US-Senator Scott schlägt steuerfreie Konten für Eigenheim-Anzahlung vor

US-Senator Scott schlägt steuerfreie Konten für Eigenheim-Anzahlung vor

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Der Traum vom Eigenheim, einst ein Grundpfeiler des "American Dream", rückt für Millionen von Familien in den Vereinigten Staaten zunehmend in unerreichbare Ferne. Angesichts einer sich seit 2019 mehr als verdoppelten durchschnittlichen Anzahlung von 30.400 US-Dollar, hat Senator Rick Scott (R-Fla.) einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der Erstkäufern das Sparen erleichtern soll. Sein "American Dream Accounts Act" zielt darauf ab, Ersparnisse vor dem Finanzamt zu schützen und so den Weg zum Eigenheim zu beschleunigen.

Der "American Dream Accounts Act" im Detail

Senator Rick Scott hat am Freitag den "American Dream Accounts Act" (Gesetzesentwurf von 2026) eingebracht. Dieser Vorschlag sieht die Einrichtung von "American Dream Accounts" im Rahmen des Bundessteuerrechts vor, die speziell für das Ansparen einer Anzahlung für das erste Eigenheim genutzt werden können. Ziel ist es, die finanzielle Hürde für den Erwerb von Wohneigentum zu senken.

Die Konten sind vergleichbar mit einem Roth-IRA-Konto, da Beiträge steuerbefreit sind und qualifizierte Abhebungen für Anzahlungen nicht der Bundeseinkommensteuer unterliegen. Dies soll Erstkäufern ermöglichen, ihr Geld schneller anzusparen und mehr von ihren Einnahmen zu behalten.

So funktionieren die American Dream Accounts

Der Gesetzesentwurf sieht spezifische Regeln für Beiträge und Abhebungen vor:

  • Jährliche Beiträge: Personen unter 35 Jahren können jährlich bis zu 7.500 US-Dollar einzahlen. Für Personen über 35 Jahren gilt eine "Catch-up"-Grenze von 10.000 US-Dollar pro Jahr.
  • Lebenslange Beitragsgrenze: Die gesamten lebenslangen Beiträge sind auf 250.000 US-Dollar begrenzt.
  • Qualifizierte Abhebungen: Für einen einzelnen Käufer sind qualifizierte Abhebungen von bis zu 500.000 US-Dollar möglich. Wenn zwei Käufer gemeinsam eine Immobilie erwerben und beide Konten nutzen, können bis zu 250.000 US-Dollar pro Person abgehoben werden.
  • Beschränkung: Begünstigte sind auf eine qualifizierte Erstkäufer-Abhebung beschränkt.
  • Strafen für nicht-qualifizierte Abhebungen: Nicht-qualifizierte Abhebungen unterliegen einer Strafe von 10 Prozent, ähnlich den Regeln für traditionelle 401(k)-Konten. Dies soll sicherstellen, dass die Gelder primär für den Hauskauf verwendet werden.
  • Verkaufsbeschränkung: Wird ein mit Mitteln aus einem American Dream Account erworbenes Haus innerhalb von drei Jahren verkauft, wird der zuvor unversteuerte Betrag im Verkaufsjahr steuerpflichtig. Ausnahmen bestehen bei Tod, Scheidung, Änderungen der Familiengröße, Arbeitsplatzverlust oder bestimmten berufsbedingten Umzügen.
  • Übertragbarkeit: Unverbrauchte Gelder bis zu 100.000 US-Dollar können auf ein Roth-IRA oder auf das American Dream Account eines Familienmitglieds übertragen werden.

Hintergrund und Motivation

Senator Scott betonte, dass er selbst in Sozialwohnungen aufgewachsen sei und seine Familie Schwierigkeiten hatte, über die Runden zu kommen. Für ihn sei der Hausbesitz damals unerreichbar gewesen. Er sieht heute viele Amerikaner, insbesondere junge Erstkäufer, vor ähnlichen Herausforderungen. Scott äußerte die Meinung, dass "Jahre inflationsfördernder, wirtschaftszerstörender Politik unter demokratischer Führung" die Situation nicht einfacher machten.

