragt, würde laut CRFB jährlich 101.000 US-Dollar oder etwa 8.416 US-Dollar monatlich erhalten. Zum Vergleich: Der durchschnittliche monatliche Leistungsbetrag für einen Rentner liegt bei 2.071 US-Dollar.

Der Vorschlag: Eine Obergrenze für Leistungen

Der Vorschlag des CRFB sieht vor, die Sozialversicherungsleistungen für Paare auf 100.000 US-Dollar und für alleinstehende ältere Amerikaner auf 50.000 US-Dollar zu begrenzen. Marc Goldwein, Senior Policy Director des CRFB, äußerte gegenüber CBS News, dass es "ein wenig albern" sei, dass ein Einkommensstützungsprogramm, das ursprünglich als Schutz vor Armut gedacht war, sechsstellige Beträge auszahle.

Die Denkfabrik empfiehlt, diese Obergrenze entweder an die Inflation oder an die Lohnentwicklung zu koppeln. Dies soll verhindern, dass Haushalte mit mittlerem und niedrigem Einkommen von der Deckelung betroffen werden, wenn die Sozialversicherungsverwaltung die Lebenshaltungskostenanpassungen vornimmt.

Potenzielle Einsparungen und Auswirkungen

Die Einführung einer solchen Leistungsobergrenze könnte über ein Jahrzehnt hinweg bis zu 190 Milliarden US-Dollar einsparen und mindestens 20 % der Finanzierungslücke des Programms schließen. Diese "sechsstellige Grenze" könnte mit anderen möglichen Maßnahmen kombiniert werden, um das Finanzierungsloch des Programms zu stopfen. Dazu gehören beispielsweise die Anhebung der Einkommensfreigrenze für Sozialversicherungssteuern oder die Erhöhung der Lohnsteuer.

Ohne Reformen droht dem Treuhandfonds des Rentenprogramms die Zahlungsunfähigkeit, was für alle Sozialversicherungsleistungsempfänger eine Leistungskürzung von etwa 20 % bedeuten würde. Experten warnen, dass eine solche Reduzierung die Armut unter älteren Amerikanern drastisch erhöhen könnte, da Millionen von Senioren ganz oder größtenteils auf Sozialversicherungsleistungen angewiesen sind.

Kritik am Vorschlag

Die AARP, eine Interessenvertretung für Amerikaner ab 50 Jahren, lehnt den Plan zur Deckelung der Leistungen für bestimmte wohlhabende Leistungsempfänger ab. Jenn Jones, Vizepräsidentin der AARP für finanzielle Sicherheit und lebenswerte Gemeinschaften, erklärte in einer Stellungnahme: "Vorschläge, die sich auf die Deckelung der Sozialversicherung konzentrieren, gehen das Problem, das dem Kongress vorliegt, nicht an: sicherzustellen, dass jeder Amerikaner jeden verdienten Dollar erhält." Sie fügte hinzu, dass solche Ideen das Risiko bergen, "zu einem Hintertürchen für umfassendere Kürzungen zu werden". Ältere Amerikaner möchten ihre Leistungen nicht gekürzt sehen, nachdem sie während ihrer gesamten Karriere in das Programm eingezahlt haben.

Hintergrund der Finanzierungsprobleme

Die finanzielle Lage der Sozialversicherung steht unter Druck. Längere Lebenserwartungen, ein langsameres Lohnwachstum und der Renteneintritt der Babyboomer-Generation tragen zu den drohenden Finanzierungslücken bei. Die Denkfabrik Committee for a Responsible Federal Budget warnt, dass die großzügigen Auszahlungen an Spitzenverdiener die Finanzierungslücke des Programms verschärfen könnten, wenn sie unbeaufsichtigt bleiben. Während diese Top-Auszahlungen nur einen kleinen Prozentsatz der Leistungsempfänger ausmachen, beanspruchen sie einen unverhältnismäßig großen Anteil der ausgezahlten Leistungen. Diese Spitzenverdiener verfügen oft zusätzlich zu den Sozialversicherungsleistungen über erhebliche private Altersvorsorge.

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