US-Schiffbau: Streik bei Bath Iron Works beendet, neuer Vertrag genehmigt

US-Schiffbau: Streik bei Bath Iron Works beendet, neuer Vertrag genehmigt

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Hunderte streikende Mitarbeiter eines der größten Schiffbauunternehmen der U.S. Navy haben einem neuen Vertrag mit Bath Iron Works zugestimmt und damit einen wochenlangen Streik beendet. Die Einigung, die am Samstag erzielt wurde, tritt sofort in Kraft und sichert die Fortsetzung der wichtigen Schiffbauprojekte für die amerikanische Verteidigungsindustrie.

Einigung nach wochenlangem Arbeitskampf

Die Mitglieder der Bath Marine Draftsmen’s Association (BMDA) ratifizierten ein neues vierjähriges Tarifabkommen. Die Genehmigung erfolgte nach einer mehrstündigen Gewerkschaftsversammlung in einer örtlichen High School in Portland, Maine. Der Streik hatte begonnen, nachdem die Arbeitnehmer ein ursprüngliches Vertragsangebot abgelehnt hatten und am Montag mit Streikposten vor der Werft begonnen hatten.

Details des neuen Tarifvertrags

Der neue Vierjahresvertrag beinhaltet signifikante Verbesserungen für die Mitarbeiter. Laut einem Sprecher von Bath Iron Works, David Hench, umfassen die Kernpunkte des Abkommens:

  • Lohnerhöhungen: 10,5 % im ersten Jahr und 5 % in den Folgejahren.
  • Jahreseinkommen: Ein Gewerkschaftsmitglied könnte nach vier Jahren über 95.000 US-Dollar jährlich verdienen.
  • Krankenversicherungspläne: Drei bestehende Pläne werden beibehalten, wobei das Unternehmen das Prämienwachstum auf 5,75 % begrenzt, was durchschnittlich 2,05 US-Dollar pro Woche entspricht.
  • Flexible Arbeitszeiten: Beibehaltung flexibler Arbeitszeitmodelle, einschließlich der Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, sowie Optionen zum Kauf zusätzlicher Urlaubstage.

David Hench äußerte sich positiv zur Einigung: "Wir freuen uns darauf, wieder zusammenzuarbeiten, um die Schiffe der Marine pünktlich zu liefern, um unsere Nation und unsere Familien zu schützen." Die Schulung und Implementierung der neuen Vertragselemente beginnen diese Woche.

Die Rolle der Gewerkschaften

Die Bath Marine Draftsmen’s Association ist der United Automobile, Aerospace and Agricultural Implement Workers of America (UAW) angeschlossen, einer der größten Gewerkschaften des Landes. Die BMDA-Mitglieder bei Bath Iron Works sind in verschiedenen Schlüsselpositionen tätig, darunter Designer, Techniker für zerstörungsfreie Prüfungen, technische Angestellte, Labortechniker und assoziierte Ingenieure.

Bath Iron Works: Ein Pfeiler der US-Verteidigung

Bath Iron Works ist ein bedeutender Schiffbauer für die U.S. Navy und bekannt für seinen Slogan „Bath built is best built“. Das Unternehmen erhielt 2023 einen Mehrjahresvertrag zum Bau mehrerer Zerstörer der Arleigh Burke-Klasse. Diese Lenkwaffenzerstörer werden von Marinevertretern als das „Rückgrat der Oberflächenflotte der Marine“ beschrieben. Die Navy hatte im vergangenen Jahr eine Option ausgeübt, um einen zusätzlichen Zerstörer in den Vertrag aufzunehmen.

Der Streik begann nur wenige Wochen nach einem Besuch von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der die Notwendigkeit einer Stärkung der Verteidigungsproduktion betonte. Der Arbeitskampf fand zudem während der US-Kriegsanstrengungen im Iran statt, was die Bedeutung der kontinuierlichen Produktion für die nationale Sicherheit unterstreicht.

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