Er ist überzeugt, dass Wohneigentum Stabilität und wirtschaftliche Mobilität bedeutet. Der Gesetzesentwurf soll Erstkäufern helfen, schneller zu sparen und ihr Geld effektiver einzusetzen, um die finanzielle Hürde zum Eigenheim zu erleichtern. Der Gesetzesentwurf wird von der Foundation for Government Accountability unterstützt. Tarren Bragdon, Präsident und CEO der Organisation, erklärte, dass der "American Dream Accounts Act" Familien bessere Werkzeuge an die Hand gebe, um zu sparen, zu investieren und Wohlstand durch Wohneigentum aufzubauen.

Die Herausforderung auf dem Wohnungsmarkt

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch aktuelle Daten unterstrichen. Ein Bericht von Realtor.com für das dritte Quartal 2025 zeigte, dass die durchschnittliche Anzahlung für ein Eigenheim auf 30.400 US-Dollar gestiegen ist – eine Verdopplung gegenüber 2019. Schätzungen zufolge dauert es etwa sieben Jahre, um diese Anzahlung anzusparen.

Mehrere Bundesstaaten, darunter Virginia, Colorado, Iowa und Oregon, haben bereits eigene Sparprogramme für Erstkäufer von Eigenheimen eingeführt, um ihren Bürgern beim Erreichen ihrer Wohneigentumsziele zu helfen.

Weitere Initiativen zur Wohnraumförderung

Neben Senator Scotts Vorschlag gibt es weitere legislative Bemühungen, die Wohnraumkosten zu senken und den "American Dream" wiederzubeleben. Congressman Tom Barrett (MI-07) hat ein eigenes Gesetzespaket vorgestellt, das sich ebenfalls der Wohnraumproblematik widmet.

Zu Barretts Vorschlägen gehören:

  • American Family Housing Act (H.R. 7186): Dieses Gesetz würde großen Investmentgesellschaften den Kauf von Einfamilienhäusern verbieten. Laut MetLife Investment Management könnten Unternehmensinvestoren bis 2030 bis zu 7,6 Millionen Häuser oder über 40 Prozent aller Einfamilienmietobjekte besitzen, wenn keine Korrekturmaßnahmen ergriffen werden.
  • First-Time Homebuyer Savings Account Act (H.R. 7756): Ein ähnlicher Vorschlag wie der von Senator Scott, der steuerfreie Spar-Konten für Erstkäufer schaffen würde, deren Gelder für den Kauf, Bau oder die Reparatur eines ersten Eigenheims verwendet werden könnten.
  • First Look for First-Time Homebuyers Act (H.R. 7753): Dieses Gesetz würde Erstkäufern ein exklusives 15-Tage-Fenster für den "ersten Blick" beim Kauf von zwangsversteigerten Häusern durch Bundeswohnungs- und Kreditagenturen einräumen.
  • Take Your Rate Act (H.R. 7754): Eine Studie zur Möglichkeit portabler Hypothekenzinsen, die es Hausbesitzern ermöglichen würden, ihren aktuellen niedrigen Zinssatz beim Kauf eines neuen Hauses beizubehalten.
  • Housing for Our Hometown Heroes Act (H.R. 7755): Eine Studie zur Einführung eines Bundesprogramms zur Unterstützung von Darlehen ohne Anzahlung für Lehrer, Polizeibeamte und Ersthelfer, die ihr erstes Eigenheim kaufen (ähnlich dem VA-Hauskreditprogramm).

Blick in die Zukunft

Sollte der "American Dream Accounts Act" von Senator Scott verabschiedet werden, würde er für Steuerjahre gelten, die nach dem 31. Dezember 2026 beginnen. Die verschiedenen Initiativen auf Bundes- und Landesebene zeigen den dringenden Bedarf, den Zugang zu Wohneigentum in den USA wieder zu erleichtern und den "American Dream" für zukünftige Generationen zu sichern.

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